Rein, raus, aus die (Kirchen)maus

 

Ich bin ja nicht katholisch. Dafür evangelisch. Aber gläubig bin ich trotzdem nicht. Auch nicht kirchlich interessiert. Oder sonst in irgendeiner Weise an kirchliche Traditionen oder Riten gebunden. Mal abgesehen von den inzwischen in das Alltagsleben übergegangenen Dingen wie Feiertage nutzen, blöde Phrasen dreschen “Oh mein Gott” oder “Um Gottes Willen” und sowas.

Aber ich zahle Kirchensteuer.

Nicht, weil ich das aktiv will, sondern weil ich getauft bin, Konfirmation mitmachen musste (auf Geheiß der Eltern) und vermutlich, weil das als Standard erst mal für jeden Berufstätigen so vorgesehen ist. Hab ich darum gebeten? Nein. Also warum muss ich dann aktiv zurücktreten, statt bewusst aktiv eintreten, wenn ich die Kirche unterstützen will?

Wieso ist das bei uns in Deutschland so ausgelegt, dass die Kirche auf jeden Fall von der gesamten Bevölkerung profitiert, unabhängig davon, ob sie wirklich bewusst in der Kirche sein will? Ich muss aktiv sagen “Nein danke”. Und darf mich dann um den bürokratischen Teil kümmern, wenn ich Pech habe, mich mit dem örtlichen Pfarrer auseinandersetzen, weil der seine “Schäfchen” natürlich halten will (muss) und mich ggfs. längere Zeit mit den Diskussionen im Umfeld beschäftigen, denn als guter Gläubiger tritt man doch nicht aus. Der soziale Druck dürfte je nach Ort enorm sein.

Und das macht der ein oder andere letztlich dann dennoch, weil er seine Gründe hat. Zum Beispiel, dass die Institution Kirche nicht mehr das Bild vermittelt, was man als Christ unterstützen kann. Man mag die Organisation der Kirche, also die Gemeinschaft, aber der Zwang Steuern zu zahlen, für Dinge, die ich nicht vertreten kann? Nein, das lehnen viele aus diversen Gründen inzwischen ab und nehmen den Austritt aus der Gemeinschaft damit in Kauf.

Und dann gibt es die, die austreten wollen, also keine Steuern mehr zahlen wollen, die aber IN der Gemeinschaft bleiben wollen. Aber DAS geht natürlich nicht, wie uns aktuell wieder ein Urteil des Bundesgerichtshofs zeigt.

 

Klick aufs Bild führt zum Artikel der FAZ

Mich kotzt das etwas an. Und zwar deswegen, weil es wieder mal die Geldgeilheit zeigt und die Kirche so, wie sie wirklich ist. Als Unternehmen, als Arbeitgeber, als Wirtschaftsmacht. Aber nicht als christliche Gruppe, der das soziale Wohl der Gemeinschaft am Herzen liegt. Begründet wird das mit dem “Selbstbestimmungsrecht der Kirche”.

Spannenderweise hat der “Eintritt” in die Kirche aber so gar nichts mit Steuern zu tun. Die kommen dann zwar irgendwann dazu, ja, aber das ist nicht der aus kirchlicher Sicht nötige Schritt. Vielmehr ist es die Taufe, die mich zum Christen macht, die mich auch in der katholischen Kirche im Kreise der Gläubigen Willkommen heißt. Wenn ich mich also nicht taufen lassen will, aber bereit wäre der katholischen Kirche Steuern zu zahlen, wäre ich dennoch kein Teil der Gemeinschaft. Aber wenn ich keine Steuern mehr zahlen will, bin ich automatisch auch raus aus dem Club der Bene-Fans. So so…

 

 

Warum muss der Staat denn überhaupt über die Kirche und deren Belange urteilen?

Bin ich doof? Raff ich irgendwas nicht?

Man kann vom Staat nicht verlangen, dass man das Recht der Kirche auf Selbstbestimmung beschränkt.

 Ja ok, aber wie kann ich dann überhaupt als Staat zulassen, dass sowas vor einem Gericht verhandelt werden darf? Dann ist der Ausgang doch bei jedem Fall von vornherein klar, denn das liegt in der Erklärung als solches. Der Staat kann nicht in das Recht der Kirche eingreifen. Alles klar. Oder doch nicht?

