Sachlich diskriminierende Extrawurst

 

 

Der Tackleman und ich haben mal wieder geplaudert. War mal wieder an der Zeit. Aber erst muss ich doof rumlachen und schlechte Witze machen…hihih…hört es euch einfach an.

Thema ist u.a. das Gespräch zwischen dem Tackleman und einer Twittererin, in dem es um die Mitnahme eines Blindenhundes in ein Lebensmittelgeschäft ging.
Da hat wohl irgendjemand einer blinden Frau den Zugang des Hundes zum Geschäft verweigert und das haben die beiden diskutiert. Spannend dabei ist, WIE das diskutiert wird. Es geht gar nicht so sehr um den Inhalt der Diskussion, mehr um die verschiedenen Level – sachliches und emotionales. Dazu gibt es unsere Meinung.
Aber der Vollständigkeit halber gibt es auch noch eine Seite auf der steht, wie das wohl nicht geregelt ist mit dem Blindenhund.

An sich geht es nur um Kommunikation, die Art und Weise, wie Leute halt so reden. Und warum der Tackleman und ich damit so unserer Problemchen haben. :-)

 

Zitat aus “Vergiss mein nicht”: “Andauernd reden heißt noch lange nicht kommunizieren.”

 

5 Kommentare zu “Sachlich diskriminierende Extrawurst”

  1. Toothpick sagt:

    Man ihr pimmelt euch ja gegenseitig an ist ja kaum auszuhalten sich das anzuhören ist ja schon masochistich

  2. Rooby sagt:

    @Toothpick: ach lass uns doch. wir haben doch sonst nix.

  3. FH sagt:

    Hm. Dieses Twittergespräch kann man leider nicht mehr nachvollziehen, aber was lässt sich da schon groß diskutieren? Wenn da Hunde in den Laden gebracht werden, ist der schneller zu, als man “Diskriminierung” sagen kann. Die haben ziemlich fiese Hygienebestimmungen. Ist zwar doof für Blinde (konkret für blinde Menschen mit Hund), aber ich kann den Ladenbesitzer da voll verstehen und würde ehrlichgesagt anderenfalls dort nix in Nasenhöhe mehr kaufen. Und ich bin normalerweise wirklich hundefreundlich.

    Zum eigentlichen Thema: ich finde mich wirklich sehr gut in Eurem “Rant” wieder – und es erleichtert mich, nicht der einzige zu sein, der so zu denken scheint. Ich dachte schon, ich wäre leicht autistisch oder so. ;) Ich habe noch keinen getroffen, der ähnlich “straight forward” denkt und spricht. Ich persönlich empfinde diese Art, Gedanken zu strukturieren und verbalisieren ehrlich gesagt als sehr effizient. Das nutzt in Diskussionen viel, wenn man Ergebnisse sehen will. Um Freunde zu finden, ist es aber kein Wundermittel. ;) Jedenfalls: vielen Dank. Vielleicht bin ich nicht so unnormal, wie ich lange befürchtete.

  4. David sagt:

    Kurz als jemand der mit blinden Menschen arbeitet nach den ersten Minuten:
    - Wie soll die blinde Frau erkennen, dass Hunde nicht in diesem Markt erlaubt sind? Am Schild an der Türe?
    - Die Frau soll dort ja gerne ohne Hund einkaufen können? Sorry aber ein Blindenhund ersetzt quasi die Augen einer Frau und ist darauf geschult, sie da durch zu führen. Zu unterstellen sie könnte dort ohne leitenden Hund überhaupt etwas kaufen, ist doch ziemlich erstaunlich.
    - Andere Menschen sollen die Ebene abstrahieren, auf der eure Tweets gemeint sind? Dann sollte man doch auch erwarten können, dass ihr abstrahiert dass ein Blindenhund mehr ist als ein Haustierchen, sondern eher ein Ressource die es einem Menschen ermöglicht selbstbestimmt zu leben.

    Die Argumentation mit dem Hausrecht finde ich dabei trotzdem schlüssig, aber auch hier sollte meiner Ansicht nach differenziert werden – auch wenn mein Kommentar selbst drastischer ist als ich das für gewöhnlich tue. Ein Blindenhund wurde jahrelang geschult und trainiert, man könnte ihn fast schon als “Werkzeug” bezeichnen (vielleicht sollte diese Lösung auch erstrebenswerter sein als dass jemand mit seinem Stock die kompletten Regale kaputt semmelt). Soll jetzt also Einkaufen nur noch möglich sein, wenn ein sehender Mensch dabei ist, weil der kein Fell dabei hat? Und was für ein Menschenbild steckt eigentlich dahinter, Menschen die nicht sehen können mit Argumenten wie Hausrecht in Supermärkten, die eigentlich für die Allgemeinheit bestimmt sind, entgegenzutreten?

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