Schuldfrage

 

Ich twittere so vor mich hin, als dieser Tweet in meine TL gespült wird und mich direkt anspringt:

 

 

Ich gucke also in Kamilas TL und bin fassungslos.

Sie wird von 5 (!) Kerlen angemacht, angefasst und geschlagen. Niemand hilft! Obwohl Leute drum rum existieren. Aber bloß nicht hingucken, erst recht nicht eingreifen. Einer rief wohl die Polizei, die sich aber auch nicht unbedingt als Freund darstellte, wenn man Kamilas nächste Tweets liest. Das müsst ihr jetzt hier nicht tun, denn sie hat einen Text dazu verfasst, den ich euch ans Herz legen möchte.

 

Lest das, fühlt rein in euch. Erst recht, wenn ihr Männer seid. Denkt an Situationen, in denen ihr von anderen bedroht worden seid.

 

Sagen wir auf dem Schulhof damals, vom Klassenschläger. Oder beim Sport, von den stärkeren Jungs, die euch “Opfer” drangsaliert und vielleicht verprügelt haben. Fühlt in euch rein, wie diese Angst immer wieder hochkam, vielleicht noch hochkommt, wenn ihr in ähnliche Situationen geraten seid.

Und jetzt geht einen Schritt weiter und stellt euch vor, dass jemand euch anfasst. Ihr seid starr vor Angst oder wehrt euch ggfs auch. Aber der oder die anderen sind stärker, ihr seid alleine. Und man fasst euch an. An den Penis, an den Po. Es tut vielleicht auch weh, weil da natürlich keine Rücksicht genommen wird. Wozu auch, ihr seid ja ausgeliefert.

Und dann habt ihr Glück, es gibt keine Vergewaltigung. Ihr kommt mit einem blauen Auge (buchstäblich, nicht metaphorisch) davon. Ein paar äußerliche Schrammen, mehr nicht. Von den inneren Schäden rede ich noch gar nicht. Und dann sitzt ihr bei der Polizei und müsst euch sagen lassen, mehr oder weniger direkt, ihr seid selbst schuld.
Wieso geht ihr auch zum Sport? Wieso geht ihr auch auf den Schulhof? Wieso zieht ihr nicht zwei Hosen übereinander an, damit man sie euch nicht so leicht ausziehen kann? Wieso spielt ihr nicht in Straßenkleidung Fussball, sondern habt eine kurze Trainingshose an? Wieso, wieso, wieso… ???

Alberne Vergleiche? “Das ist doch nicht das gleiche”?
DOCH – das ist es. Denn es geht gar nicht um die Kleidung, es geht um Macht und Kontrolle. Aber durch Sätze, wie die eben, wird einem suggeriert, dass man selbst schuld sei.
Wie kann ich schuld daran sein, dass ein Mann mich schmerzhaft an beiden Handgelenken anfasst und mich trotz mehrfacher, deutlicher und lauter Aufforderung inkl. dem Hinweis, dass er mir weh tut, nicht loslässt?  Wie kann ich schuld daran sein, dass mein Freund mir ins Gesicht schlägt, nur weil ihm meine Freunde nicht passen? Wie kann Kamila schuld sein, dass sie verletzt wird, nur weil sie S-Bahn gefahren ist und einen Rock an hatte?

GAR NICHT! 

 

Liebe Polizisten, falls hier einer mitliest.
Bitte, auch wenn ihr nicht wisst, wie ihr damit umgehen sollt, was ich mir durchaus vorstellen kann, dann lasst das Opfer aber nicht zum Schuldigen werden. Schuld liegt beim Angreifer, immer. Niemals beim Empfänger.

Habt ihr keine Schwestern, Töchter, Mütter, Freundinnen? Würdet ihr denen das gleiche sagen, wenn ihnen sowas passiert? Wärt ihr nicht wütend auf den Täter? Warum also seid ihr im Job so oft so unsensibel? Bitte hört auf damit. Frau ist nicht schuld daran, wenn sie angegriffen oder vergewaltigt wird. Egal, was sie anhatte. Es geht dabei nicht um Kleidung! Es geht nur um Macht. Die ihr in dem Moment auch habt. Ihr habt die Macht dem Opfer zu helfen. Ihr habt die Macht, dem Opfer Unterstützung zukommen zu lassen (Psychologische Hilfe etc). IHR habt die Macht dem Opfer zu helfen, aus der Situation mit Würde rauszukommen. Dreht den Spieß nicht um, macht sie nicht zum Mittäter!

