6 Kommentare

  1. David
    12. Mai 2014
    Antworten

    Ich fände es gut, wenn du dich in einer der weiteren Folgen nochmal mit dem Problem der Kostenloskultur im Internet auseinandersetzen würdest. Ich kenne das Wording nämlich überwiegend als Totschlagargument aus eher unangenehmen oder konservativen Kreisen, die damit beispielsweise die Debatte um das Leistungsschutzrecht angefeuert haben oder The Pirate Bay als generellen Hort des Bösen verteufeln.

  2. wasvonmir
    12. Mai 2014
    Antworten

    Hallo Lina,

    bei mir hat es dieses mal mit der Re:publica zeitlich nicht gepasst. Aber im nächsten Jahr wieder. Dann findet sie ab dem 04.05. statt.
    Gut, dass es die Sessions auf Youtube gibt.
    Habe mir schon einige angehört und kann sagen, dass mich die Sketchnotes-Geschichte, Sascha Lobo, die Johnny Häussler Sessions und die Lorenzo Tural Osorio Geschichte auf verschiedene Art und Weise beeindruckt haben. Schwere Kost fand ich die beiden Sessions um das Thama Autofahren/Mobilität der Zukunft obwohl das Thema grundsätzlich sehr interessant ist.
    Felix Schwenzels Beitrag war ein Pendent zu Sascha Lobo ebenfalls hörenswert.

    Zum Thema ESC und Frau/Herr Wurst bin ich der Überzeugung, dass Du Dir keine Sorgen machen musst. Wenn jemand so auftritt, dann möchte er/sie um jeden Preis auffallen und mit der Öffentlichkeit und Presse spielen. Ohne den ganzen Hype darum und nur mit der Musik wäre „Wurst“ nicht Sieger geworden, sondern gewiss abgeschlagen auf den hinteren Rängen gelandet. Dass „Wurst“ auch negative Kommentare bekommt und bekommen hat, ist hier eingeplant und ich glaube auch gewollt.
    Dies auf die Schiene Toleranz oder „un“tolleranz zu bringen, ist falsch. Wir Beide kennen transsexuelle Menschen und deren Probleme, Ängste und Auftreten. Ob Herr/Frau Wurst mit diesem Auftreten (besonders als Frau mit Vollbart) hilft, das Verständnis unserer holzkoppen mainsteam Bevölkerung für Menschen welche eine andere Lebensart haben zu stärken wage ich zu bezweifeln.

    Soviel wollte ich eigentlich gar nicht scheiben. Hab ne schöne Woche…

  3. 12. Mai 2014
    Antworten

    @David: nehm ich gerne noch mal auf, danke für den Hinweis. :)

  4. 12. Mai 2014
    Antworten

    @wasvonmir: Mir ist natürlich klar, dass der Name als solches absichtlich gewählt ist und damit auch Aufmerksamkeit erregen soll. Gar keine Frage. Aber was mich so irritiert und anwidert ist die Art und Weise, wie über Menschen gesprochen wird, die nicht der Norm entsprechen. Von „krank“ bis „ekelhaft“ und noch schlimmer. Dass Conchita weiß was zu erwarten war, ist mir bewusst, dennoch finde ich das wirklich übel.

  5. David
    13. Mai 2014
    Antworten

    @wasvonmir: da würde ich mich gerne auch nochmal einklinken. Erstens gebe ich dir recht, dass Frau Wurst als Kunstfigur angelegt ist, zu polarisieren. Aber – wie Rooby schon sagte – gibt es einen Unterschied dazwischen, Kontroversen anzustoßen und dafür als Projektionsfläche aufzutreten und dazu, wirklich menschenverachtende Hasstiraden auf eine Person abzulassen. Zweitens finde ich das Argument „ohne Bart hätte sie nie gewonnen“ irgendwie wohlfeil, das ist mir seit dem Sieg immer wieder untergekommen. Ich finde die Unterstellung ungerecht: Es sind bei solchen Wettbewerben immer herausstechende Persönlichkeiten, die durch ihre Art gewonnen haben. Hätte Schweden gewonnen hätte ihnen niemand vorgeworfen, dass sie nur gewonnen haben weil sie bewusst alle ESC Klischees samt blonder Sängerin aufgefahren haben, Lena wurde nie vorgeworfen dass sie nur gewonnen hat weil sie so eine merkwürdig sympathische Art hat, Lordi wurde nicht angegriffen dass sie nur wegen ihren krassen Gruselkostümen gewonnen haben. Für mich persönlich fühlt es sich an, als würde da mit zweierlei Maß gemessen.
    Am wichtigsten finde ich aber, dass ihr Sieg in meiner Wahrnehmung sehr wohl ein wichtiges politisches Zeichen gesetzt hat. Nach meiner Interpretation zeigt dieser Sieg, dass es eine starke Diskrepanz zwischen der medial verbreiteten politischen Situation beispielsweise in den östlichen EU Ländern oder auch Israel gibt, wo immer die konservative Haltung hervorgehoben wird – und der Ergebnisse der Zuschauervotings, die meistens sehr deutlicher für sie gevotet haben als die jeweiligen nationalen Jurys. Das kann man auf der Homepage des ESC dieses Jahr genau nachvollziehen. Nur so konnte es beispielsweise passieren, dass sie selbst aus Russland ich meine 6 Punkte (bin gerade zu faul zum nachschlagen) bekommen hat, denn im Televoting war sie ganz vorne dabei. Für mich zeigt das deutlich, dass die unterschiedlichen Bevölkerungen offensichtlich toleranter und weiter sind, als ihre Regierungen vermuten lassen – in Deutschland stehen ja auch nur vergleichsweise wenige hinter der queer-politischen Haltung der CDU, Beispiel „Homo-Ehe“ (grässliches Wort)
    So weit meine spontanen Gedanken :)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *