Devil – ja zum Teufel aber auch!

Quelle: http://www.filmposter-archiv.de

In den meisten Fällen verlasse ich mich nur und ausschließlich auf einen Trailer. Wenn der gut gemacht ist, dann bin ich meist willens den Film zu sehen. So war das auch bei “Devil“. Leider war der Eindruck des Trailers in diesem Fall extrem falsch. Zumindest aus meiner Sicht.

Worum geht’s?
Eine Gruppe von Leuten findet sich scheinbar zufällig in einem Fahrstuhl wieder, der leider irgendwo in Höhe des 22. Stockwerks eines Hochhauses stecken bleibt. Von selbigem Hochhaus sprang am Morgen ein Mann, der sich das Leben genommen hat. Um diesen Selbstmord zu untersuchen ist bereits die Polizei vor Ort.
Die Wachmannschaft des Hochhauses hat den defekten Fahrstuhl bemerkt und schickt den Techniker los, um das Ding wieder fit zu machen. Der bemüht sich vergebens, denn der Lift hängt nicht wegen eines technischen Defekts, sondern – wir ahnen es – weil der Teufel seine Drecksfinger im Spiel hat. :-p

Das Grüpppchen besteht aus einer illustren Runde. Eine Betrügerin, eine Diebin, ein wegen Körperverletzung verurteilter Wachmann, noch ein Typ (dessen Vergehen ich vergessen habe) und ein Unfallverursacher, der Faherflucht begangen hat, während eine Frau und ihr Kind noch am Unfallort starben.
Diese Runde von “netten” Menschen hängt nun also auf engstem Raum fest und die Stimmung steigt. Also nicht. Ist klar. :-)
Alle werden reizbar und zickig. Als dann auch noch das Licht ausfällt, vermutlich wegen der Arbeiten des Technikers, ist die Laune noch mal etwas aufgeheizter. Denn im Dunkeln geschehen Dinge, die sich keiner der Anwesenden erklären kann. Jedesmal, wenn das Licht aus ist, wird eine Person verletzt oder sogar getötet.

Der Teufel hat also diese Brut in dem Schacht stecken lassen, damit er sich einen nach dem anderen holen kann. Dazu hätte er gerne Zuschauer, die er in Form der Wachmänner findet, von denen einer sehr religiös ist und den Übeltäter auch als solchen erkennt. Er sieht die Fratze auf dem Bildschirm und weiß, dass keiner eine Chance hat. Die Versuche dies seinem Kollegen mitzuteilen scheitern natürlich, aber der inzwischen hinzugerufene Polizist glaubt ihm. Hilft aber zunächst alles nichts, denn einer nach dem anderen wird dahingerafft. Mehr oder weniger spektakulär. Und natürlich immer im Dunkeln.

Quelle: http://indiegeniusprod.com

Um das Ende nicht preiszugeben, lass ich das hier jetzt auch weg, aber ich möchte zumindest gerne noch sagen, dass der Film echt nicht vorhersehbar war. Also es war nicht vorherzusehen, dass der so schlecht wird. Die Handlung war natürlich allen irgendwie klar. Ist in dem Streifen aber jetzt auch nicht so schwer, ehrlich gesagt.
Die Idee, die Mr. M. Night Schamalaladingdong (danke Sema) da hatte, ist echt gut. Storytechnisch echt mal wieder was spannendes. Aber die Umsetzung war so grottig, dass man das fast mit seinen Kindern bei Milch und Kuchen gucken könnte. Ich hab den Film mit meinem besten Freund geguckt. Der Mann erschreckt sich schon bei der Sendung mit der Maus im Normalfall, aber hier? Keine Regung. Und ich wär fast eingepennt. Gut, das kann auch daran gelegen haben, dass ich einfach schon müde ins Kino ging, aber wacher hat mich der Mist leider nun nicht gemacht.

Aus meiner Sicht hat der echt nur eine 3- verdient, und das mit dem Minus auch nur wegen der wirklich guten Idee als solches und weil der Film nicht nur als Horror gemeldet war, sondern auch als Mystery Thriller. Sonst wäre der eher bei 4 oder schlechter gelandet. Die IMDB gibt dem Ding allerdings eine 6,5, was also etwas besser ist, als meine Beurteilung. Ich war einfach enttäuscht.

Zitat aus “Constantine”:
“An den Teufel glaub’ ich nicht.” – “Was Sie allerdings sollten. Er glaubt ja auch an Sie.

Eine “Legion” aus “Männern, die auf Ziegen starren” und “Sherlock Holmes”

Heute gibt es mal eine Kinokritik der besonders kurzen Art.

Ich hab ja in der letzten Zeit kaum schreiben können, aber dennoch war ich natürlich mal wieder im Kino. Es gab der Reihenfolge nach “Sherlock Holmes“, “Männer, die auf Ziegen starren” und “Legion“.