Danke.

 

Zitat aus “Auf die harte Tour”: ”Ich würde gerne das Wesen der Polizei kennen lernen.”

 

Ein Star Trek Experimentierpodcast

 

Ihr erinnert euch, dass ich vom “Star Trek Podcast” sprach, den Podcasterkollegen gemeinsam machen wollten? Der ist nun fertig, und der großartige Herr Ebby von Einfacheinmal.de hat bereits auch alles veröffentlicht. Da sich das mit meinem Re:publica Besuch überschnitten hatte, kommt der Artikel erst jetzt bei mir rein.

Eigentlich könnte ich hier jetzt noch ausführlich Erklärungen dazu abgeben, aber auch das hat Herr Ebby schon bei sich getan. Ich möchte daher nur noch auf die Tonqualität hinweisen, die auf meiner Seite echt mau ist. Wir haben über Mumble gesprochen, ich hab mein Bestes gegeben, um alles rauszuholen, aber nun ja – hört selbst.

 

Star Trek – Der Film Teil 1

Der Teil behandelt in der Tat nur den ersten Film, aber unser Gedanke, als wir starteten war, dass wir jeweils zwei Filme besprechen wollten, daher folgen jetzt:

 

 

Star Trek – Der Zorn des Khan

Star Trek – Der Zorn des Khan Teil 2

 

Viel Spaß beim Zuhören und bitte – gebt unbedingt Feedback.
Wir sind uns nämlich alle nicht ganz sicher, ob euch das als Hörer so in der Art Spaß macht oder nicht.

Also nur zu. Hier bei mir im Blog einfach in die Kommentare schreiben. Oder auch gerne beim Herrn Ebby. Natürlich sind wir auch auf Twitter ansprechbar, sowohl der Herr Ebby als auch der Herr Pulegon. Ich sowieso. :D

 

Zitat aus “Star Trek – Der Film”:
“Ich habe Ihr Gespräch mit dem Flottenhauptquartier verfolgt Captain. Ich bin mir Ihrer Schwierigkeiten durchaus bewusst. Ich biete Ihnen meine Dienste als Wissenschaftsoffizier an.”

 

 

FF0913 – Republica, Interview mit Sektchenbonus und Sketchnotes

 

Heute gehts unter anderem um die Re:publica, mein Interview und späteres Treffen mit Teresa von Fritz und einen erhobenen Zeigefinger. Aber auch um die wunderbare Entdeckung der Sketchnotes für mich. :)

 

Als erstes aber noch mal den Link zum Rant über meinen Ex-Chef.

Den Post zum Interview mit Teresa von “Trackback” gibts auch schon, einfach mal drauf klicken und entweder die ganze Sendung hören oder eben nur das Interview. :)

 

Schlange bei der RP13

Schlange bei der RP13

Das Bild hat übrigens @zeitweise geschossen. Ich danke für die Nutzungserlaubnis. :)

 

Alle Links zum Thema Re:publica:

 

 

Alle Links zum Thema Sketchnotes:

 

Abschließend zum Thema Sketchnotes möchte ich euch zeigen, wie mein erster Versuch beim Workshop aussah, wie es jetzt ist und wo ich hoffe mal zu sein. Ihr könnt die Bilder durch Anklicken etwas größer sehen, sie gehen in einem extra Fenster auf.

Erster Tag, Grundlagen.

 

Zweiter Tag, abends im Hotel

 

Gestern, etwas viel Farbe und ich kann keine Mainzelmännchen. :)

 

Und hier möchte ich mal hin kommen, aber dafür muss ich noch viel üben. Und was meint ihr, womit ich das machen werde? Genau, mit den Videos von der Re:publica, die ich noch nicht gesehen habe.