 

Zitat aus “81/2″: ”Als Katholik gerät er in gewisse Konflikte, die er nicht zu lösen vermag. Ein Kirchenfürst ist für ihn so was wie ein Sachverwalter einer Wahrheit, die er nicht mehr anerkennen kann, die ihn aber fasziniert.”

 

 

FF18 – Extreme

 

Im aktuellen Podcast geht es um Extreme. Berufliche (Neuigkeiten!!!), private, politische und was mir sonst noch so einfällt. Hört rein.

 

Hier der Bluemoon (Direktlink) und blue_moon_20120621 (zum Download, .mp3 ~ 82 MB) von Donnerstag mit dem Thema “Sexismus” und den Blogpost von Markus Richter (auf Twitter @monoxyd) dazu inkl. Shownotes etc.

Außerderm hier noch der Screenshot zum Tweet von @afelia.

 

 

Deutschland – Griechenland ging übrigens 4.2 aus, sorry für den Patzer. Bin kein großer Fußballfan. :-P

 

Zitat aus “Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith”: “Nur ein Sith kennt nichts als Extreme!”

 

FF08 – Gauck und die aktuelle Welle der Empörung

 

Gauck

Quelle: http://www.sueddeutsche.de

 

 

Ich finde, dass der Gauck uns noch alle auf Trab halten wird. Wenn er Präsident wird, dann haben wir zumindest viel zu lachen, weinen, meckern, schmunzeln etc.
Lest doch mal sein Interview von 2010, neu nochmals herausgegeben von der SZ. Darin kommt das “Sarrazin ist mutig” auch vor. Aber mit mehr Erklärung zu dem Satz. Also Lesebefehl! :-)

Wie im Podcast angekündigt, hier auch noch die Anne Will Sendung vom 22. Februar. Außerdem einen Blogpost zum Thema “Fefe” und mein damaliger Blogpost zum iPad.

 

Zitat aus “Heat”:
“Die Medaille hat noch ‘ne Kehrseite.”

 

 

 

 

Number Thirty-One

Macht mehr Bildungsangebot einen Staat besser und demokratischer?

Ich glaube nicht, aber der FreXxX glaubt schon…

 

Zitat aus “Déjà Vu”:
„Bevor ich etwas fragen kann, muss ich selbst etwas wissen.“

Number Twenty-Six

Ich bin diese Woche wieder über viel gestolpert. Unter anderem über das Thema “47% der Piraten sind FÜR Onlinedurchsuchungen”. Ja…ganz bestimmt…

 

Politbarometer zur Onlinedurchsuchung

Politbarometer zur Onlinedurchsuchung

Netzpolitik.org hat das Poltibarometer zum Thema “Onlinedurchsuchung” veröffentlicht. (Bild oben, mit Link auf Netzpolitik.org)

Daraus ergab sich, dass die Piraten wohl zu 47% FÜR eine Onlinedurchsuchung wären. Aha…das kann bestimmt richtig sein, oder vielleicht doch nicht? Um das herauszufinden, könnte man sich jetzt angucken, oder zumindest anhören, wie das Politbarometer zu seinen Meinungen kommt. Wer es selbst ansehen möchte, geht auf der echten Seite wie gleich beschrieben vor.

Vorher noch der Link dazu, dass wir zur letzten Bundestagswahl gute 60 Mil. Wahlberechtigte waren. Und bei maximal 3000 Befragten ergibt sich dann ein Prozentsatz von 0,005%, die hier die Meinung von 100% spiegeln sollen? Selbst wenn bei den 100% Wahlberechtigten ja eh nicht alle wählen gehen, dann ist der Wert immer noch für den Arsch, ehrlich gesagt. Und ich weiß noch nicht, wie die erklärten Fehlertoleranzen von ca. 2,7% zustande kommen sollen. Da bin ich noch dran. Aber repräsentativ ist für mich was anderes.

 

So, wer jetzt zum Politbarometer will, der geht auf der Seite  auf “Politbarometer zum Anklicken“. Auf der Hauptseite findet man natürlich ebenfalls den Videolink zur aktuellen Ausgabe, aber da wird die Frage der Onlinedurchsuchung nicht angesprochen.

Um jetzt herauszufinden, wie sich die Meinungen bilden, der geht wie folgt vor. Politbarometer zum Anklicken öffnen und auf “Häufige Fragen” klicken.

Politbarometer vom 14.10.2011

Auf "Häufige Fragen" klicken...

 

Hier auf die einzelnen Fenster links oben klicken...

