Schuldfrage

 

Ich twittere so vor mich hin, als dieser Tweet in meine TL gespült wird und mich direkt anspringt:

 

 

Ich gucke also in Kamilas TL und bin fassungslos.

Sie wird von 5 (!) Kerlen angemacht, angefasst und geschlagen. Niemand hilft! Obwohl Leute drum rum existieren. Aber bloß nicht hingucken, erst recht nicht eingreifen. Einer rief wohl die Polizei, die sich aber auch nicht unbedingt als Freund darstellte, wenn man Kamilas nächste Tweets liest. Das müsst ihr jetzt hier nicht tun, denn sie hat einen Text dazu verfasst, den ich euch ans Herz legen möchte.

 

Lest das, fühlt rein in euch. Erst recht, wenn ihr Männer seid. Denkt an Situationen, in denen ihr von anderen bedroht worden seid.

 

Sagen wir auf dem Schulhof damals, vom Klassenschläger. Oder beim Sport, von den stärkeren Jungs, die euch “Opfer” drangsaliert und vielleicht verprügelt haben. Fühlt in euch rein, wie diese Angst immer wieder hochkam, vielleicht noch hochkommt, wenn ihr in ähnliche Situationen geraten seid.

Und jetzt geht einen Schritt weiter und stellt euch vor, dass jemand euch anfasst. Ihr seid starr vor Angst oder wehrt euch ggfs auch. Aber der oder die anderen sind stärker, ihr seid alleine. Und man fasst euch an. An den Penis, an den Po. Es tut vielleicht auch weh, weil da natürlich keine Rücksicht genommen wird. Wozu auch, ihr seid ja ausgeliefert.

Und dann habt ihr Glück, es gibt keine Vergewaltigung. Ihr kommt mit einem blauen Auge (buchstäblich, nicht metaphorisch) davon. Ein paar äußerliche Schrammen, mehr nicht. Von den inneren Schäden rede ich noch gar nicht. Und dann sitzt ihr bei der Polizei und müsst euch sagen lassen, mehr oder weniger direkt, ihr seid selbst schuld.
Wieso geht ihr auch zum Sport? Wieso geht ihr auch auf den Schulhof? Wieso zieht ihr nicht zwei Hosen übereinander an, damit man sie euch nicht so leicht ausziehen kann? Wieso spielt ihr nicht in Straßenkleidung Fussball, sondern habt eine kurze Trainingshose an? Wieso, wieso, wieso… ???

Alberne Vergleiche? “Das ist doch nicht das gleiche”?
DOCH – das ist es. Denn es geht gar nicht um die Kleidung, es geht um Macht und Kontrolle. Aber durch Sätze, wie die eben, wird einem suggeriert, dass man selbst schuld sei.
Wie kann ich schuld daran sein, dass ein Mann mich schmerzhaft an beiden Handgelenken anfasst und mich trotz mehrfacher, deutlicher und lauter Aufforderung inkl. dem Hinweis, dass er mir weh tut, nicht loslässt?  Wie kann ich schuld daran sein, dass mein Freund mir ins Gesicht schlägt, nur weil ihm meine Freunde nicht passen? Wie kann Kamila schuld sein, dass sie verletzt wird, nur weil sie S-Bahn gefahren ist und einen Rock an hatte?

GAR NICHT! 

 

Liebe Polizisten, falls hier einer mitliest.
Bitte, auch wenn ihr nicht wisst, wie ihr damit umgehen sollt, was ich mir durchaus vorstellen kann, dann lasst das Opfer aber nicht zum Schuldigen werden. Schuld liegt beim Angreifer, immer. Niemals beim Empfänger.