Sketchnote Das Handy im Bildungsbereich

Das ist eine von Ralf Appelts Sketchnotes. Sowas möchte ich auch bald mal können, aber das braucht noch Übung. Das Bild steht unter CC BY-NC-SA 2.0

 

Ich freu mich auf jeden Fall auf die nächste Re:publica, die dann zwar länger geht, aber hoffentlich auch wieder so tolle Eindrücke verursacht. Und denkt immer dran – einfach mal MACHEN!

 

Zitat aus “Hautnah – Closer”: 
„Ist schon außergewöhnlich, dieses Internet. Die Möglichkeit echter globaler Kommunikation, das erste große demokratische Medium.“ „ Hundertprozentig, da liegt die Zukunft!“

 

 

Fressefreiheit war bei Radio Fritz “Trackback”

 

Nachdem ich endlich wieder zuhause bin, kommen jetzt auch wieder Posts und Podcasts rein. Ich fange an mit einem kleinen Post über ein (für mich) großes Interview.
 

 

Und zwar war der liebe Herr Kastenfisch so nett und hat bei seinem Auftritt in Trackback (am 27.04.2013) meine Fressefreiheit als Tipp für die nächste Sendung angegeben. Und siehe da, Teresa von Trackback meldete sich auch prompt, um zu fragen, ob ich denn Lust auf das Interview mit dem “Blogger privat” hätte. Und natürlich hatte ich. :)

Ich war gerade in Berlin angekommen, denn ich wollte die Re:publica besuchen, als sie mich also im Hotel auf dem Handy erreicht. Und sie dann ein für mich etwas unerwartetes Interview führte, wie ihr gleich hören könnt. Bei Minute 45:35 geht der Part “Blogger privat” los, aber ihr könnt natürlich auch die ganze Sendung hören, denn Trackback macht Spaß und ist informativ.

Klickt hier für den Link zur Webseite von Fritz Trackback. Ich lege euch auch die MP-3 Datei (Download, ~ 60 MB) mit rein, falls das Original mal von der Seite genommen werden sollte, was ja gerne mal passiert.

 

Im kommenden Podcast zur Re:publica werde ich noch mal auf das Interview eingehen, etwas mehr zu Teresa sagen und auch sonst natürlich einen Überblick über diese Veranstaltung geben. Aber jetzt habt erst mal Spaß beim Reinhören ins Interview oder eben in die ganze Sendung. :)

 

Zitat aus “Annies Männer”: “Hast du was zum Schreiben da? Wir müssen nämlich anfangen, an deinen Interviews zu arbeiten.”

 

 

FF0813 – Chef, ich komm mit der Axt vorbei

 

Reinhören und freuen. Oder so. Ich kotze mal wieder ab. Über den Ex-Chef.

 

Dank an den Kastenfisch, der mich mit meinem Podcast bei Radio Fritz, Trackback vorgeschlagen hat.
Ich bin am Samstag, 04.05.13, dort zu hören. :)

Und wer mich auf der Re:publica treffen möchte, kann das versuchen.
Wenn spontan was machbar ist, dann bin ich über Twitter erreichbar, per Mail (roobea at gmail . com)  oder Google Plus.
Ich freu mich auf euch.

 

Zitat aus “Der Herr der Ringe – Die zwei Türme”: ”Meine Axt wartet auf deine Fratze!”

 

 

Wie erklärt man Blinden die Farbe?

 

Es sei gleich vorab gesagt, dass ich selbst oft genug auf dieser “farblosen” Seite stehe und nicht direkt sehen kann, was mein Gegenüber von mir will. Aber ich höre zu und nehme Dinge, die ich nicht selbst erlebt habe oder begreifen kann, erst mal als gegeben hin.

 

Wenn mir also zum Beispiel ein schwuler Mann erklärt, wie er sich fühlt, wenn er von seinem Chef dauernd respektlose Schwulenwitze hört, wie er von anderen Menschen angegangen wird, weil er sich geoutet hat und dazu steht, dass er homosexuell ist oder auch wie er von seinen Eltern, Geschwistern oder sonstigen nahe stehenden Menschen seit dem angeguckt wird, dann kann ich mir das zwar vorstellen, aber nicht nachfühlen. Niemals. Ich bin eine Frau, ich bin heterosexuell und viel wichtiger – ich hab ein individuelles Gefühlsleben. So wie mein Gegenüber auch.

Ich habe also keinen blassen Schimmer davon, was dieser Mensch durchmacht. Solange, bis er es mir erklärt und ich zumindest ein grobes Verständnis dazu habe.

Ähnliches Prinzip, anderes Thema. Wenn eine schüchterne Frau mir erzählt, dass sie sich nicht traut mit einem Kollegen oder einer Kollegin über ein Problem zu sprechen, weil sie dann ins Stottern gerät oder sie Schweißausbrüche erlebt oder ähnliches, dann kann ich mir das wiederum vorstellen (weil man Menschen schon so erlebt hat), aber nicht nachvollziehen. Ich bin ein direkter Mensch, ich hab keine Angst vor anderen Leuten, also kann ich das zwar faktisch erfassen, was sie mir sagt, aber nicht emotional nachvollziehen. Ich kann es aber selbstverständlich akzeptieren, wenn sie mir das erklärt.

Eins noch. Wenn ein mir bekannter Mensch, fachlich kompetent und erfahren, erklärt, dass er in Gehaltsverhandlungen nicht in der Lage ist, sich entsprechend zu verkaufen, weil er meint, dass diese Fähigkeiten und Kenntnisse nicht ausreichend gut sind, dann kann ich das nicht verstehen. Ich bin auch hier anders. Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann. Und ich fordere Gegenleistung für meinen Einsatz. Aber ich kann akzeptieren, dass dem Menschen die Situation der Gehaltsverhandlung unter Druck setzt und er deswegen nicht mehr in der Lage ist, sich entsprechend darzustellen. Nachvollziehen werde ich das aber nie können, denn ich fühle einfach nicht so.

 

 

Ich spare mir mal weitere Beispiele, denn ich glaube, man versteht worauf ich hinaus will:
Menschen können im Grunde Situationen nachvollziehen. Allerdings nur bedingt. Es wird umso schwerer, je weiter wir uns von den dazugehörigen Situationsvariablen entfernen.  Also wenn wir uns stark vom Erzählenden unterscheiden. Sei es in Charakter oder in unseren Werten.  Aber in den eben genannten Fällen werden die meisten Menschen sagen “Selbstverständlich ist das zu akzeptieren“, manche werden sagen “Ist doch nachvollziehbar“, weil es ihnen vielleicht auch so geht. Aber so oder so, man wird üblicherweise dem Erzähler seine Wahrnehmung nicht klein reden oder sogar lächerlich machen. Jeder von uns kennt solche Situationen, hat sie entweder bei anderen Menschen im eigenen Umfeld wahrgenommen oder bei sich selbst. Man sieht noch die Farbe, auch wenn vielleicht die ein oder andere schon fehlt, weil man sie nie kannte.

 

Wenn es zu feministischen Diskussionen kommt, läuft das plötzlich anders. Dann ist plötzlich alles Grau oder Schwarz, aber keinesfalls mehr farbig und bunt. Dann ist schluss mit lustig aka sich in den anderen reinfühlen. Für Diskussionen über Rassismus oder Homosexualität gilt das übrigens auch. Je nachdem, wen man vor sich hat, regiert plötzlich nicht mehr Empathie und Mitgefühl, sondern Angst vor was-auch-immer-für-einem-gearteten Verlust.

Kontrolle, Privilegien und/oder (sich ggfs. daraus ergebende) Macht sind starke Werte für so manchen Menschen. Jemand, der so fest an diesen Dingen hängt, hat vermutlich Angst, ohne diese nichts mehr wert zu sein. Mal unabhängig davon, dass sich für mich der Wert eines Menschen nicht berechnen lässt, ist es in unserer Gesellschaft leider dennoch so, dass Menschen unterschiedlich „bewertet“ werden.  Wer Geld und (dadurch) Macht hat, ist was wert. Wer einen gewissen Verstand (Bildungsstand) hat, ist was wert. Wer im Gegenzug dazu ein ehrliches Leben lebt, der bleibt dumm und auf der Strecke. Wer nicht betrügt, blendet und Spielchen spielt, bleibt zurück. Wer nicht der sogenannten Norm entspricht, bleibt draußen. So einfach.

 

Verständnishorizont - http://astefanowitsch.tumblr.com/

 

 

So einfach? Ich glaube nicht.
Die Menge der Menschen, die inzwischen verstanden haben, dass das nicht der richtige Weg ist, wächst. Zum Glück. Aber immer wieder trifft man auf die, die einfach nicht anders denken wollen. Weil sie von der Angst regiert werden, dass sie Dinge verlieren, wenn andere mehr kriegen.

Neulich sagte mir ein Bekannter folgendes:  ”Wenn Frauen mehr Geld (für den gleichen Job natürlich) bekommen, wie ich als Mann, dann nimmt man mir ja was weg“. Außerdem kam im gleichen Gespräch auch “Ich will nicht, dass eine Frau mein Auto repariert” vor. Ich fragte nach, versuchte zu verstehen, was diese Person, die sonst so klug ist, dazu bringt etwas in sich so Dummes zu sagen. Aber außer den extrem konservativen Werten, die dieser Mensch hat, und dem dazugehörigen Frauenbild, kam sonst nicht viel an Argumenten rum. Bis dann plötzlich noch dieses kam: “Man muss nicht immer alles logisch argumentieren“. Und das sagte mir natürlich, dass hier rein emotional und mit Angst “gedacht” war. Nicht mit sachlichen oder faktischen Argumenten. Und da lässt sich natürlich nicht viel argumentieren. Und das ist die Krux an der Sache. Vermeintlich sachliche Diskussionen sind es nicht immer, aber man erkennt es auch nicht immer sofort.

 

Warum kann man(n) also in einer Diskussion um Frauen und deren Wahrnehmung in der von Männern dominierten Welt nicht auch einfach erst mal annehmen, was sie sagt? Warum wird hier abgewunken und mit einer “ach jetzt übertreib mal nicht” oder “stell dich nicht so an” Mentalität gesprochen? Und das ironischerweise ja nicht nur von Männern. Auch Frauen reagieren so auf Frauen und ihre Wahrnehmung. Es mag hier viele Antworten geben, aber ich hab sehe hier folgende Punkte, die mir besonders aufgefallen sind.

 

    1. Männer fühlen sich “erwischt”.
      Die typische Reaktion ist Abwehr. Die noch nicht ganz so häufige ist, drüber nachdenken und das Verhalten zu korrigieren.
    2. Männer haben Angst, dass Frauen etwas wollen (und kriegen), was ihnen zusteht.
      Die typische Reaktion ist…siehe 1.
    3. Frauen erleben einen “Aha-Moment” und erinnern sich an selbst Erlebtes, fühlen sich plötzlich schwach und verletzlich.
      Eine typische Reaktion darauf ist, ja Sie ahnten es schon, Abwehr. Die zweite, nicht ganz so seltene Reaktion ist Solidarität.
    4. Frauen, die das Glück haben selbstbewusst zu sein oder ggfs. in ihrem Umfeld Förderer und Gönner zu haben, die also effektiv nicht solche Erfahrungen haben, fühlen sich von diesen “schwächeren” Frauen angegriffen, beneidet oder als Konkurrenz betrachtet.
      Die typische Reaktion, ja auch hier, ist Abwehr. Die auch leider eher untypische ist Verständnis oder Solidarität.

 

Das sind nur meine persönlichen Wahrnehmungen, die ich hier beschreibe. Aber mir zeigen die vielen Diskussionen mit anderen Menschen, dass ich damit nicht ganz alleine bin. Bisher hab ich aber leider noch keinen Weg gefunden, um aus dieser Abwehrhaltung wengistens ein “ich seh die Farbe nicht, aber ich kann akzeptieren, dass du sie siehst” zu machen. Aber ich bleibe dran, denn ich bin überzeugt davon, dass auch “Farbblinde” im Grunde ihres Herzens Farbe wollen. Mensch kann damit anfangen zu akzeptieren, dass es Farbe (Wahrnehmungen anderer Menschen, die ich nicht habe) gibt. Damit wäre schon vielen Gutes getan. <3

 

 Zitat aus “Bärenbrüder”: ”Siehst du schwarz-weiss oder in Farbe?”

