FF01 – Sexistische Kackscheiße

 

Die erste Folge dieses Jahres ist schon ein kleines Highlight, denn ich habe mit dem Tackleman, wie schon angekündigt, eine Gemeinschaftsproduktion gemacht. Thema ist klar, es geht um sexistische Kackscheiße. :-)

 

Der Begriff „Feminazis“ ist Absicht und stellt keine absichtliche Beleidung dar, sondern ausschließlich die aus unserer Sicht äußerst bedenkliche und nicht unbedingt „gesunde“ Haltung zum Thema Feminismus, Sprache und Männer. Damit sind keine speziellen Frauen in Person gemeint, sondern alle die, die so denken.

 

Hört euch den Podcast an, die benannten Links sind die folgenden:

Freiwild
(Hier muss ich noch mal korrigieren, denn die Produkte haben jeweils den Zusatz „Freiwild“ bei der Frau und „Kitz“ bei dem Bambi. Und daher kam auch das „sexistische Kackscheiße“ vermutlich, weil man als Frau so unheimlich gerne als Freiwild bezeichnet wird.)

Hackerbrause

Nrrrdz

Sarah Hockemeier

Beauty-Queen in USA

Check24.de Werbung alt (das hatte ich selbst in meinem Blog schon mal kommentiert) und neu

Der 7. Sinn Wunderbar, danke Tackleman. :-)

 

Zitat aus „Trainspotting“:
„Diane hatte recht, die Zeiten hatten sich geändert. Die Musik hatte sich geändert, die Drogen hatten sich geändert, sogar die Männer und Frauen hatten sich geändert. In tausend Jahren gibt es keine Männer und Frauen mehr, sondern bloß noch Wichser – und ich finde das super…“

 

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21 Kommentare

  1. Tim
    8. Januar 2012
    Antworten

    Hmmmmmmmm, kann dem feinen Herrn oft nicht folgen. Ziemlich schwurbelig.

  2. Rooby
    8. Januar 2012
    Antworten

    @Tim: wie schade, aber ich hoffe, dass du ein paar der Argumente nachvollziehen konntest.

  3. 9. Januar 2012
    Antworten

    Nette Idee mit der Kooperation, finde ich durchaus nicht verkehrt und bringt ne schöne „bunte“ Abwechslung rein. Ich kann auch nicht ganz nachvollziehen was Tim hier meint. Konnte euch beiden recht gut folgen.

    So langer Podcast, lange Antwort :)

    Zunächst zum Thema:
    Mir kam gerade nur mal so die Idee dass man doch im Prinzip auch jede Werbung die mit „Sex sells“ daher kommt als männerfeindlich interpretieren könnte. Im Prinzip wird doch jeder Mann der ein entsprechend beworbenes Produkt kauft am Ende noch darauf reduziert, dass er nur schwanzgesteuert gedacht hat – wenn man denn dem Feminazi getreuen Motto mal als Männersicht folgen möchte. So z.B. auch diese „Spendierhösschen“ Werbung. Klar erst mal haben wir da den Mann der die Kohle anschleppt und sie muss nur sexy aussehen. Im Gegenzug kann man aber auch sagen „ist die aber schlau das sie den notgeilen Affen und seine Kohle einfach nur ausnutzt und alles was sie dafür machen muss ist, sich knappe Klamotten anziehen“. Das ist natürlich nicht das Frauenbild das einem normal denkenden Menschen gefallen kann, aber letztendlich kann man viele Geschichten eben von zwei Seiten betrachten. Insofern finde ich es hier nicht unbedingt so angebracht sich wirklich groß drüber aufzuregen @Rooby. Natürlich mir schon das man diese Werbung eher als Negativbeispiel in punkto Frauendarstellung sehen kann, aber der Spieß kann hier halt auch einfach gedreht werden. Ja gut dann sind wir schnell bei dem Punkt das er ein geiler Hecht ist und sie ne Schlampe.