Daraufhin hat sich dann das obige Fenster geöffnet. Ihr erfahrt ein bisschen was, wenn ihr die einzelnen kleinen Fenster anklickt. Einfach mal ausprobieren.

Und zum Schluss noch mal das Interview mit Sebastian Nerz und Christopher Lauer in der FAZ.

 

Zitat aus “Cars”: ”Ich hab meine Meinung geändert bekommen”

Number Twenty-Two – Sonderpodcast

Glückwunsch an die Piraten

Nach dem riesigen Erfolg der Berliner Piraten, gab es natürlich gleich Material im TV. Wozu ich dann diesen Podcast machen musste.

Guckt euch bitte mal hier die Sendung “Anne Will” vom 21.09. an und hier “Markus Lanz” vom Tag davor. Falls ihr Zeit und Lust habt. Und dann sagt mir, ob euch nicht auch die Krawatte schwillt.

Zitat aus “Die Nacht der lebenden Loser”:
“Respektlose! Dies hier ist ein historischer Moment!”

Number Eight

Nicht mein Sport! Quelle: Spiegel.de

Wenn Frauen mit Bällen spielen, dann mag das manchen Mann begeistern. Vor allem, wenn es seine sind.
Ja ja, schon gut. 5 Mark für die Chauvi- und “Flache Sprüche” Kasse. :-)

Aber Frauenfußball?
No, sorry, not for me. Ich mag Frauenfußball nicht.

Zitat aus “Eine schrecklich nette Familie”:
“Wenn Gott gewollt hätte, dass Frauen Fußball spielen, hätte er sie als Männer erschaffen…”

Tünnes und Schäl in der FDP

Da entscheidet der Mann zum ersten mal was richtig Gutes und schon kommt der nächste Witz daher. Tünnes will gehen, Schäl soll kommen. Also so ähnlich.

Unser allseits für seine lustigen Späßchen (Guido-Mobil, “…es ist Deutschland hier…”)  geliebte Hr. Westerwelle hat wohl mal im Flugzeug nachgedacht. Also zumindest so’n bißchen, denn kaum aus dem Trip nach Asien zurück, schwingt er seinen ordentlich gekleideten Hintern vor die Kameras und verkündet mehr oder weniger traurig, dass er bei der nächsten Wahl zum Vorsitzenden der FDP nicht mehr antreten möchte. Gut gemacht, Hr. Westerwelle, das ist mal ein richtiger Schritt.
Ja gut – man hätte noch weiter gehen können und das Amt des Außenministers frei geben können, bzw. gleich auch den Vize-Kanzler offiziell abgeben, aber ganz so rumluschen will er dann doch nicht, der Tünnes. Bisschen Stolz hat er ja noch, daher kann er nicht gleich alles hinwerfen. Aber mal ganz ehrlich – jemand, der schon seine eigene Partei nicht mehr vertreten kann oder will – wie soll der Deutschland vertreten? Hmm….ist ja schon ‘ne wichtige Frage, find ich jetzt mal so. Aber mich fragt ja keiner. Was vielleicht auch gut ist, man weiß es nicht.

Freundchen, wenn du nicht bald abhaust, dann passiert aber was..

Aber Schäl steht ja schon in den Startlöchern. Nein, nicht der schielende Löwe Clarence (schäl kommt von schielend), sondern der eher kurzsichtige (und damit mein ich nicht den Augenschaden) Hr. Philip Rösler. Aber Kurzsichtigkeit kann man ja durch Eloquenz wieder wett machen, wie er uns ja deutlich bei seiner Rede in Abensberg gezeigt hat. Aber reden und schwätzen sind ja auch noch mal zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Wie man anhand der Gesundheitsreform sehen konnte. Geschwätzt hat er von Kostensenkung für den Patienten, geredet hat er dann aber über Kostenerhöhung für den Patienten. Nun ja, so ist das nun mal als Kabarettist Politiker.
“Quer” hat sich auch mal über den guten Mann kurz Gedanken gemacht, aber wirklich nur kurz. Guckt mal ab Minute 4:40 rein.

Wenigstens bleiben sie sich treu und machen ‘ne Witzfigur zum neuen Chef. :-P

Zitat aus “Loriot – Ödipussi”:
“Stehen Sie einer Partei besonders nahe?” – “Nein, nein, aber ich bewundere an Politikern ganz allgemein diese geistige und menschliche Überlegenheit!”

Ich will ja nicht sagen, ich hätte es gewusst…

… aber ich habs doch gewusst. Der kann nicht so toll sein, wie immer alle meinen…*g*.

