Ja ja…so ein Job als Bischöfin ist schon anstrengend.
Dauernd das Gejammer der Herren, dass man eine Frau auf den Posten gehoben hat. Dauernd die Zweifler unter den Schäfchen. Da muss man sich schon mal ab und an einen hinter die Binde kippen. Anders hält man das ja nicht aus.

Quelle: www.welt.de
Nun mal ernsthaft.
Ist es ok, dass eine Person die so in der Öffentlichkeit steht, und dann auch noch die oberste Schäfchenführerin der evangelischen Kirche ist, sich einen fröhlich kippt und dann noch Auto fährt? Nö – natürlich nicht.
Aber sie deswegen gleich zum Teufel jagen und so tun, als ob sie der Belzebub selbst ist? Hört doch auf!
Klar war das gefährlich. Nicht nur für sie selbst, aber sie ist letzlich auch nur ein Mensch, kriegt dafür unser Recht zu spüren und gut ist es. Es ist nichts weiter passiert. Und diese “aber wenn”-Fragen helfen keinem.
Vielleicht ist Hr. Westerwelle auch nicht ganz unglücklich, dass jemand anderes mal das schwarze Schaf ist.
Und es gibt mit Sicherheit noch etliche, die es super finden, dass Fr. Käßmann sich diesen bösen Fehltritt geleistet hat. Aber bei ihr ist nichts passiert, keiner musste dafür zahlen. Ganz im Gegenteil zu den anderen Fällen, bei denen Menschen leiden mussten und ggf. noch müssen. Sei es mit deren Seele oder auch nur mit deren Geld.
Zitat aus “Tank Girl”:
“Die Welt retten, aber erst saufen.”
Tags: Kirche, Kritik, mieser Tag, Religion

24. Februar 2010 um 08:21
Ich finde schon, das diese Promillefahrt ein Unding ist. Aber ich finde es bei Herrn Müllermeierfranz von nebenan genauso schlimm. Niemand sollte wenn man getankt hat (und dann in diesem besonderen Fall noch richtig ordentlich) Autofahren.
Über die Entgleisungen der katholischen Kirche zum Beispiel wird sich derzeit ja leider kaum noch aufgeregt. Es geht als “normal” durch und ist den Medien keine großen Schlagzeilen mehr wert.
Und unseren Politikern sollte man klar auch immer genauer auf die Finger gucken…
24. Februar 2010 um 09:48
Ups, hat das Sommerloch schon angefangen? Darauf trink ich einen!
Aber im Ernst: Alkohol und Fahren passt halt nicht zusammen – egal wer und wo!
Früher sind die Väter auch noch zu Fuß von der Kneipe nach Hause gekommen, wir mussten die doch immer abholen…
24. Februar 2010 um 11:35
Der “Mensch Käßmann” wird dadurch nur mehr hervorgehoben – urteilen möchte ich über die Privatperson Käßmann nicht, ich finde die Dame nach wie vor sehr sympathisch.
Die Würdenträgerin Käßmann allerdings ist doch nun schwer angeschlagen. Den Zeigefinger der Moral schwingen und selber dann einen Zwitschern – auch noch in der Fastenzeit, die die Kirche ja nachwievor hoch hält?
Man möge sich sein Urteil bilden – ich kann und will das nicht. Denn auch ich bin jemand, der nie den ersten Stein werfen dürfte.
25. Februar 2010 um 17:44
Ich finde auch, dass sowas nicht ok ist. Ganz klar. Das ist nichts, was man sich als Vorbild nehmen sollte. Aber dennoch bin ich der Meinung, dass man hier auch hätte gnädig sein können.
Schade, dass sie zurückgetreten ist.