FF26 - The road to hell is paved with good intentions [ 31:26 | 28.78 MB ] Jetzt abspielen | Play in Popup | Download (1886)
Viele gute Absichten mutieren leider hin und wieder zu ganz schlimmen Dingen. Darum geht’s im Prinzip diesmal im Podcast.
Es geht um den Umgang von Leuten moderater Gruppen mit Leuten radikaler Gruppen. Egal, ob es sich um Tierversuchsgegner handelt, Feministen, Veganer etc.
Ich hab absichtlich das Thema, was mich zum Podcast diesmal inspiriert hat, raus gelassen, weil mich das jedes Mal rasend macht und es eigentlich auch gar nicht relevant ist. Wichtig ist, dass manche Leute so verblendet sind, dass sie nicht mehr merken, wenn sie radikal werden. Dabei wollen sie nur Gutes bewirken, erreichen aber eigentlich das Gegenteil.
Hier habt ihr noch den im Podcast erwähnten Artikel zu Tierversuchen (sind die wirklich nötig oder nicht?) und den Link auf Kreuz.net.
Und nach Fertigstellung des Podcasts gestern Abend, hab ich heute Morgen noch mal gesurft, weil ich einen Begriff finden wollte, für diese automatische Annahme sämtlicher Meinungen einiger Menschen, weil die vermeintlich immer richtiges Zeugs von sich geben. Dabei stieß ich erst mal auf diese Seite hier, die ziemlich genau beschreibt, was ich meine. Der Bumerang-Effekt.
Zum Thema “Worte ändern, dann ändert sich auch die Haltung”, guckt bitte mal auf die Wiki. Das beschreibt hier sehr gut, dass Worte, wenn sie geändert werden, weiterhin negativ belegt werden können, auch wenn die eigentliche Absicht ist, etwas Negatives auszumerzen. Veränderung findet im Kopf statt, nicht unbedingt durch den Wechsel einzelner Worte. Das ist EIN Mittel, aber es reicht allein nicht aus. Das wird auch sehr gut noch hier von Anatol Stefanowitsch erklärt, der auf der OM12 einen Vortrag gehalten hat. Ich verlinke den Bereich, den ich meine hier (Start des Videos bei 15:35), aber es lohnt sich, das ganze Video zu gucken.
Zitat aus “Pulp Fiction”:
“Oh! Tut mir leid. Hab ich dich aus dem Konzept gebracht? Das wollte ich nicht. Bitte, sprich weiter. Du hast irgendwas von “besten Absichten” gesagt.”


Puh…das war ja mal ne schwierige Folge! Da bin ich überhaupt nicht in der Lage kurz drauf zu Antworten…Ich will aber trotzdem mal versuchen Stellung zu nehmen. Erstens hast Du Recht damit auch Leuten zuzuhören, die absolut nicht deiner Meinung sind. Wie solltest Du sonst in der Lage sein “Freund und Feind” auseinander zu halten? Natürlich begibt man sich dann in die Gefahr Stellung nehmen zu wollen…und schon ist die tollste Schlacht (mit Worten) in Gange. Aber so ist das Leben eben…wenn Du anders wärest, wärest du nicht Du :-) Ich habe mich übrigens auch maßlos (auf Twitter und Facebook) über diesen Kreuz.net Scheiß ausgelassen…vielleicht geben wir diesen Schwachköpfen damit eine viel zu große Bühne.
Und auch im zweiten Punkt möchte ich Dir zustimmen: Viele Retweeten alles mögliche nur weil es aus einer scheinbar “intelligenten” Quelle kommt. Man sollte schon gerne den eigenen Kopf dazu schalten und dann erst entscheiden ob man auch der Meinung ist und erst wenn man das bejahen kann Retweeten.
So, zu mehr bin ich zu dieser späten Stunde nicht in der Lage :-) Ich fand die Folge zwar anstrengend …aber so kennen wir Dich ja und wenn es uns nicht gefallen würde, würden wir Dir nicht zuhören!
Wünsche Dir ein schönes Wochenende und viel Erfolg bei der Arbeitsplatzsuche!
Liebe Grüße aus der schönsten Stadt der Welt!
Wolfgang
[...] Fressefreiheit: FF26 – The road to hell is paved with good intentions [...]