Habt ihr keine Schwestern, Töchter, Mütter, Freundinnen? Würdet ihr denen das gleiche sagen, wenn ihnen sowas passiert? Wärt ihr nicht wütend auf den Täter? Warum also seid ihr im Job so oft so unsensibel? Bitte hört auf damit. Frau ist nicht schuld daran, wenn sie angegriffen oder vergewaltigt wird. Egal, was sie anhatte. Es geht dabei nicht um Kleidung! Es geht nur um Macht. Die ihr in dem Moment auch habt. Ihr habt die Macht dem Opfer zu helfen. Ihr habt die Macht, dem Opfer Unterstützung zukommen zu lassen (Psychologische Hilfe etc). IHR habt die Macht dem Opfer zu helfen, aus der Situation mit Würde rauszukommen. Dreht den Spieß nicht um, macht sie nicht zum Mittäter!

Danke.

 

Zitat aus “Auf die harte Tour”: ”Ich würde gerne das Wesen der Polizei kennen lernen.”

 

Wie erklärt man Blinden die Farbe?

 

Es sei gleich vorab gesagt, dass ich selbst oft genug auf dieser “farblosen” Seite stehe und nicht direkt sehen kann, was mein Gegenüber von mir will. Aber ich höre zu und nehme Dinge, die ich nicht selbst erlebt habe oder begreifen kann, erst mal als gegeben hin.

 

Wenn mir also zum Beispiel ein schwuler Mann erklärt, wie er sich fühlt, wenn er von seinem Chef dauernd respektlose Schwulenwitze hört, wie er von anderen Menschen angegangen wird, weil er sich geoutet hat und dazu steht, dass er homosexuell ist oder auch wie er von seinen Eltern, Geschwistern oder sonstigen nahe stehenden Menschen seit dem angeguckt wird, dann kann ich mir das zwar vorstellen, aber nicht nachfühlen. Niemals. Ich bin eine Frau, ich bin heterosexuell und viel wichtiger – ich hab ein individuelles Gefühlsleben. So wie mein Gegenüber auch.

Ich habe also keinen blassen Schimmer davon, was dieser Mensch durchmacht. Solange, bis er es mir erklärt und ich zumindest ein grobes Verständnis dazu habe.

Ähnliches Prinzip, anderes Thema. Wenn eine schüchterne Frau mir erzählt, dass sie sich nicht traut mit einem Kollegen oder einer Kollegin über ein Problem zu sprechen, weil sie dann ins Stottern gerät oder sie Schweißausbrüche erlebt oder ähnliches, dann kann ich mir das wiederum vorstellen (weil man Menschen schon so erlebt hat), aber nicht nachvollziehen. Ich bin ein direkter Mensch, ich hab keine Angst vor anderen Leuten, also kann ich das zwar faktisch erfassen, was sie mir sagt, aber nicht emotional nachvollziehen. Ich kann es aber selbstverständlich akzeptieren, wenn sie mir das erklärt.

Eins noch. Wenn ein mir bekannter Mensch, fachlich kompetent und erfahren, erklärt, dass er in Gehaltsverhandlungen nicht in der Lage ist, sich entsprechend zu verkaufen, weil er meint, dass diese Fähigkeiten und Kenntnisse nicht ausreichend gut sind, dann kann ich das nicht verstehen. Ich bin auch hier anders. Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann. Und ich fordere Gegenleistung für meinen Einsatz. Aber ich kann akzeptieren, dass dem Menschen die Situation der Gehaltsverhandlung unter Druck setzt und er deswegen nicht mehr in der Lage ist, sich entsprechend darzustellen. Nachvollziehen werde ich das aber nie können, denn ich fühle einfach nicht so.

 

 

Ich spare mir mal weitere Beispiele, denn ich glaube, man versteht worauf ich hinaus will:
Menschen können im Grunde Situationen nachvollziehen. Allerdings nur bedingt. Es wird umso schwerer, je weiter wir uns von den dazugehörigen Situationsvariablen entfernen.  Also wenn wir uns stark vom Erzählenden unterscheiden. Sei es in Charakter oder in unseren Werten.  Aber in den eben genannten Fällen werden die meisten Menschen sagen “Selbstverständlich ist das zu akzeptieren“, manche werden sagen “Ist doch nachvollziehbar“, weil es ihnen vielleicht auch so geht. Aber so oder so, man wird üblicherweise dem Erzähler seine Wahrnehmung nicht klein reden oder sogar lächerlich machen. Jeder von uns kennt solche Situationen, hat sie entweder bei anderen Menschen im eigenen Umfeld wahrgenommen oder bei sich selbst. Man sieht noch die Farbe, auch wenn vielleicht die ein oder andere schon fehlt, weil man sie nie kannte.

 

Wenn es zu feministischen Diskussionen kommt, läuft das plötzlich anders. Dann ist plötzlich alles Grau oder Schwarz, aber keinesfalls mehr farbig und bunt. Dann ist schluss mit lustig aka sich in den anderen reinfühlen. Für Diskussionen über Rassismus oder Homosexualität gilt das übrigens auch. Je nachdem, wen man vor sich hat, regiert plötzlich nicht mehr Empathie und Mitgefühl, sondern Angst vor was-auch-immer-für-einem-gearteten Verlust.

Kontrolle, Privilegien und/oder (sich ggfs. daraus ergebende) Macht sind starke Werte für so manchen Menschen. Jemand, der so fest an diesen Dingen hängt, hat vermutlich Angst, ohne diese nichts mehr wert zu sein. Mal unabhängig davon, dass sich für mich der Wert eines Menschen nicht berechnen lässt, ist es in unserer Gesellschaft leider dennoch so, dass Menschen unterschiedlich „bewertet“ werden.  Wer Geld und (dadurch) Macht hat, ist was wert. Wer einen gewissen Verstand (Bildungsstand) hat, ist was wert. Wer im Gegenzug dazu ein ehrliches Leben lebt, der bleibt dumm und auf der Strecke. Wer nicht betrügt, blendet und Spielchen spielt, bleibt zurück. Wer nicht der sogenannten Norm entspricht, bleibt draußen. So einfach.

 

Verständnishorizont - http://astefanowitsch.tumblr.com/

 

 

So einfach? Ich glaube nicht.
Die Menge der Menschen, die inzwischen verstanden haben, dass das nicht der richtige Weg ist, wächst. Zum Glück. Aber immer wieder trifft man auf die, die einfach nicht anders denken wollen. Weil sie von der Angst regiert werden, dass sie Dinge verlieren, wenn andere mehr kriegen.

Neulich sagte mir ein Bekannter folgendes:  ”Wenn Frauen mehr Geld (für den gleichen Job natürlich) bekommen, wie ich als Mann, dann nimmt man mir ja was weg“. Außerdem kam im gleichen Gespräch auch “Ich will nicht, dass eine Frau mein Auto repariert” vor. Ich fragte nach, versuchte zu verstehen, was diese Person, die sonst so klug ist, dazu bringt etwas in sich so Dummes zu sagen. Aber außer den extrem konservativen Werten, die dieser Mensch hat, und dem dazugehörigen Frauenbild, kam sonst nicht viel an Argumenten rum. Bis dann plötzlich noch dieses kam: “Man muss nicht immer alles logisch argumentieren“. Und das sagte mir natürlich, dass hier rein emotional und mit Angst “gedacht” war. Nicht mit sachlichen oder faktischen Argumenten. Und da lässt sich natürlich nicht viel argumentieren. Und das ist die Krux an der Sache. Vermeintlich sachliche Diskussionen sind es nicht immer, aber man erkennt es auch nicht immer sofort.

 

Warum kann man(n) also in einer Diskussion um Frauen und deren Wahrnehmung in der von Männern dominierten Welt nicht auch einfach erst mal annehmen, was sie sagt? Warum wird hier abgewunken und mit einer “ach jetzt übertreib mal nicht” oder “stell dich nicht so an” Mentalität gesprochen? Und das ironischerweise ja nicht nur von Männern. Auch Frauen reagieren so auf Frauen und ihre Wahrnehmung. Es mag hier viele Antworten geben, aber ich hab sehe hier folgende Punkte, die mir besonders aufgefallen sind.