    Was ich damit sagen will: Oftmals kommt es doch auf stark auf einen selbst an wie man etwas betrachtet und auch wie man etwas betrachten will. Wenn man halt selber ein recht eingeschränktes/engstirniges Weltbild im Kopf hat, neigt man eben auch dazu alles Möglich was nicht ins Schema passt extrem zu bewerten. Das zeigt sich ja auch in dem, hier im Podcast schon häufiger von Rooby angeführtes Beispiel, des Frauennetzwerks. In erster Linie ist es ja schon mal unschön das es so was überhaupt geben muss, weil wir noch nicht weit genug sind als das Frauen&Männer im Berufsleben auch wirklich immer gleichgestellt sind. Aber der Punkt dass hier die eine oder andere nicht verstehen kann das auch Männer mit einbezogen werden sollten ist hier auch nur die halbe Wahrheit. Denn warum heißt es denn überhaupt schon Frauennetzwerk? Warum nicht gleich „Arbeitsplatz Verbesserungsnetzwerk“ oder etwas in der Art? Gut ich weiß nicht worum es noch so alles bei diesem Netzwerk geht, aber die Ausrichtung an sich bzw. wie es hier bisher dargestellt wurde unterstützt ja schon per se Gedanken die eben in die falsche Richtung gehen wie ich finde. Womit ich nicht sagen will, dass es keine Unterschiede mehr zwischen Männern und Frauen im Berufsleben gibt. Aber wenn man einerseits sagt (mal überspitzt formuliert) „Wir Frauen rotten uns zusammen um unsere Situation zu verbessern und wenn wir ne Idee haben können die Männer gerne mit diskutieren“, da sehe ich an der Basis schon wieder ein gewisses Problem dass sich eine Gruppe und sie es nur durch die Namensgebung in eine gewisse Position drängt und bestimmte Mutmaßungen provoziert.

    Weiterhin möchte ich an der Stelle noch an eine wunderbare Episode aus der Serie Becker erinnern, wo der ewig schlecht gelaunte Doc als Rassist dargestellt wird. Das Ende vom Lied ist dann quasi das er nur so gesehen bzw. bezeichnet wird, weil derjenige der ihn beschuldigt hat eben selber seine Welt rassistisch eingeteilt hat und daher in allem und jedem eben rassistische Tendenzen gesehen hat. Das lässt sich auch ohne weiteres auf Feminismus übertragen. Denn nur weil man selber so unbedingt Unterschiede macht, Frauen&Männer in bestimmte Rollen gequetscht sehen will, engagiert man sich da sonst wie und stilisierte irgendwelche Sachen hoch zu etwas, dass sie gar nicht sind.

    Damit will ich nicht sagen das es nun allgemein nicht nötig wäre für mehr Gleichberechtigung zu sorgen, keineswegs. Aber eben wenn dann auch bitte Gleichberechtigung und nicht das die aktuell hier und da gegebene Vormachtstellung der Männer untergraben wird und die Frauen eine Vormachtstellung bekommen. Dann können wir uns in 100 Jahren wieder zusammensetzen und die Männer hocken da und lesen „Peter – das politische Magazin für Männern“ von Albert Schwarzer und hätten gerne wieder mehr Rechte ;)

    Die weiteren Punkte kann man dann an sich schon unterschreiben. Kinder und insbesondere Mädchen sollten schon von ihren Eltern auf den vorherrschenden Schönheitswahn vorbereitet werden damit nicht solche Barbies/Tiffchen wie hier aufgezeigt dabei rauskommen. Wenn jemand Rosa toll findet ok, wenn jemand auch noch meint sich ständig unter den Assi-Toaster legen zu müssen bitte. Aber wenn das Gesamtbild dann nur noch in die Richtung geht irgendwelche Stars (oder C-Promis, denn die Tante hat was von ner jungen Katzenberger) zu kopieren und einem Idealbild zu entsprechend das durch Photoshop erzeugt wurde, dann läuft da was falsch. Zumal diese Mädels dann ja auch gerne meinen sie könnten durch ne Brust-Op im TV übertragen zu großem Ruhm gelangen weil ja auch jede Playboy Bunny werden kann. Leider gibt es dann auch noch genügend Eltern die das unterstützen, oder eben nicht früh genug erkennen wohin es geht. Und im TV kommen dann immer mehr Reality Doku Klamotten die auch noch zeigen das man mit (vermeintlich) wenig Hirn und Botox Millionen scheffeln kann. Zur Not halt noch ein schummriges Privat-Porno Filmchen, spätestens dann klappt es aber auch. Aber auch da gibt es wieder den Punkt das es grob gesehen zu jeder dieser Tussies die wirklich so ihre Kohle verdienen ja auch die Leute geben muss, die ihnen die Kohle geben. Ob das nun Medienanstalten oder „Gönner“ a la Hugh Hefner sind. Dem Frauenbild tut das bestimmt nicht gut.