Schon im Oktober 2009 hab ich mir einen Artikel über Hr. Guttenberg erlaubt, der ihn als Blender bezeichnet. Als hätte ich es geahnt, denn als solcher zeigt er sich jetzt mal wieder, bzw. wird als dieser erkannt.
Auch schon im Oktober 2009 gab es einen anderen Beitrag zu seinen nicht vorhandenen beruflichen Erfahrungen. Schon da wurde gemauschelt, was das Zeug hält. Von wegen Familienbetrieb und so. Ja ja genau. Sieht man sich an, was die Damen und Herren von Zapp herausgefunden haben, dann stört einen das aktuelle Thema eigentlich nicht weiter. Passt nur noch mal mehr ins Bild.

Es kommt also raus, dass schön abgeschrieben wurde und sein Doktor-Titel nur Schall und Rauch ist. Davon haben wir nun im Prinzip alle genug gehört. Aber ich möchte auf was anderes hinaus.

Seine bisherige Reaktion, dass er den Titel erst mal nicht weiter nutzt, ist meines Erachtens ja direkt ein Schuldeingeständnis, oder seh ich da was falsch? Wozu sagt er in seiner Rede, dass er “mit allem Nachdruck den Vorwurf des Plagiats von sich weist“, wenn er dann aber den Titel zurückhält? Auch wenn er den nur vorübergehend nicht nutzen will, aber dennoch sagt er doch indirekt damit, dass es einen Grund gibt, warum er den vermeiden sollte. Zumindest seh ich das so.

Die Diskussion, ob er nun zurücktreten soll oder nicht, finde ich übrigens echt übertrieben.
Ja, der Typ ist ein Blender und gewissermaßen ein Lügner, aber hey – sind das nicht alle Politiker? Wollten wir ehrliche Politiker haben, wären wir ohne Regierung. Sorry, aber wer wirklich glaubt, dass die anderen besser sind, der hat nicht ganz aufgepasst was so passiert mit Menschen in Machtstellung. Da wurden sie vielleicht nur noch nicht gefunden, aber auch die anderen haben so ihre Leichen im Keller.

Der kriegt jetzt mal ordentlich auf den Sack, dann macht Mutti Merkel wieder Stimmung in eine andere Richtung, und ruck zuck ist das Thema vergessen. So wird das laufen. :-)

Zitat aus “Abenteuer in Panama”:
“Sollte noch jemand Schüsse auf Sie abfeuern, Doktor, ducken Sie sich!”

Sixtus bringt es auf den Punkt.

Ich bin echt froh, dass wir (noch) Meinungsfreiheit haben und dass wir unsere Meinung über das Internet immer noch verbreiten können.

Mario Sixtus hat es mal wieder auf den Punkt gebracht.
Es geht um die Forderung von Verlegern, dass doch bitte deren Arbeit, die sie sich machen, um ihre Inhalte im Netz darzustellen, vergütet werden sollte. Ja genau…super Idee das. :-(

Lest einfach mal seinen sehr geilen, offenen Brief dazu: Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz?

Zitat aus “City Hall”:
Sie machen keinen Versuch, sich zu bereichern, sondern Sie behaupten nur Ihre Position, Ihre Macht. Denn was könnten Sie sonst für die Medien tun?

Multikulti, Islam, Deutschland – Ansichten

Man neigt ja gerne dazu, sich selbst besser zu bewerten, als man wirklich ist. Ich zum Beispiel halte mich für tolerant, liberal und auf keinen Fall fremdenfeindlich. Meine eigene Mutter kommt aus Polen, mein Vater war Ossi. Also wurde ich logischerweise schon sehr offen erzogen, wenn es um andere Kulturen ging.
Meine Mitschüler waren zwar hauptsächlich Deutsche, aber eine meiner besten Freundinnen war eine Türkin, eine andere Polin. Ich hatte nie Vorurteile, weil ich auch die Möglichkeit hatte, in die Privatsphäre dieser Familien zu gucken. Ich lernte Gebräuche und andere Gedanken kennen und hatte keinerlei Probleme damit. Später arbeitete ich am liebsten mit einer Marokkanerin zusammen, in der Firma in der ich heute bin, sind ca. 30% Nicht-Deutsche. Und es gibt keine Probleme.
Einer meiner Ex-Freunde ist Spanier, ein weiterer halb Italiener, halb Grieche.
Meine Vermieterin ist Türkin, in meinem Wohnhaus wohnt sie und ein weiterer Teil ihrer Familie. Dazu noch Afrikaner.
In meinem Leben gab es immer Ausländer und ich hab nie ein Problem damit gehabt.