 

 

So schade Herr Olm, so schade

 

Mein allerbester Lieblingsadmin und -freund (@largewhiteguy auf Twitter) hat mir zum Geburtstag eine Freude gemacht und mir Karten für Hans Werner Olms Vorstellung in Frankfurt, in der Käs,  geschenkt. Der Titel der Vorstellung lautet “Mir nach, ich folge!“. Vorab sei schon mal gesagt, wir sind nicht gefolgt – wir (also ich) wären eigentlich sogar fast lieber gegangen. Aber bezahlt ist bezahlt und so haben wir uns das doch komplett angetan.

 

Ticket Olm

Ich sollte vorab erklären dass ich bisher noch nie bei ihm in einer Show war. Daher war mir nur ein Teil seines Programms, seiner Palette bekannt. Unter anderem aber z.B. das Stück mit dem BMW, was mich mal vor Lachen heulen ließ, weil es leider in der Tat den Klischee-Pott-Typen auf die Schippe nimmt. Und glaubt mir, ich weiß wovon er da spricht. Ich bin ein Dortmunder Kind. Guckt mal kurz rein, damit ihr wisst, was ich meine. Bis dahin fand ich das also soweit witzig.

Auch die Figur der “Luise Koschinsky” ist einigermaßen bekannt, die quasi das weibliche Pendant zu dem Prollo-Typen ist. Das war zwar noch nie so richtig mein Fall, aber nun ja…Geschmäcker sind ja bekanntlich (und zum Glück) verschieden. Damit ihr auch hier wisst, wer das sein soll – klickt hier oder hier.

 

Beide Rollen spielen natürlich mit dem übertriebenen Klischee vom Menschen im Ruhrgebiet (Ruhrpott -> Pott).
Die Sprache ist derb und laut, mitunter fäkal. Auf jeden Fall unterste Schiene. Die Posen sind raumeinnehmend und strotzen vor Testosteron oder Östrogen. Aber damit parodieren sie immer noch das Klischee. Und deswegen konnte ich das so “nehmen”.

H.W. Olm, Frankfurt

 

Gestern war anders. Oder auch nicht, kommt drauf an, wie man es sieht.

Die Sprache war immer noch fäkal, aber es gab keine Parodie, die dazu passte. Seine Art lag irgendwo zwischen niveaulos und darunter. Es gab im ganzen Programm, immerhin über zwei Stunden, nur 3 oder 4 wirkliche Gags, die intelligent waren und den ganzen Raum mit Lachen füllten. Das meiste lag irgendwo zwischen “ficken, bumsen und blasen” und “fressen, scheißen und pissen”. Entschuldigt die Wortwahl, aber ich kann es sonst nicht anders deutlich machen. Es war einfach so extrem niveaulos.

Jetzt kann man ja sagen “ok, das ist halt Teil des Pakets”, akzeptiere das als Stilmittel. Aber dann müsste wenigstens der Rest gut sein. Also eine roter Faden durchs Programm gehen oder einigermaßen intelligente Pointen oder ähnliches. Aber nein, auch hier versagt der einst mit Preisen ausgezeichnete “Comedian”.

 

 

Nicht nur, dass Teile des Programms pointenlos verpufften, es wurde wenigstens ein Drittel der Vorstellung Text abgelesen. Und nein, ich hab nichts gegen lesen, wenn es ein Teil für einen Gag ist.
Anfangs las er zum Beispiel vor, weil es da um sein Buch ging. Das war ok, weil er sich darüber ausließ, dass ja jeder ein Buch schreiben kann, die sowieso alle jünger werden und überhaupt, da müsste er das auch mal machen.

Aber das war gefühlt auch die einzige Stelle, wo es passte. Die Texte, die sonst noch gelesen wurden, hätten wesentlich besser gewirkt, wenn er sie einfach vorgemacht hätte, so wie andere Künstler das auch machen können. Ich hab keine Ahnung, ob das Absicht war oder ggfs. seinem Alter geschuldet ist, aber es wirkte wie gewollt und nicht gekonnt.