    Dann zum Podcast an sich denn ein wenig Kritik, muss ja auch mal sein ;):
    Es ist etwas viel Redundanz (@Robby gabs das Thema nicht schon mal? *g*) drin. Weil der/die (Feminazi ftw.) eine was gesagt hat und es dann direkt vom „Gegenüber“ wiederholt wird, auch noch mit recht ähnlichem Wortlaut. Insbesondere bei der Freiwild Klamotte ist dies der Fall.

    Das bringt mich dann auch zum nächsten Punkt:
    Habs nicht so mitbekommen, aber war das Ganze eine recht spontane Idee? Denn teilweise wirkt ihr etwas unvorbereitet/unstrukturiert was man ja auch insbesondere bei dem Hackerbrause Zeugs merkt. Sicherlich muss man nicht direkt die Formulierung “sexistische Kackscheiße” benutzen, aber letztendlich stellt ihr es ja erst mal so dar, als habe die Dame bei Hackbrausen nicht verstanden das es nur der Firmenname ist. Das wurde hier dann ja auch noch nachgereicht. Klar bleibt der Punkt erhalten das vernünftige Formulierungen gefordert werden und dann so über das Ziel hinausgeschossen wird, aber ihr erlaubt euch halt den Fehler hier zu uninformiert ran zu gehen. Noch dazu wo es bei Tackleman so klingt als habe er sich eingehender informiert.
    Das ihr dann später mal abschweift war durchaus ok/passend, nur kam mir persönlich auch etwas oft so eine Art „öhm Mist wollte ich drüber reden hab ich aber vergessen mir aufzuschreiben“. Klar kommt man im Gespräch halt schon mal auf Themen oder in Bereiche die man vorher noch nicht so geplant hatte, ist auch vollkommen ok. Nur hier wirkte es halt schon mal so als wäre der Plan vorhanden, aber die Stichpunkte dummerweise verschwunden.
    Und ein Bisschen an der lieben Technik schrauben müsst ihr auch noch meine ich. Denn den wehrten Herrn Tackleman kann man hier und da auch noch im Hintergrund hören wenn die gute Rooby loslegt ;)

    Schieben wir es einfach mal drauf das es die erste Folge dieser Art ist. Ansonsten passt schon und weiter so und danke für die unterhaltsame Stunde.

  4. 9. Januar 2012
    Antworten

    @Romconstruct vielen Dank für den langen, ausführlichen Kommentar.
    Sämtliche meiner Podcasts finden immer „spontan“ statt, weil einem so viel mehr Dinge zufällig einfallen, als wenn man sich an einem Konstrukt entlanghangelt. Zumal das auch eher rausreißt, wenn man auf Notizen schaut.
    Prinzipiell waren wir insofern vorbereitet, da wir das Gespräch bereits schon geführt hatten, aber wegen technischer Schwierigkeiten nochmal aufnehmen mussten. Dies unterstützt wohl auch etwas die „Redundanz“ weil wir beide eben immer im Hinterkopf hatten „hab ich alles schonmal erzählt“

    Die Rückkopplung lag leider am Kopfhörer von @rooby, der wohl zu laut war, aber ich habe mir größte Mühe gegeben möglichst alle Rückkopplungen auszumerzen.

  5. 9. Januar 2012
    Antworten

    Hallo!
    Ein interessanter Podcast, es hat Spaß gemacht zuzuhören…

    Eine Anmerkung zu den Klischees, Rollenbildern etc. Sie haben eine durchaus wichtige Aufgabe: Sie „erklären“ einem so Welt. Auf eine unkomplizierte, weil vereinfachende Art und Weise. Das darf nicht unterschätzt werden, gerade in einer immer komplizierter werdenden Welt…

  6. 9. Januar 2012
    Antworten

    @Marc: ich wollte eigentlich noch sagen, dass Muster (und was anderes sind Klischees ja auch nicht) zum Überleben dazu gehören. Muster sind in der Tat gut für den Menschen gewesen, um zu erkennen, was ok ist und was nicht. Aber heute muss man sich natürlich auch mal die Mühe machen HINTER die Muster zu gucken. Wir wissen heute, dass wir danach reagieren, also kann man sich dessen auch einfach mal bewusst werden und bewusst nachdenken.
    Wir denken alle in Klischees, Mustern oder Vorurteilen. Das ist nicht schlimm. Schlimm ist, daran festzuhalten und sich nicht gedanklich zu bewegen.