Aber ich möchte keine Moschee in meiner Nähe haben, das muss ich leider zugeben.

Quelle: Google-Bildersuche (ich weiß nicht, woher das Original stammt)

Das hat nichts mit dem islamistischen Hintergrund als solches zu tun, aber ich kann es schon nicht ertragen, wenn unser Wohnhaus-Hund abends bellt, die Kirchenglocken morgens laut läuten und es in Summe nervige Geräusche von außen gibt. Wenn dann also zukünftig ein Muezzin fünf mal am Tag vom Minarett brüllt, dann würde mich das wahnsinnig machen.
Und sind wir doch mal ehrlich – der sprachliche Unterschied, und damit die “Musik” des Ausrufs, sind für deutsche Ohren extrem ungewohnt. Es ist einfach nicht unserer Kultur entsprechend, daher wird es von vielen als unangenehm empfunden. Und da muss ich mich leider einreihen. Und ich glaube, dass es vielen so geht, aber wenn man das sagt, dann wird man gleich als “Ausländerfeind“, “intolerant” und wenn es schlimm kommt als “Nazi” beschimpft. Aber das kann doch auch nicht sein.
Ebenso denke ich, dass man als Deutscher nicht zwangsläufig alles mitmachen muss, was andere Völker uns in deren Ländern ebenfalls nicht erlauben. Aufgrund unserer Geschichte laufen wir alle mit dem “Wir sind Schuld“-Schild rum, aber hey – ICH BIN NICHT SCHULD!. Als Nazideutschland existierte, war mein Vater gerade erst geboren. Er konnt schon nicht mehr schuld sein, wie sollte ich also heute noch schuld sein können? Das muss irgendwann mal aufhören.

Gebt doch mal “verfolgung von christen in der türkei” bei Google oder einer anderen Suchmaschine eurer Wahl ein. Ich will mich hier nicht auf eine Quelle festlegen, denn es gibt massig Seiten dazu, wie Christen in der Türkei z.B. verfolgt werden. Natürlich nicht nur dort. Aber fängt man so eine Diskussion an, wird man ebenfalls gleich wieder als Rassist abgestempelt. Warum denn? Warum muss ich mich in meinem eigenen Land erklären? Und ich würde gerne diejenigen sehen, die heute so laut schreien, dass man doch tolerant sein soll, wie die sich fühlen, wenn die Moschee in deren Nachbarschaft stünde, umgeben von einer Gegend, in der die Hauptsprache nicht deutsch ist. Geht doch mal morgens auf den Markt am Hermannplatz in Berlin Neukölln. Kein deutsches Wort zu hören.

Für mich geht es gar nicht so sehr um die Verfolgung von Christen in anderen Ländern. Das wäre ein anderes Thema. Auch Christen in aller Welt sind keine heiligen, ganz im Gegenteil.
Mir geht es darum, dass ich nicht gleich Ausländerfeind bin, nur weil ich mich in meinem deutschen Leben nicht von anderen Ländern und deren Bräuchen überrennen lassen möchte. Ich glaube, dass viele so denken wie ich, aber sich keiner traut was zu sagen.
In anderen Ländern ist das Verhalten von Menschen doch auch nicht anders. Zeigt mir nur eins, in dem alle alles dürfen. Nur zu – ich lass mich gerne belehren. Aber ihr werdet keins finden. Denn es ist menschlich, sich seinen Lebensraum erhalten zu wollen.

Es wundert mich übrigens auch nicht, dass nach solchen Eröffnungen wie von Hr. Sarrazin und Hr. Seehofer plötzlich so viel Zustimmung hoch kommt. Der angebliche Anstieg an Islamfeindlichkeit ist keiner. Es geht nicht gegen den Islam generell, es geht um die Beeinträchtigung des eigenen Lebens. Und diese Abneigung gab es schon immer, nicht nur gegen den Islam, aber es hat sich niemand zu sagen getraut. Deswegen wird es meiner Meinung nach auch keine neue rechte Partei geben, nur weil die CDU (ich bin kein CDU-Wähler) das Thema aufgegriffen hat. Seinen Lebensraum erhalten wollen heißt nicht zwangsläufig, andere Völker auszustoßen oder sogar schlimmeres zu wollen. Das ist einfach nicht richtig betrachtet und extrem unfair.