Hallo,
ich möchte heute gar nichts zum eigentlichen Thema schreiben. Eher deine Bemerkung zum Anfang des Cast, das wir es mögen wenn du dich in Rage redest ect., hat mich veranlaßt zur Tastatur zu greifen.
Zum Einen muss ich natürlich zugeben das ich fasziniert davon bin wie sehr du dich in Rage reden kannst und trotzdem sehr schnell wieder auf “Normalpuls” kommst.
Zum Anderen vermisse ich aber mal wieder eine entspanntere Folge. Daher wünsche ich dir das sich job- und wohnungstechnisch die Sache mal zum positiven neigt und dein Kopf wieder andere Sachen in den Vordergrund lassen kann!
Gruß
Ebby
@WolleHH: ich fand die Folge diesmal selbst anstrengend. :-P
Aber danke für das Feedback, im Prinzip gibts da nichts weiteres zu zu sagen.
@EB4224: ich bin einfach so. Schnell rauf, schnell runter. Das war schon mein ganzes Leben lang so, daher hat das eigentlich wenig mit den Umständen zu tun, in denen ich mich bewege. Dennoch wünsch ich mir selbst natürlich auch, dass das bald gekklärt ist. :-)
Höre deinen Podcast jetzt seit ca. 3 Folgen. Die aktuelle Folge konnte ich gut nachvollziehen (inhaltlich), leider war sie mir zu anfang etwas zu allgemein und ich hab mich ständig gespannt gefragt: “worüber wollte sie denn jetzt eigentlich sprechen”. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man nicht immer öffentlich über alles reden kann, worüber man so sprechen möchte und manchmal bringt das allgemeine auch mehr Wert. Zum Ende der Folge war ich dann aber wieder mit der Folge versöhnt, denn die Hauptaussage ist richtig und gut. Zuhören und sauber diskutieren ist etwas, was leider oftmals verloren geht!
Ich empfinde es immer wieder als problematisch, dass Menschen meinen, überhaupt über Twitter diskutieren zu können. Das ist nebenbei angemerkt meiner Ansicht nach auch ein Hauptproblem der Piraten.
Konstruktive Kritik und Diskussion lebt meiner Ansicht nach davon, dass man einerseits den eigenen Standpunkt klarmacht, andererseits aber auch verdeutlicht auf welcher Ebene und warum man etwas kritisiert. Ich habe vor einiger Zeit einmal Grundlegende Feedback-Regeln gelernt, und diese lassen sich seltenst auf 140 Zeichen anwenden. Somit lässt sich meiner Ansicht nach auch nicht konstruktiv über Twitter diskutieren – vielmehr führt die aufgezwungene Verkürzung in vielen Fällen dazu, dass Argumente oder Einordnungen fehlen.
Ich weiss noch sehr gut, wie ich mich einst das erste mal getraut habe, mich in eine Twitter “Diskussion” einzumischen. Die Antwort in 140 Zeichen war so hart formuliert, dass ich lange Zeit den Diskurs über diese Plattform gescheut habe, ich fühlte mich einfach runtergeputzt und war darauf nicht vorbereitet.
Mittlerweile habe ich die Diskussionskultur in diesem Medium etwas besser verstanden und neuen Mut geschöpft – gleichzeitig regen mich viele Diskussionen, die ich beobachte, tierisch auf weil sie dämlich sind und in einer Minute Telefonat oder einer E-Mail ohne Zeichenbegrenzung problemlos aufgelöst werden könnten. Und gleichzeitig will ich mich diesen technologischen Zwängen nicht unterwerfen müssen, in Zeiten von SMS Flats verkürze ich meine Textnachrichten ja auch nicht mehr auf 160 Zeichen sondern nehme mir die nötige Zeichenanzahl um mich auszudrücken,
Generell finde ich Twitter weiterhin toll, es übernimmt momentan auch meinen Medienkonsum weil ich so viele Links finde – aber es sollte meiner Ansicht nach mehr Leuten bewusst werden, dass Diskurs über diese Plattform nicht möglich ist. Und da sind für mich auch Chatprogramme eine gute Alternative, die einerseits die Zeichenzahl nicht beschränken, andererseits aber z.b. auch über Emoticons die Möglichkeit geben, Aussagen eine emotionale Komponente beizufügen.