  7. 9. Januar 2012
    Antworten

    @Romconstruct: Also, nicht eine ganz so lange Antwort von mir, aber danke sehr für die vielen Worte. Ich freu mich, dass es so viel Gedanken dazu gibt.
    1.Technisch ist noch einiges zu tun, ich hab leider ein etwas unpassendes Headset, aber das wird sich auch bald geben.
    2. Ich bin redundant, ja leider. Und ich wiederhole mich oft. :-P
    3. Du hast mit der Auslegungssache absolut recht. Und auch mit dem „wie ich selbst denke, so projeziere ich es auf andere“. Das passiert uns im Prinzip fast allen. Aber es gibt auch Menschen, die irgendwann gelernt haben, dass der erste Impuls nicht immer der richtige ist. Und die es schaffen, hinter die Muster zu gucken (siehe Kommentar an Marc). Ich versuche das, immer wieder. Es klappt nicht immer, denn wenn die Emotionen angesprochen werden, was z.B. im Fall deser von mir genannten Werbung so ist, dann reagiert nicht der Kopf, sondern der Bauch. Und dann ärgert man sich und sieht die andere Sicht nicht.
    4. Das „Frauennetzwerk“ heißt nicht Frauennetzwerk bei uns. Es heißt „WoMen-Network“ – also eine Kombi aus Frau UND Mann, was man am großen M erkennen kann, und worauf viele unserer Männer sehr positiv reagiert haben.
    Aber natürlich ist es schon wichtig, dass man deutlich macht, dass es um die Stellung der Frau in der Gesellschaft geht, denn obwohl man es als junger Mensch nicht ganz so sieht, ist die Frau in vielen Belangen eben NICHT gleichgestellt bzw. wird gleich betrachtet.
    Es gibt Sätze in unserer Firma wie „ich will keine Frau im Team haben“ oder auch noch blöder „ich will keine Frauen als Chef haben – wenn die Fr. Soundso kommt, dann kündige ich“. Gabs schon, ist übel und muss irgendwie „behandelt“ werden.
    Männer sehen oft Negatives in Frauen (in der Arbeitswelt) und verhalten sich dann so. Oder Frauen werden, wenn sie in bestimmten, typisch männlichen, Domänen arbeiten, sexuell runtergemacht. Mit Griff an den Arsch oder die Brust. Kommt regelmäßig bei uns vor. Und das passiert, weil der Mann „Angst“ davor hat, dass er seinen angestammten Platz verlieren könnte.

    Ich könnte mich hier tot schreiben, ich höre jetzt aber auf. Das Problem ist da und muss bewusst betrachtet werden. Aber Frauen, die nur Anti sind, helfen nicht, sondern machen es für alle Frauen schwieriger, weil man(n) dann leider auch dazu neigt wieder alle in einen Topf zu werfen. Und schon sind wir wieder alles Emanzen. :-/

  8. 9. Januar 2012
    Antworten

    So kurz fassen ist nicht mein Stil ;D

    Danke für die Erklärung zum Netzwerk. Finde ich ja schon recht krass was du da über die Firma bzw. das Verhalten gegenüber Frauen berichtest. Das trifft bei uns eher auf den Vertrieb zu. Da muss man als ITler ja leider auch mal hin und Produkte vorstellen und die sind allesamt ziemliche Arschlöcher und das auch gegenüber ihren Kolleginnen. Zum Glück wissen die aber sich gut zur Wehr zu setzen indem sie die blöden sexistischen Sprüche kontern. Das ist glaube ich auch so ziemlich das Beste was Frau machen kann. Also zumindest wenn Männer blöde Sprüche bringen, einfach gar nicht die Heulsuse (um mal ein Bild zu bedienen) raushängen lassen a la „ich geh petzen“ sondern auch nen Spruch reindrücken. Funktioniert da zumindest super, sich einfach eher wie die Männer benehmen. Dann wird man (Frau *g*) auch viel eher akzeptiert. Ist halt auch so ein Punkt auf den viele Männer getrimmt sind, auch schon durch die Eltern. Wenn eine Frau anwesend ist, muss man sich benehmen darf keine blöden Witze mehr machen usw. Das ist schon ein ganz simpler Punkt, der aber ziemlich an der Arbeitsatmosphäre rütteln kann. Was völliger Quatsch ist. Also zumindest hier im Ruhrpott, aus den ländlichen Gebieten kenne ich das noch anders. Aber zumindest in den größeren Städten sieht es da schon ganz anders aus. Also bei uns kommen auch mal die Damen gerne rein und berichten das sie am Wochenende zu viel gesoffen haben, oder das sie eben beim Spiel (Fußball) waren. Da muss sich keiner zurücknehmen und ja wenn da mal wieder die Zalando Kartons in die Büros kommen, dann kann man auch über Klamotten reden, oder es wird mal berichtet was so gekocht wurde (lustiger Weise meist von den Männern…wir Programmierer kochen wohl gerne) etc. Es ist so grob alles auf einer Wellenlänge. Man(n) muss eben keine Angst haben sich was in der Arbeitswelt ändert nur weil Frauen da sind. Blöd ist es dann eben nur wenn da jemand dagegen steuert und das wäre z.B. eben auch eine Frau die sich drüber echauffiert weil da irgendwelche derben Witz gemacht werden. (nicht im Sinne von frauenfeindlich, sondern einfach so vom Klischeebild her eher Männerwitze)