So – jetzt könnt ihr mich gerne beschimpfen.

Zitat aus “Adams Äpfel”:
“Hier steht du bist ein Neo-Nazi … Bist du wirklich einer? … darauf kommt man gar nicht, wenn man dich so sieht”

Demokratie ist kein freies Gut

Was in Stuttgart passiert, hat inzwischen ein Qualität erreicht, die einen bestürzt, traurig, wütend und vor allem ohnmächtig fühlen lässt.

Da setzen sich normale Bürger dafür ein, dass etwas gestoppt wird, was sie nicht tragen können und wollen, und dafür werden sie dann vom Staat angegriffen.

Nicht nur, dass hier der friedliche Demonstrant angegriffen wird und mit z.T. schwereren Verletzungen ins Krankenhaus muss, nein – man gibt ihm auch noch die Schuld daran, denn man hätte ihn ja mehrfach gewarnt. Nun – schön und gut, aber wozu bitte widersetze ich mich einer Sache und nutze mein Demorecht, wenn ich dann nach freundlicher Ansage einfach davonspaziere? Macht ja wohl keinen Sinn, meine lieben Herren und Damen von der Politik und Polizei.

Da das also geklärt ist, ist auch anzunehmen, dass die Polizei sich bewusst mit Wasserwerfern und Pfefferspray vorbereitet hat (wie eigentlich ja immer). Aber dass diese so schnell zum Einsatz gekommen sind, muss von jemandem angeordnet worden sein. Da üblicherweise sowas nicht so schnell zum Einsatz kommt, wie ich aus dem TV lernen konnte, frag ich mich, wer da am Drücker war? War es Hr. Mappus, BW Ministerpräsident, CDU, der Recht und Ordnung wiederherstellen wollte? Oder sein Landesinnenminister, Hr. Rech, ebenfalls CDU, der ja sowieso der Meinung ist, dass Menschen, die mit ihren Kindern demonstrieren instrumentalisieren gehen, es nicht besser verdient haben? Siehe dazu hier seine Aussage im Gespräch mit Fr. Slomka, ZDF (Heute Journal vom 30.09., Dauer: 4,26 Min)

Wer auch immer dafür gesorgt hat, dass das passiert ist, hat in meinen Augen nichts mit demokratischer Politik, bzw. Anwendung des Gesetzes, zu tun und gehört selbst von seinem Posten entfernt.
Hierzu hab ich heute morgen noch über irgendeinen Tweet den Link zum folgenden Kommentar im Deutschlandfunk (Dauer ca. 3 Min., nur Ton) gefunden. Leider war das ein Tweet, der über einen Blog angezeigt worden ist und aufgrund der schnellen Aktualisierung schon wieder weg war, bevor ich mir angucken konnte, wer das geschrieben hat. Daher kann ich hier leider keinen Verweis darauf machen.

Wie im Kommentar auch angesprochen, beschweren sich so viele Politiker, dass man sich in Deutschland nicht mehr für Politik interessieren würde. Was soll ich sagen? Wenn man eh ständig auf die Fresse kriegt, sei es verbal oder bei den Demos, und dafür nichts, aber auch wirklich gar nichs im Gegenzug erhält (Fünf Euro für Hartz IV sind auch “nichts”, sorry), der gibt doch irgendwann auf. Und wacht erst dann wieder auf, wenn es persönlich weh tut. Und genau das passiert doch hier. Aus anfänglich nur ein paar Hundert bis vielleicht Tausend Demonstranten ist nun eine Bewegung geworden, die nicht mehr nur noch mit dem Projekt zu tun hat, sondern die sich nun gegen die Staats”gewalt” stellt. Guckt euch den Beitrag vom 30. 09. hier noch mal an bitte:

Man achte bitte auf die ersten paar Sekunden, den Polizisten, der wahllos auf Schüler einschlägt und sich dann noch mit “Fass mich nicht an” drucharbeitet. Die Kinder machen NICHTS, die stehen da nur, noch nicht mal eng gedrängt. Der Arsch gehört auf jeden Fall angezeigt, aber ich wette, der wird intern noch gefeiert. Ist ja auch sehr mutig, mit Schlagstock gegen Kinder vorzugehen. Super Auswahl, die unsere Polizei da wieder mal losgeschickt hat.