Sherlock Holmes

Habt ihr schon mal so einen sexy Sherlock gesehen? Also ich nicht. :-)
Ich kann mich gut daran erinnern, wie er auf mich wirkte, als ich noch ein kleines Kind war:
Stocksteif, älterer Herr, stets ordentlich gekleidet und mit sehr gutem Benehmen.
Aber dieser heutige Sherlock?
Schmuddlige Klamotten, leicht durchgeknallt, teilweise ziemlich “durch“, aber sowas von sexy und verwegen. Man man man. Aber das liegt natürlich nur daran, dass der heutige Mr. Holmes von einem der sexiesten Männer der Welt gespielt wird – von Robert Downey Jr.

Story dürfte klar sein – es geht darum einen Schurken zu jagen und dabei das Zusammenspiel von Holmes und Watson zu genießen. In der heutigen Version ist natürlich alles viel lauter, schneller und wilder, aber das macht den Film zu einem schönen Stück Unterhaltung.

Die Kulissen sind super, Kostüme auch. Besetzung ist klasse und musikalisch wird auch gut untermalt. Alles in allem ein wirklich schöner Film, der bei mir eine 2 bekommt. Ach so, unbedingt erwähnenswert sind aber die Szenen in Zeitlupe – sehr geil gemacht, weil die Bilder dazu klasse sind und die Abläufe von Sherlock so schön erklärt werden. Eine schöne Idee.

Die IMDB sagt 7,6 und wer mehr zum Film wissen möchte guckt bitte hier.
Heute gibt es wie gesagt nur die Kurzversion. :-)
Dafür geht es jetzt aber gleich weiter zu

Männer, die auf Ziegen starren

Quelle: www.filmposter-archiv.de

George Clooney ist jetzt nicht DER Schauspieler, für den ich sonst viel übrig hätte. Er ist einer derjenigen, die ich eher unauffällig finde, um ehrlich zu sein. Ich steh weder auf sein Äußeres, noch bin ich davon überzeugt, dass er ein außergewöhnlicher Schauspieler wäre. Ich hab allerdings auch nichts gegen ihn, aber irgendwie war er bisher für mich immer eher Durchschnitt. In diesem Film find ich ihn jetzt aber mal richtig gut.

Er spielt den etwas durchgeknallten Ex-Psychoarmy Soldaten, Lyn Cassady, der behauptet zu einer geheimen Militärorganisation zu gehören, die mittels psychischer Kräfte arbeitet. So können diese Soldaten also z.B. durch Wände gehen, Wolken explodieren lassen oder auch Ziegen durch Anstarren töten. :-)

Bob Wilton (Ewan McGregor), ein armes Würstchen, dass soeben von seiner Frau verlassen wurde, sucht den Sinn in seinem Reporterleben und will unbedingt was besonders erleben. Bob und Lyn stoßen aufeinander und machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem ehemaligen Anführer dieser Militärgruppe, Bill Django (Jeff Bridges). Der ist ebenfalls nicht der typische Soldat, eher ein Freund von Flower Power und Frieden für alle. Und so sah die Truppe sich – als Friedenstrupp, nicht als Kampfeinheit.

Quelle: www.virginmedia.com

Im Prinzip geht es also um die Sinnsuche von Bob, die Suche nach dem ehemaligen Anführer von Lyn, die Suche nach psychologischer Kriegsführung durch die Armee und die Suche von Django nach Frieden. Es geht also um Suchen und vielleicht auch um Finden.

babbleon5.files.wordpress.com

Die Story im Detail, bzw. mit etwas mehr Infos als hier, kann man auf der Seite zum Film nachlesen. Ich persönlich fand den Film gut, er bekommt bei mir eine 3+, die IMDB sagt 6,5, was ich schade finde, aber wohl doch der allgemeineren Meinung entspricht. Denn meine Kinomitgucker waren auch nicht ganz so angetan wie ich. Deren Meinung war, dass eine durchgehende Story fehlt, bzw. es eine lieblose Aneinanderreihung von Szenen gewesen sei. Ich empfand das nicht so, aber vielleicht macht ihr euch einfach selbst ein Bild, falls nicht schon geschehen.

Kommen wir dann zum nächsten Film.

Legion

Das ist einer dieser Filme, die man entweder gleich gucken will oder einfach total schrottig findet. Ich sags gleich vornweg – die IMDB hat dem Film nur eine 5,1 verpasst.
Geschichten rund um Gott und Engel, verbunden mit Kampf und ein paar “harmlosen” Menschen, die quasi den Gewalten ausgeliefert sind. Das ist ein Genre, dass man entweder liebt oder hasst – ich liebe es. :-)

Gott ist mal wieder böse auf die Menschheit. Weil wir alle so schecht sind, schickt er diesmal statt einer Sintflut eine Schar von Engeln, die die Menschheit niederstrecken sollen. Das ansich widerspricht zwar der Idee von Engeln und die Art und Weise wie das passiert auch, aber na ja, künstlerische Freiheit nennt man sowas wohl.