    Um wieder auf das WoMen Netzwerk zu kommen, da stellt sich mir dennoch stellt sich mir aber die Frage ob man sich grundsätzlich nicht mit allen zusammensetzen sollte. Also nicht im Sinne von alle Mitarbeiter sondern eben alle Parteien. Denn letztendlich müssen ja auch die männlichen Kollegen mal angehalten werden denen auf die Finger zu schauen die sich daneben benehmen. Ok das mag schwer sein in so festgefahrenen Strukturen, aber so vom Grundsatz her fände ich es durchaus sinniger. Ist aber womöglich bei euch so nicht machbar.

    Und auch wenn du natürlich absolut Recht damit hast das man da nicht zu festgefahren seien darf, ich kann es durchaus gut nachvollziehen wenn da einige Mitglieder des Netzwerks arg störrisch sind bei solchen Verhältnissen. Da prägen sich ja sich halt sehr schnell Feindbilder, kein Wunder.

    Ich möchte auch mal behaupten das es nicht alles nur mit Angst zu tun hat. Also zumindest nicht mit der Angst davor den Platz an eine Frau zu verlieren. Es geht sicherlich um die Sicherung der eigenen Position keine Frage, aber die Sprüche oder auch Aktionen gegenüber männlicher Konkurrenz fallen einfach anders aus, weil Männer anders zu packen sind. Da treffen solche dämlichen Kommentare einfach gar nicht das Ziel, bei einer Frau kann man auf die Art womöglich viel eher was erreichen. Eben weil alles noch so geprägt ist wie im Mittelalter.

    Mit einem „die will ich nicht im Team, die gehört an den Herd“ bringt man(n) Frauen doch sofort auf die Palme und kann sehr einfach viel bezwecken ohne sich auch nur einen Meter um die fachliche Qualifikation oder so kümmern zu müssen. Das solche Sprüche asozial sind ist klar und das es auch Einige (oder zu viele) gibt die sie so meinen ist auch klar. Aber ich denke ebenso das es viele Frauen gibt die darauf auch zu einfach anspringen.

    Denn wir leben nun mal allgemein in einer Ellenbogen-Gesellschaft und man sucht sich halt den wunden Punkt raus, mit dem man den „Gegner“ am leichtesten beseitigen kann und wer das zulässt, der ist eben raus. Wenn die Frau sich aber über solche Sprüche hinwegsetzen kann, sprich sie nicht an sich ran lässt und dann eben mit ihrer Qualifikation die anderen überzeugt passt wieder alles. Und wenn dann einer meint gehen zu müssen, dann soll er doch.

    Ich denke aber auch es wird noch einige Generationen brauchen bis wir das so hinter uns bringen können.

    Btw:
    Ich habe ne Chefin ;D
    (die zwar keine Ahnung von nix hat, wie leider oft üblich in der Chefetage, aber das liegt halt nicht dran das sie ne Frau ist hehe…Sklavenhaltung vernebelt den Geist glaube ich)

    PS:
    Frag mal Tante Google nach solchen Frauen-Netzwerken. Da wird auch oft ein Bild propagiert… Ich darf mal zitieren: „Treffen Sie unsere Expertinnen bei prickelndem Prosecco und lecker-leichtem Fingerfood und erfahren Sie, wie Sie bei Ihren Mitarbeitern echte Begeisterung für gemeinsame Ziele wecken und so verborgene Energiereserven mobilisieren.“

    Muhahaha…also wenn ich schon prickelnder Prosecco (Alliterationen sind immer gut) lese kann ich das nicht Ernst nehmen. Da müsste man doch auch als Frau schon zu viel kriegen oder? :) Ok auch bei den restlichen Worten möchte ich kotzen, aber das ist echt so ein Klischee komm raus.