Und erneut stellt sich die Frage: Wann endlich wird mal die Kennzeichnungspflicht für Polizisten eingeführt? Warum dürfen die uns ungestraft schlagen und treten und verletzen, obwohl wir nur ein in Deutschland gültiges Recht vertreten (siehe Bild oben)? Wer tritt denen denn in den Arsch, wenn uns Schmerz zugefügt wurde? Wer klagt die denn an, wenn Kinder mit Pfefferspray besprüht wurden und ins Krankenhaus müssen? Wer verurteilt die, wenn nicht WIR?
Woher kommt denn die Aggression in den sonstigen Demos? Gewalt erzeugt Gegengewalt – schon mal was von gehört? Wenn ich von einem ins Gesicht geschlagen werde, dann würde ich auch mit allem zurückschlagen, was mir in die Hände kommt. Ob es nun Kastanien oder Pflastersteine wären. Niemand hat das Recht mich zu verletzen, außer vielleicht ich mich selbst.

Frühere Freunde von mir waren auch bei der Polizei. Und die haben erzählt, wie diese Truppen scharf gemacht werden, vor den angekündigten Demos. Fast können einem die Polizisten leid tun, denn auch die werden nur instrumentalisiert, um das Wort noch mal aufzugreifen. Die werden psychologisch so angeheizt, dass sie selbst kaum eine Chance haben mitten im Getümmel noch mal ihren normalen Menschenverstand wieder einzusetzen. Der greift da einfach nicht mehr. Versteht mich jetzt bitte nicht falsch – ich entschuldige hiermit gar nichts, aber ich kann mir halt vorstellen, dass es schwierig ist, aus dieser Situation aus eigener Kraft rauszukommen. Aber genau da müssten eben unsere werten Herren und Damen von der Regierung eingreifen. Und tun es nicht, sondern gucken lächelnd von Zuhause aus zu. Vielen Dank für die Demokratie in unserem Land.

Zitat aus “Brothers Grimm”:
“Das hier ist kein Volksmärchen, das geschieht wirklich”

Politischer Herbst der Entscheidungen

Was ist das eigentlich für eine Zeit, in der wir gerade leben?

Wir leben in Deuschland, in einer angeblichen Demokratie. Nun – von demokratisch hat unser Land ja eigentlich immer schon nur bedingt was gehabt, schließlich entscheidet nicht das Volk, sondern deren gewählte Vertreter. Da deren eigene Meinungen allerdings immer über unseren stehen, war es sowieso schon immer eher begrenzt gültig für den Rest des Landes.

Inzwischen empfinde ich die aktuellen Geschehnisse jedoch als echt skurril, erschreckend, extrem undemokratisch und einfach volksverachtend, um nicht zu sagen z. T. sogar menschenverachtend.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, aber da heute in Stuttgart alles eskaliert ist, wäre das wohl der geeignete Einstieg.
Was um alles in der Welt fällt unseren Politikern ein, Wasserwerfer mit Pfefferspray versetzt auf alte, extrem junge, unschuldige Menschen zu feuern? Da wird seit Wochen vom Volk gegen die Pläne widersprochen, und es interessiert keine Sau? Und nun, da das Volk sich hinstellt und versucht zu vermeiden, was zu vermeiden geht, wird es mit Gewalt bearbeitet, um die Pläne der Regierungen (Land und Bund) durchzusetzen. Koste es was es wolle.

Quelle: http://www.allmystery.de

Wie neulich schon vom Piratenweib in ihrer “Betriebsbedingten fristlosen Kündigung” erklärt, sollte Fr. Merkel ihre Kraft zum Wohle des Volkes einsetzen. Nur leider ist davon herzlich wenig zu sehen. Ganz im Gegenteil – man hat den Eindruck, dass sie sich auf die Fahne geschrieben hat, die unbeliebteste und schädigenste Kanzlerin aller Zeiten werden zu wollen.
Da sie die erste ist, können ggf. Nachfolgerinnen es ja ansich nur besser machen und sie müsste sich gar nicht sooo viel Mühe geben. Aber sie setzt einen nach dem anderen drauf. Und alles im Gegensatz zu den früheren Aussagen, dass sie “sozial” regieren will.

  • Erhöhung der Mieten, wegen verlangter Sanierung der Wohnungen und Häuser
  • Erhöhung des Renteneintrittsalters
  • Erhöhung von Hartz IV um lächerliche fünf Euro
  • Gesundsheitsreform zu unseren Ungunsten
  • Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke
  • Kürzung der Subventionen für alternative Energien
  • Steuer- bwz. Geldgeschenke für Hotels, Banken und Pharmaindustrie

Es gibt natürlich noch viel mehr, aber mehr fällt mir in meinem momentanen Ärger nicht ein.