 

Meine eigentliche Ablehnung zu gestern ergab sich aber aus seinem wilden Gebashe gegen Frauen. Nein, ich hab nichts dagegen,wenn man auch hier mit Klischees spielt und witzige Pointen rausarbeitet, aber Hr. Olm hat für mich noch nicht mal das minimalste Gefühl von Versuch dazu durchscheinen lassen. Es ging einfach nur flach gegen jede Art von Frau. Also Ehefrau, vorzugsweise hässliche Ehefrau, fette Frauen, Muttis, “Grüne” Muttis, Lesben und muslimische Frauen.

Er zog doch auch über Männer her” werden jetzt vielleicht einige sagen, die das Programm gesehen haben. Aber ist irgendjemandem aufgefallen, dass er Männer trotz ihrer von ihm benannten Makel als die “Alphas” bezeichnete? Männer, die sich pflegen, die sich kümmern und sich gleichberechtigt gegenüber Frauen verhalten als Memmen darstellte? Aus seiner Sicht der Mann sozusagen domestiziert wurde, obwohl er doch eigentlich der sein sollte, der der Frau sagt, wo es lang geht und ihr ggfs. sogar mal Angst einjagen dürfte? [Das mit dem Angst einjagen kam wirklich vor, ich weiß nur leider den Wortlaut nicht mehr. Es hat mich aber kurz innerlich zucken lassen.]

Den Mann stellte er bei aller vermeintlicher Kritik immer in all seiner unvollendeten Herrlichkeit dar, klar. Er ist ja einer. Und er will einer bleiben. Hat er ganz deutlich gemacht. Er macht das ja nicht mit. Ja was eigentlich? Den sozialen Wandel?

 

Man hat gemerkt, dass er es nicht geschafft hat im Heute anzukommen.
Die eine Hälfte, vornehmlich älteres Kaliber, lachte und johlte bei Witzen über Schwule und Lesben, Muslime und deren verschleierte Frauen. Mir wurde ja innerlich echt übel bei so mancher Tirade. Und mit mir  auch meinem Freund und ca. der Hälfte des Saals. Der Applaus war dünn, die Lacher schwach. Nur die ewig Gestrigen hatten “Spässken” und konnten sich auf die Oberschenkel schlagen. Ich bekam sogar sowas wie Mitleid, als er seine, für mich sehr verbittert klingende, Ode an den Mann zum Besten gab. Ich hatte spontan das Gefühl, dass er schlechte Dinge erlebt hat, die ihn so reden ließen.

Tatsache war auf jeden Fall, dass mir das zu sehr offen gegen Frauen war, zu sehr für den ach-so-tollen Mann und zu wenig Intelligenz bei all dem. Dabei kann er parodieren, er kann singen, er kann reden. Wo ist gestern das ganze Talent geblieben? Schwache Vorstellung.

 

Schade Herr Olm, so schade.
(Zitat aus seinem Programm: “Das find ich ja schade, so schade”)

 

 

 

FF0713 – Minimalrant

 

Ich musste mich kurz mal über unfaires Verhalten auskotzen. Danke für’s Zuhören.

 

Zitat aus “Der letzte Countdown”: “Hier stimmt doch was nicht! Was seid Ihr für Burschen?”

 

FF0613 – Gewalt

 

Dieser Podcast ist kein wirklich schöner. Es geht um Gewalt und was sie mit einem macht. Er ist spontan entstanden, nachdem ich mir dieses kurze Video mit Patrick Stewart angesehen habe.

 

Zitat aus “Daredevil”: 
“Gerechtigkeit ist keine Sünde, Pater.” – “Nein, aber Rache schon. Man sieht es jeden Tag auf der Straße, Gewalt führt zu noch mehr Gewalt.”

 

FF0513 – Chancen

 

Im aktuellen Podcast geht es zum Einen um eine IT-Schulung, die ich wiederholt habe,  zum Anderen um eine Chance, die sich dadurch ergeben hat. Aber hört einfach selbst.

Wen die Themen ITIL und Prince2 interessieren, der kann auf die Links klicken und sich schlau machen.

 

Zitat aus “Blue Velvet”: ”Es gibt manchmal die Chance im Leben, wirklich was zu lernen und zu erfahren.