  9. 9. Januar 2012
    Antworten

    Sodele, dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu ;-) Zunächst mal – das ist gelungenes Experiment mit dem Crossover, das Format gefällt. Ich hatte ja mit den üblichen 20 Minuten gerechnet und musste das Anhören daher etwas verschieben, aber egal. Gerne mehr davon.

    Zum Thema an sich: Mir gehen die „Feminazis“ auch ziemlich auf die Nerven, da sie der Gleichbereichtigung nun wirklich eher einen Bärendienst erweisen als der eigentlich wichtigen und richtigen Sache dienlich zu sein (das gleiche gilt ebenso für die allgegenwärtige Political Correctness – ich arbeite für ein US-Unternehmen und bin da sozusagen extrem vorbelastet, was das angeht). Jeder sollte einfach mit allen Anderen respektvoll umgehen und jegliche Klischees oder Vorurteile aussen vor lassen, dann läufts auch rund – wir sind so ein gemischtes, über den Globus verteiltes Team, da verbietet sich das schon von selbst… auf der anderen Seite *gibt* es natürlich ziemliche Unterschiede in der Mentalität, an die man sich individuell erst mal gewöhnen muss – und das hat man sogar innerhalb einer ethnischen Gruppe, dass man jemanden vollkommen falsch einschätzt (mir wurde zum Beispiel mal nachgesagt, dass ich extrem jähzornig wirken kann wenn es eben nicht rund läuft, tss… aber da hilft es eben nur, das mal zu klären, warum das so ist und dass der gelegentliche „Biss in die Auslegware“ sozusagen einfach als Katalysator bei der Problemlösung dazugehört und in keinem Fall *gegen* irgendwen gerichtet ist – dann passts wieder).

    Werbung ohne Menschen – herrjeh, was für eine absurde Vorstellung ;-) Ich kann mir nicht vorstellen, dass das wirklich funktionieren könnte, und es muss ja auch nicht sein. Der Witz an Werbung die einen aufregt ist ja gerade, dass sie „hängenbleibt“ – das kann also durchaus beabsichtigt sein. Mich regt zum Beispiel auf, wenn ein Joghurt irgendetwas „activiert“ oder wenn ich irgendwo geholfen werde… was dann aber *immer* dazu führt, dass ich genau *diese* Produkte mit voller Absicht links liegen lasse (ich muss aber zugeben, dass ich Deutschlands meiste Kreditkarte benutze… einfach weil die bei meiner Bank Standard ist).
    Zum Aufhänger Freiwild: Das klingt irgendwie nicht unlecker, und ich finde auch, dass der Hackerbrause-Eintrag da weit übers Ziel hinausschiesst und da etwas gründlich missverstehen *will*, jedenfalls hinterlässt es bei mir diesen Eindruck. Genau diese Verbissenheit, die einem so auf den Wecker gehen kann.

    Klischees haben irgendwo immer auch einen wahren Kern, und es gibt wahrscheinlich kaum etwas, das es nicht gibt – die Seite von Sarah Hockemeier spricht ja Bände, und sie selbst findet das wahrscheinlich sogar toll, dass sie sich so präsentiert, auch wenn es uns noch so absurd erscheinen mag. Umgekehrt ginge es der Dame aber wahrscheinlich genauso, wenn sie mich in meinem klassichen „Hackeroutfit“ („Ich bin DBA und kein Anzugmodel“) herumlaufen sähe – also einfach jedem Tierchen sein Plaisierchen lassen, man muss es ja nicht mögen, aber man kann es auch einfach akzeptieren und darüberhinwegsehen, wenn es einem nicht gefällt.