Quelle: www.filmposter-archiv.de

Wie auch immer – das ganze passiert in einem Restaurant am Arsch der Welt. Passenderweise hat es den Namen “Paradise Falls“, aber nun gut, solche offensichtlichen Namensgebungen gehören ja immer irgendwie dazu.
Nun darf im Film neben “böse” natürlich auch “gut” nicht fehlen. Es gibt also in diesem Fall den bösen Gott und seine Legion aus Engeln und als guten Gegenspieler den Erzengel Michael, der sich freiwillig die Flügel stutzt, um die nutz- aber wohl doch nicht hoffnungslose Menschheit zu retten. Irgendwie geht es noch um die Geburt eines Babys, aber falls ich es nicht irgendwie verpasst habe, wird gar nicht erklärt, warum das Baby so besonders ist. Aber es muss unbedingt getötet werden laut Gottes Auftrag, und da Michael den Job abgelehnt hat, muss Gabriel her, um das zu bewerkstelligen. Letzlich geht es also darum, dass die Menschheit einen neuen Anfang machen kann.
Etwas widersprüchlich finde ich die Aussage, die der Film mitsichbringt.
Gott irrt nämlich mal, was ja bisher immer sehr verpönt war. Denn Michael ist der Engel, der “ihm” gibt, was er braucht, wohingegen Gabriel der ist, der für “ihn” tut, was er verlangt. Wie auch immer – ich mochte den Film. Es war ganz gute Unterhaltung, natürlich mit Fehlern und vielen kleinen Dingen, die man hätte besser machen können, aber ich war dennoch zufrieden. Es gibt eine 3, die IMDB sagt wie oben schon erwähnt, dass er nur eine 5,1 verdient.

So, das muss an Kinokritik reichen.

Zitat aus “Uhrwerk Orange”:
“Was sind das für Experimente, die Sie da mit mir anstellen? – Oh, das ist wirklich ganz einfach: Wir zeigen Ihnen nur ein paar Filme! – Sie meinen Filme, wie man sie im Kino sieht? – Ungefähr so, ja… – Das ist gut! Ich sehe mir gerne spannende Filme an…”

Wolfman

Könnt ihr euch noch an “American Werewolf” erinnern? Oder “Wolf” mit Jack Nicholson? Das waren gute Filme, zumindest meiner Meinung nach.
Wolfman” ist leider nur eine langweilige Aneinanderreihung von Szenen, die nichts Neues anbieten.

Die Story eines Mannes, der durch den Biss eines Werwolfs selbst in einen verwandelt wird. Das ist die Basis jeder dieser Filme, daher soweit ok. Aber in “Wolfman” wird leider keine schlüssige Story erzählt, bzw. wirken die einzelnen Stränge, sofern erkennbar, lieblos zusammengeklatscht.
Es gibt, oh Wunder, eine Zigeunerstory. Die soll dafür herhalten, dass zum einen nicht gleich klar ist, woher der Wolf kommt. Zum anderen aber auch die “Magie” aufzeigen, durch die der Werwolf erlöst werden kann.
Und es gibt natürlich eine Frau, wir wundern uns noch mal ganz heftig, die, was auch sonst, den Mann im Wolf liebt.
Nun ja….etwas schwach, denn sie war die Frau seines Bruders und zu Beginn des Films todtraurig, weil der getötet wurde, aber egal. Wollen wir mal glauben, dass sie den Kerl wirklich liebt.
Dennoch – die Zigeunerin erzählt irgendwann, dass “nur die Liebe einer Frau” den Werwolf erlösen kann. Jo – ist ja schön, aber leider erklärt sich das dann im restlichen Film nicht mehr. Besagte Frau (Emily Blunt) rennt nämlich zu der Zigeunerin, um das Geheimnis zu erfahren, wie sie Lawrence (Benicio del Toro) erlösen kann. Man kriegt als Zuschauer nicht mit, was gesagt wird. Später im Film sieht man dann, dass sie zwecks Errettung des Geliebten in das Haus stürmt, in dem er gerade am kämpfen ist. Dann dreht sie sich aber um und läuft querfeldein davon, nur um ihn dann zum Schluss zu erschießen. Sorry, aber da war null Magie oder Liebe oder was im Spiel und die Zigeunerstory war völlig unnütz. :-(

Soweit zur Bewertung der Story. Kommen wir zum “Kostüm“, denn so wirkt der heutige Werwolf. Wie frisch aus dem Kostümverleih entlaufen.
Ich finde besonders schlimm, dass die Nase aussieht wie von irgendeinem Teddybären. Schwarzes Plastik, sieht aus wie einfach draufgeklebt oder so. Und auch die Behaarung wirkt sowas von schlecht, dass man gewillt ist mit dem schmusen zu wollen, so kuschlig kommt der rüber. ;-) In Summe einfach irgendwie schlecht und billig gemacht.Dafür sind die Effekte bei der Verwandlung ansich ganz gut. Und auch Benicio del Toro ist natürlich als Schauspieler gut besetzt, aber das war es schon mit dem Lob.
Der Film bekommt bei mir gerade noch so eine vier, aber mehr ist echt nicht drin. Die IMDB gibt eine 6,4, was eher einer drei entsprechen würde, aber ok – ist ja Geschmackssache.

Zitat aus “Van Helsing”:
“Warum riecht es denn hier so nach nassem Hund?”-”Werwolf.”