Das eigentlich schlimme an der Situation ist, dass unsere Proteste gegen diese Dinge im Nirvana verschwinden. Warum interessiert das keinen? Warum wird weiterhin eine Politik gemacht, die ganz klar GEGEN das Volk ist? Und wie kann es sein, dass auch die Opposition im Verbund nicht stärker dagegen angehen kann? Schließlich schimpft diese ja ordentlich mit und müsste doch irgendwas bewegen können. Aber nein – es passiert irgendwie nichts.

Toll, dass ich in einem demokratischen Land leben darf.

(Anmerkung: im Vergleich zu anderen Ländern dieser Welt, bin ich tatsächlich froh, dass ich in Deutschland leben darf. Aber das Leid der anderen Länder sollte kein Grund sein, um sein eigenes nicht kritisch zu bewerten.)

Zitat aus “Alamo”:
“Naja die Politik hat schon manchen den Spaß verdorben!”

Anonyme Bewerbungen?

Ab September wird in Deutschland ein Pilotprojekt gestartet, bei dem fünf große Unternehmen nur noch mit anonymen Bewerbungen arbeiten werden. Es geht darum, dass Name oder Aussehen nicht gleich dazu fühen sollen, für einen Job als unqualifiziert zu gelten, obwohl die Fähigkeiten und Ausbildung was anderes sagen. Also mehr Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt. Ansich eine gute Idee, oder?

Folgende Frage drängt sich mir auf:
werd ich nicht dennoch abgelehnt, spätestens in dem Moment, wenn ich bei der Firma im Büro stehe und denen DANN mein Name oder Aussehen nicht passt?

Ich als Frau fänds ja super, wenn man mich für eine Stelle vorsieht, weil ich die richtige Vorbildung dafür mitbringe. Aber was bringt es mir, wenn ich dann eingeladen werde, der Personalchef mir auf die Brüste glotzt in die Augen guckt und mich eben dann erst ablehnt. Ist das nicht noch schlimmer für mich? Dann weiß ich erst recht, dass man mich wegen meines Frauseins abgelehnt hat. Zum heutigen Zeitpunkt kann ich mir noch einreden, dass andere besser waren als ich. Ok – das eine wie das andere ist nicht gerade toll für einen selbst, aber ich finde, dass das irgendwie den Zeitpunkt der Ablehnung nur verzögert. Denn sind wir doch mal ehrlich – wenn man nicht gewollt wird, warum auch immer, dann findet die Firma trotzdem einen Grund für eine Ablehnung.

Parallel dazu dachte ich auch spontan, dass es einer Firma doch irgendwie erlaubt sein muss, subjektiv zu entscheiden.
Wenn ich mich z.B. als linksorientierter Mensch in einer Firma bewerbe, die total rechts ist, was aber nicht öffentlich bekannt ist, dann kann doch der Personalchef nur zu beiderseitiger Zufriedenheit gegen mich entscheiden. Ich würde da nicht arbeiten wollen, er und sein Team würden mich nicht haben wollen. Ähnliche Beispiele gibt es sicherlich zu Hauf.

Was ist also der Sinn der anonymen Bewerbung? Ich erkenn das noch nicht ganz. Aber warten wir ab. Vielleicht hab ich ja mal irgendwann in meinem Leben was davon.

Zitat aus “Rocky”:
Chef beim Bewerbungsgespräch:”Sind Sie vorbestraft?”. Rocky:”Nicht so dass ich damit angeben könnte”

Der Himmel ist frei – oder auch nicht

Hach war das schön, als die Flieger nicht starten durften. Blauer Himmel und nicht nur kein Wölkchen am Himmel, auch keine Kondensstreifen. :-)

Vorbei die schöne Zeit – es darf wieder geflogen werden und schon sieht das ganze dann so aus:

Morgens aus meinem Wohnzimmerfenster geguckt

und ein Stückchen weiter rechts davon...

Aber ich will mich mal nicht beschweren. Der ein oder andere Flieger wird ja auch benötigt um nicht nur nach Gran Canaria oder Malle zu fliegen. :-)

Zitat aus “X-Men 2″:
“Wann lernen die endlich mal richtig zu fliegen?”