    Schwierig an der ganzen Genderdiskussion ist tatsächlich, dass sie – soweit ich das mitbekomme – eben hauptsächlich an der feministischen „Front“ geführt wird und dass sich eben kaum jemand Gedanken darüber macht, was imzugedessen mit der Rolle des Mannes passiert ist. Darüberhinaus – das sprecht Ihr ja auch an – verhalten sich die emanzipierten Frauen eben ambivalent, und was am Ende dabei herauskommt ist, dass der Mann eben dann doch die Reifen am Auto wechselt, das Regal anbringt etc… – was mich nicht weiter stört (andererseits koche ich auch gern und – so wird behauptet – ziemlich gut und hätte kein Problem damit, das öfter mal zu übernehmen). So ein klein wenig „klassische Rollenverteilung“ schadet im gemeinsamen Alltag sicher nicht und tut der Gleichberechtigung keinen Abbruch, auch da muss jedes Paar für sich selbst herausfinden, was am besten funktioniert und womit sich beide – und das ist wohl die Crux – wohlfühlen. Eigentlich könnte das alles also ganz einfach sein, wenn man sich diesbezüglich einfach „zusammenrauft“ und vor allen Dingen darüber redet, anstatt stillschweigend von irgendwelchen wie auch immer gearteten Rollenklischees auszugehen – das kann nämlich heutzutage gar nicht mehr funktionieren (hmm… hat das eigentlich *jemals* funktioniert?). Ich hoffe mal, das war jetzt nicht zu sehr a,b,m,c,a…

    Zur Technik – ich habe es über die Anlage gehört und fand es klanglich jetzt gar nicht mal schlecht – wie habt Ihr es denn gemacht? Per Skype, und dann am Audio-Out (oder vorm Audio-Out) abgegriffen?

  10. 9. Januar 2012
    Antworten

    Ach ja – ich habe übrigens auch eine Chefin und nicht das geringste Problem damit, im Gegenteil.

  11. FH
    10. Januar 2012
    Antworten

    Dass Werbung mit Klischees arbeitet ist ja grundsätzlich nichts schlechtes, im Gegenteil. Werbung hat zumeist nur wenig Zeit (im Fernsehen 30 Sekunden, im Radio weniger, im Print sind es vielleicht 2-3), um die nötige Aufmerksamkeit zu erzeugen. Da erst eine Figur zu etablieren – „Das ist ein junger Bankmitarbeiter mit Schlips, aber der will Ihnen jetzt keine Finanzprodukte verkaufen, sondern der läuft jetzt nach Hause und ist ganz schön fertig und da kommt seine Tochter und dann muss er auch noch das Klo putzen und zwar mit DIESEM PRODUKT“ – dauert einfach zu lange und ist auch zu komplex für die meisten Leute, die Werbung eben nicht bewusst wahrnehmen.

    Klisscheebehaftet bedeutet ja auch nur flach (kein Wunder in der kurzen Zeit), aber weder mit einem negativen Wert belegt (wie zum Beispiel das Spendierhöschen), noch plump. Diesen schmalen Grat hinzubekommen ist nicht leicht.

    Abgesehen davon sind natürlich die lustigsten Werbefilmchen (oder Anzeigen) die, die mit diesen Klischees spielen – das funktioniert aber nur, wenn Autor, Regisseur und Schauspieler das hergeben (und natürlich das Produkt nicht superseriös ist) – da hat man dann die fiesen Rocker, die plötzlich tanzen oder möglicherweise auch den Banker, der sein Klo putzt. Das erzeugt im Idealfall den erwünschten Aha-Effekt, in den meisten Fällen funktioniert es jedoch nicht.

  12. GnafGnaf
    10. Januar 2012
    Antworten

    Alle schreiben hier so viel… Ich bin da anders. Wollte nur sagen, dass ich die Episode super interessant fand und hoffe das daraus ein eigenes kleines Format erwachsen wird. -> Mehr davon!

  13. 10. Januar 2012
    Antworten

    @GnafGnaf: Ich hab auf jeden Fall vor mehr davon zu haben, aber auch mit wechselnden „Kollegen“. Da wird auf jeden Fall was kommen…vesprochen. :-)

  14. 10. Januar 2012
    Antworten

    @FH: ich finde es selbst gar nicht unbedingt schlimm, wenn man mit Klischees arbeitet. Ich reagiere halt aber dummerweise auf manche Dinge, weil sie mich persönlich am meisten stören. Aber im Prinzip ist das schon ok, denn nur so funktioniert es eben auch.

  15. 10. Januar 2012
    Antworten

    @virtualmono: ich glaube, du hast das alles gut zusammengefasst. Mehr Toleranz für andere Menschen. Egal ob Mann/Frau, Europäer/Amerikaner, Weiß/Schwarz. Es geht immer nur darum zu akzeptieren, dass es „anderes“ gibt und dass es seine Vorteile mit sich bringt.
    Und schön, dass es dir gefallen hat. Wird mehr davon geben. :-)

  16. FH
    10. Januar 2012
    Antworten

    Naja, wichtig ist halt der Wert, der mit dem ganzen transportiert wird. Wenn die Werbung mehr oder weniger unterschwellig die steinzeitliche Rollenverteilung ausstrahlt – siehe Werbung mit dem verdienenden (!) Mann, der wegen seines Autos (!!) seine Frau nicht richtig aushalten (!!!) kann und als Moral von der Geschicht irgendwie auch noch Dessous ins Spiel gebracht werden (?), dann beleidigt das Frauen wie Männer gleichermaßen.