 

FF0413 – Meinungswandel

 

Dieser Podcast hat mal wieder etwas mehr Text dazu verdient. Und danken für diesen könnt ihr auf Twitter der @felis_blue, denn durch sie bin ich noch mal animiert worden, ihn etwas vorzuziehen.
Das Thema sollte eigentlich zu einem anderen Podcast dazu, der sich um das Buch “Deutschland Schwarz/Weiß” von Noah Sow drehen wird. Aber ich fand es jetzt doch wichtiger, das vorzuziehen. Das möchte ich demnächst noch mal detailliert besprechen, aber ich möchte euch das Buch jetzt schon ans Herz legen, weil es bei mir so ein enormer Augenöffner war.

 

Dann gibt es hier noch mal die Verlinkung auf den vorherigen Podacst, wegen der Jobgeschichte. Vollständigkeit und so. :)

Und unter dem #pbtwup4 in Twitter könnt ihr noch einiges an dummen/lustigen/flachen Tweets finden, hiihihi. :D

 

Und nun zum eigentlichen Thema.
Als erstes die Verlinkung zum Podcast zum Thema “Aufschrei” noch mal. Dazu auch noch mal den Text von Antje Schrupp, für den ich dann Feedback bekam, was mir geholfen hat, das besser zu verstehen. Denn ich verstand erst mal falsch.
Hierbei sei auch der @endolex noch mal genannt, der auch schönes Feedback gegeben hat. Danke sehr an dieser Stelle.

Außerdem noch der Artikel zu der Werbung “Black & White”, die mich so irritiert hat.

 

So, das war es erst mal. Viel Spaß beim Zuhören.

 

Zitat aus “Cars”: ”Ich hab meine Meinung geändert bekommen”

 

 

 

FF0313 – Aufwärts

 

Es geht diesmal hauptsächlich um mein Vorstellungsgespräch in der letzten Woche und darum, dass es mir wieder besser geht. Alles in Allem geht’s halt aufwärts. :)

Ein Update braucht ihr aber. Den Podcast habe ich am Montag aufgenommen, aber heute (Dienstag) kam noch ein Anruf der Firma rein. Die möchten gerne noch einen Nachfolgetermin mit mir haben, um weitere Details zu klären. Der wird am Donnerstag sein, daher wird das in den nächsten Podcast mit einfließen. Scheint also zumindest nicht sofort eine Absage zu geben.

 

Zitat aus “Absolute Power”: ”Sind Sie fertig mit Ihrem Einstellungsgespräch?”

 

FF0213 – Aufschreien oder niederschreien?

 

Das Thema Feminismus im Netz ist wirklich ein sehr polarisierendes Thema. Ich will hier gar nicht so viel schreiben, aber euch die Links an die Hand geben, um die es im Podcast geht.

Auf Twitter sucht ihr einfach nach #aufschrei und dann findet ihr extrem viele Beschreibungen von Dingen, die z.T. mehr als abstoßend sind. Und darüber muss gesprochen werden. Aber irgendwie anders als bisher. Finde ich zumindest.

Und hier findet ihr nun zuerst den Artikel über Brüderle, der hier nur ein Artikel über den Artikel ist. :-P Das Original hab ich jetzt nicht direkt gefunden (hab aber auch nicht übermäßig lang gesucht).

Außerdem der Artikel von Antje Schrupp, “Ich bin kein Sexist” – so what? In dem kommt das mit den Keksen für Männer vor, was ich ehrlich gesagt ziemlich arrogant finde, aber das ist ja nur meine Meinung.

Und dann noch Der Artikel von Mutti. Gefiel mir außerordentlich gut, weil einfach mal jemand sagt, dass Frauen sich auch wehren müssen. Das gehört einfach mit dazu.

 

Zitat aus “10 Dinge, die ich an dir hasse”:
“Wenn ich meine Meinung äußere ist das kein terroristischer Akt.”

 

 

Growth – Change – Loss – Pain

Growth

 

Zitat aus “Carlito’s Way”: ”Hier kommt der Schmerz”

FF0113 – Weiter gehts

 

Ich hab mir einen Jahresrüblick auf 2012 geschenkt, denn ihr könnt am besten einfach selbst nachhören, was war. Sonst rede ich mir wieder nen Wolf und das will ja keiner. :-)

 

Zitat aus “Das Jahr der ersten Küsse”: ”Neues Jahr, gleiche Scheisse!”