 

    1. Männer fühlen sich “erwischt”.
      Die typische Reaktion ist Abwehr. Die noch nicht ganz so häufige ist, drüber nachdenken und das Verhalten zu korrigieren.
    2. Männer haben Angst, dass Frauen etwas wollen (und kriegen), was ihnen zusteht.
      Die typische Reaktion ist…siehe 1.
    3. Frauen erleben einen “Aha-Moment” und erinnern sich an selbst Erlebtes, fühlen sich plötzlich schwach und verletzlich.
      Eine typische Reaktion darauf ist, ja Sie ahnten es schon, Abwehr. Die zweite, nicht ganz so seltene Reaktion ist Solidarität.
    4. Frauen, die das Glück haben selbstbewusst zu sein oder ggfs. in ihrem Umfeld Förderer und Gönner zu haben, die also effektiv nicht solche Erfahrungen haben, fühlen sich von diesen “schwächeren” Frauen angegriffen, beneidet oder als Konkurrenz betrachtet.
      Die typische Reaktion, ja auch hier, ist Abwehr. Die auch leider eher untypische ist Verständnis oder Solidarität.

 

Das sind nur meine persönlichen Wahrnehmungen, die ich hier beschreibe. Aber mir zeigen die vielen Diskussionen mit anderen Menschen, dass ich damit nicht ganz alleine bin. Bisher hab ich aber leider noch keinen Weg gefunden, um aus dieser Abwehrhaltung wengistens ein “ich seh die Farbe nicht, aber ich kann akzeptieren, dass du sie siehst” zu machen. Aber ich bleibe dran, denn ich bin überzeugt davon, dass auch “Farbblinde” im Grunde ihres Herzens Farbe wollen. Mensch kann damit anfangen zu akzeptieren, dass es Farbe (Wahrnehmungen anderer Menschen, die ich nicht habe) gibt. Damit wäre schon vielen Gutes getan. <3

 

 Zitat aus “Bärenbrüder”: ”Siehst du schwarz-weiss oder in Farbe?”

 

 

FF0613 – Gewalt

 

Dieser Podcast ist kein wirklich schöner. Es geht um Gewalt und was sie mit einem macht. Er ist spontan entstanden, nachdem ich mir dieses kurze Video mit Patrick Stewart angesehen habe.

 

Zitat aus “Daredevil”: 
“Gerechtigkeit ist keine Sünde, Pater.” – “Nein, aber Rache schon. Man sieht es jeden Tag auf der Straße, Gewalt führt zu noch mehr Gewalt.”

 

FF0213 – Aufschreien oder niederschreien?

 

Das Thema Feminismus im Netz ist wirklich ein sehr polarisierendes Thema. Ich will hier gar nicht so viel schreiben, aber euch die Links an die Hand geben, um die es im Podcast geht.

Auf Twitter sucht ihr einfach nach #aufschrei und dann findet ihr extrem viele Beschreibungen von Dingen, die z.T. mehr als abstoßend sind. Und darüber muss gesprochen werden. Aber irgendwie anders als bisher. Finde ich zumindest.

Und hier findet ihr nun zuerst den Artikel über Brüderle, der hier nur ein Artikel über den Artikel ist. :-P Das Original hab ich jetzt nicht direkt gefunden (hab aber auch nicht übermäßig lang gesucht).

Außerdem der Artikel von Antje Schrupp, “Ich bin kein Sexist” – so what? In dem kommt das mit den Keksen für Männer vor, was ich ehrlich gesagt ziemlich arrogant finde, aber das ist ja nur meine Meinung.

Und dann noch Der Artikel von Mutti. Gefiel mir außerordentlich gut, weil einfach mal jemand sagt, dass Frauen sich auch wehren müssen. Das gehört einfach mit dazu.

 

Zitat aus “10 Dinge, die ich an dir hasse”:
“Wenn ich meine Meinung äußere ist das kein terroristischer Akt.”