    Wie gesagt, Klischees bzw. Abziehbilder sind nicht per se schlecht, nur so lässt sich auf den Punkt und widerspruchsarm kommunizieren. Symbole auf Flughäfen zB funktionieren ja auch so: Frauen tragen Röcke und Zöpfe, siehe Kloschild.

    Ich habe eine gute Freundin, die – nicht blöd, im Gegenteil – immer, wenn sie mit Männern sprach, angefangen hat das Dummchen zu spielen. Wirklich nicht absichtlich, auch nicht billig, aber immer mit einer zarten Stimme, einem dazu passenden Blick, Körperhaltung etc. Das hat mich damals regelrecht beleidigt, ich fühlte mich falsch einsortiert. Ich mag sie, weil sie nett ist, nicht, weil sie sich regelrecht unterwirft. Wo wollte ich hin? Achso: das ist auch Sexismus, und zwar von einer lange erwachsenen Frau mit Hochschulabschluss. Es sind nicht nur die Teenager-Barbies, solch Schubladendenken ist weit verbreitet. Leider. Ich könnte drauf verzichten. Mag auch weder Fußball und Bier und muss mich dafür ständig rechtfertigen. ;)

  17. Schrankwand
    11. Januar 2012
    Antworten

    Ganz schwieriges Thema, zu dem ich, besonders im Netz, oft extreme Standpunkte wahrnehme. Umso angenehmer empfinde ich deshalb solche ausgewogeneren Versuche damit umzugehen.

    Den Hinweis, das Männer gerade auch ein gewisses Identitätsproblem haben, fand ich sehr gut. Das scheint mir ein sehr wichtiger Aspekt zu sein.

    Diese eher konfrontative Haltung von einigen Feministinnen finde ich auch extrem unproduktiv. Da bist du selbst als aufgeschlossener Mann in Diskussionen ganz schnell der Troll. Und solche Begriffe wie ’sexistische Kackscheiße‘ sind wahnsinnig selbstgerecht.

    Ich glaube, es wäre klug für die Bewegung, den Begriff Feminismus abzulegen und durch einen neutraleren zu ersetzen. Es ist zwar nur ein Wort, aber bei Diskreminierung geht es ja oft nur um Worte. Ich finde es absurd, das sich die Bewegung, der es um Gleichberechtigung geht, Feminismus nennt.

    Und ich denke auch, das man nicht alles immer so furchtbar ernst nhemen muss. Wenn man es genau nimmt, landet man irgendwann konsequenterweise dann wirklich in einer Welt, in der man gar nichts mehr darf.

    Diskreminierung ist in vielen Kontexten auch sehr wichtig und richtig. Und in vielen anderen es falsch. und dazwische. Gibt es viele Grautöne.

  18. 11. Januar 2012
    Antworten

    Eure Ausführungen zum Thema Gender fand ich sehr interessant. Vor allem, eure Unterhaltung über die Klischees, die jeder von uns über das eigene und das andere Geschlecht hat. Gerade aus meiner transidenten Sicht fand ich es sehr interessant zu hören, welche Meinungen ihr dazu habt.

    Beste Grüsse vom Bodensee,
    Michaela

  19. 13. Januar 2012
    Antworten

    @Schrankwand: bin ganz bei dir, die Wortwahl ist schwierig, aber viel schlimmer ist das z.T. gönnerhafte und arrogante Gehabe von manchen Frauen, die Männer eigentlich nur dulden, aber wofür Mann dann noch dankbar sein soll. Ätzend sowas.

  20. 13. Januar 2012
    Antworten

    @Michaela: jetzt würde mich ja interessieren, was du dazu sagst, eben genau wegen deines Hintergrunds, der dich das doch bestimmt noch mal anders sehen lässt. Oder?

  21. […] dem groß angekündigten Rant in der Gemeinschaftsarbeit mit @LinaMadita zur Sexistischen Kackscheiße, hier nun das Produktreview zu Freiwild. Nach dem groß angekündigten Rant in der […]

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