 

 

FF20 – Ich bin keine Quotenfrau

 

Heute war wieder mal ein kleines Negativ-Highlight eingetreten, von dem ich zu Anfang erzähle. Aber dann geht’s gleich weiter zur Quote. Die ich aus Gründen ablehne.

Viel Spaß beim Zuhören.

 

Zitat aus “Free Rainer – Dein Fernseher lügt”: “Diese Scheiß-Quote ist die Achilles-Ferse, und die knöpf ich mir jetzt vor.”

 

FF18 – Extreme

 

Im aktuellen Podcast geht es um Extreme. Berufliche (Neuigkeiten!!!), private, politische und was mir sonst noch so einfällt. Hört rein.

 

Hier der Bluemoon (Direktlink) und blue_moon_20120621 (zum Download, .mp3 ~ 82 MB) von Donnerstag mit dem Thema “Sexismus” und den Blogpost von Markus Richter (auf Twitter @monoxyd) dazu inkl. Shownotes etc.

Außerderm hier noch der Screenshot zum Tweet von @afelia.

 

 

Deutschland – Griechenland ging übrigens 4.2 aus, sorry für den Patzer. Bin kein großer Fußballfan. :-P

 

Zitat aus “Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith”: “Nur ein Sith kennt nichts als Extreme!”

 

Podsprech und Fressefreiheit quatschen

 

Und zwar über Frauen, Klischees und sonstiges Geraffel.

Hört zu unter www.moepmoep.org, 19.30 Uhr gehts los, inklusive Live-Chat, ebenfalls dort zu finden.

Viel Spaß!

 

Zitat aus “Abgekartertes Spiel”:
“Das ist eine lange Geschichte. Bleibst du lang genug, sie anzuhören?”

Number Twenty-Five

Diesmal geht es um meinen gestrigen Besuch in Frankfurt, wobei die Stadt selbst nicht das Thema ist, sondern die “Drei Damen vom Grill”, die ich getroffen habe.

 

Zitat aus “Adel verpflichtet”:
“Besonders die Damen neigen sehr zur Hysterie. Das ist sehr unvernünftig.”

FrauenScheißschriften

Immer wenn ich mal beim Friseur saß, weiß ich wieder, warum ich mir keine Frauenzeitschriften kaufe.

Heute gabs wieder so schlaue Sachen zu lesen, wie z.B. “100 Dinge, die man als Frau gemacht haben muss”. Aha….die Zeitschrift weiß also, was ich tun muss, damit ich ein erfülltes Leben haben kann. Dazu gehören dann so super Einfälle wie, dass ich mal Porsche gefahren sein muss. Hm. Oder dass ich ‘nem Mann eine geschmiert haben soll. Soso. Neben weiteren geistigen Ergüssen wie z.B. einen One-Night-Stand haben oder auch auf alternative Heilmethoden umschwenken, war durchaus auch was nicht ganz so sinnbefreites dabei, wie z.B. richtig gute Schuhe tragen.

100 Dinge, die Frau tun muss...

Ihr seht schon – die Auswahl der Punkte, die Frau gemacht haben muss, erfüllen enorm. Also wenn ich nicht Porsche fahrend mal einem Mann eine geschmiert habe, weil der nicht, ganz im Gegenteil zu mir, auf alternative Heilmethoden umsteigen wollte, dann hab ich kein erfülltes Leben. Da ich dann aber wenigstens vielleicht gute Schuhe trage, kann ich ja den Porsche stehen lassen, nach Hause laufen und mir einen One-Night-Stand suchen, was mich dann bestimmt total erfüllt. Ach Mensch….ich muss mir mehr Zeitschriften kaufen glaub ich. Wie konnte ich nur bisher ohne diese Ratschläge durch’s Leben kommen?

Zitat aus “Queer as Folk”:
Emmett: “Würde es eine Zeitschrift geben, die “Selbstachtung” heißt, wärst du jetzt auf dem Cover!”

Pornos für Frauen

“Iiiiihhh….wie eklig. Pornos….bah. Geht ja gar nicht sowas. Total asozial. Mein Mann sollte sowas nicht gucken, das ist ja wiederlich.”

So in etwa hören sich oft Meinungen von Frauen an, wenn sie zu Pornofilmen befragt werden. Die Stimmen der Männer hören sich logischerseise anders an. Die finden es geil und konsumieren die Dinger wie die abendliche Flasche Bier. Ok ok, auch nicht alle, aber zumindest mögen die meisten Männer die Schmuddelfilmchen.
Warum also ist das so ein Unterschied?

Ich glaube ja, dass viele Frauen lügen, wenn sie danach gefragt werden, ob sie Pornos mögen. Ich hab zwar selbst auch keine große Erfahrung mit dieser Sorte Film, aber man sieht hin und wieder mal diese Sexfilmchen auf RTL2 oder was auch immer das für Sender sind, auf denen sowas nachts läuft. Und ganz ehrlich – auch wenn das natürlich simpelste Machart ist, es spricht mich auch an. Und ich weiß von Freundinnen, dass sie sich durchaus auch angeregt fühlen. Blöd finden wir es dann nur, wenn die Szenerie abrutscht und es eben schmuddelig oder schmerzhaft wird. Auf Hardcore Zeugs steh ich also auch nicht, daher ist ein “richtiger” Porno wohl auch nichts für mich.

lust

Genau da greift jetzt eine Frau ein, die es  sich zum Ziel gesetzt hat gute Pornofilme für Frauen zu machen. Mit netter Umgebung, vielleicht etwas mehr Stil, aber dennoch heißen Szenen, die keine Wünsche offen lassen, bringt Erika Lust Pornos für Frauen auf den Markt, die uns ansprechen sollen. Nein, es ist nicht der zu vermutende Blümchensex, den man dort sieht, sondern auch durchaus etwas schärfere Gangart. Aber eben irgendwie “weicher”, ästhetischer und optisch einfach besser.
Und warum auch nicht? Wir wollen auch Spaß beim Sex haben und wenn es manchmal etwas langweilig daher plätschert, warum sollte frau sich dann nicht auch mal selbst nachhelfen, in dem sie einen Film einlegt, der scharf macht. Kann einer Beziehung bestimmt auch noch mal einen Schwung bringen, wenn beide schon etwas eingefahren sind.
Ich find’s auf jeden Fall gut. Mehr guten Sex kann man doch nicht ablehnen. :-)

Zitat aus “Das Experiment”:
“Passt mal auf, kennt ihr den? Warum schauen Frauen Pornofilme immer bis zum Ende?…. weil sie denken, am Schluss wird geheiratet!”

Scheiß Frauenquote

30% Frauenquote im Management. Super Idee. Oder etwa nicht?

Heute morgen gab’s im Radio eine Meldung, dass man in Deutschland überlegt, die Vorgehensweise der Holländer zu übernehmen, wenn es um Frauen im Management geht. Unsere Nachbarn haben nämlich im Parlament ein Gesetz entworfen, welches eine Quote von 30% Frauen im Management erwartet. Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern sollen diese Quote erbringen. Schaffen sie das nicht, sollen sie erklären wie sie diesen Zustand zu korrigieren gedenken. Sanktionen soll es nicht geben.

Nun bin ich selbst eine Frau, bin im Management tätig und würde mich freuen, wenn ich höher hinaus käme und man meine Arbeit würdigte.
Und genau da liegt der Hase im Pfeffer.
Wieso sollte ich Karriere machen dürfen, wenn meine Arbeit gar nicht so gut ist, dass ich es verdiene? Bzw. wieso sollen Frauen, die völlig unfähig sind nur aufgrund ihres “Frau-seins” in eine höhere Managementposition aufsteigen? Das macht doch gar keinen Sinn. Es sei denn, dass diese Frau tatsächlich extrem gute Leistungen erbringt und es anders nicht schaffen würde, als mit einer Quote.

Und da liegt der zweite Hase dumm rum.
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