Planet der Affen – Prevolution

Planet der Affen - Prevolution
Quelle: http://www.2501.eu

Zuerst mal – ich war begeistert. Der Film war wesentlich besser, als ich angenommen hatte.

Als ich damals in 2001 den anderen “Planet der Affen” mit Mark Whalberg gesehen hatte, war ich so enttäuscht, dass ich mir diesmal lieber selbst die Latte nicht so hoch gelegt habe. Und siehe da – es kam ein echt guter Film dabei raus und ich bin schwer begeistert.

Ohne jetzt hier auf die Story eingehen zu wollen, möchte ich euch nur gerne sagen, dass ich den Film deswegen so gut finde, weil er mich emotional voll mitgenommen hat. Und natürlich ziehen da die üblichen Tricks, wie nämlich Baby-Affen etc, aber darüber hinaus ging es ja wesentlich mehr um den erwachsen gewordenen Affen Caesar und seinen Konflikt zwischen Mensch und Affe gefangen zu sein. Also psychisch erst mal. Und das ist so gut umgesetzt, ohne dabei zu sehr auf die Effekthascherei zurückgreifen zu müssen, dass ich sofort in den Zoo laufen wollen würde, um alle Affen frei lassen zu wollen.

Ich hab mir den Film nachmittags im Kino angesehen und war erschrocken darüber, wie viele Kinder da drin waren. Der ist zwar ab 12 freigegeben, aber ganz ehrlich – ich hätte das nicht so eingestuft. Weniger wegen der Kampfszenen, sondern mehr wegen der Botschaft und den Gefühlen, die berührt werden. Neben mir saß ein Mädchen und weinte. Ich glaube kaum, dass man mit 12 schon seelisch (logisch vielleicht schon) erfassen kann, dass der Affe im Zoo was anderes ist, als der Affe im Kino. Dazu hätt ich so meine Bedenken. Aber wie dem auch sei, ich fand ihn gut. Seht ihn euch an, falls nicht schon geschehen.

Abschied
Quelle: http://www.negativ-film.de

Ach und noch was.
Der Film endet extrem gut, also an einer Stelle, wo andere noch irgendwas dazu gebastelt hätten. Das ist hier nicht der Fall. Er endet da, wo er muss. Klassisch. Sehr schön gemacht. Und man sollte nicht gleich abhauen, wenn das erste Licht angeht. Es kommt noch eine Szene direkt am Anfang des Abspanns und es kommt noch, quasi im Hintergrund, ein visueller Hinweis auf das, was noch passiert. Danach könnt ihr gehen. :-)

Die IMDB gibt dem Streifen eine 7,9 und dem stimme ich zu. Und jetzt besorg ich mir die alten Dinger noch mal und geb sie mir der Reihe nach. :-)

Zitat aus “Planet der Affen, 1968″:
“Da! Ein Mensch!” – “Um Himmels Willen! Fangt das Biest wieder ein!”

Number Fifteen

Der neue “Postcad” ist da…hihihi…ist ein Versprecher drin, der aber einfach mal drin bleibt. Aus Gründen. :-) Und für die lauten Schnaufer am Ende entschuldige ich mich, aber ich hatte keinen Bock das noch mal zu machen.

Es geht heute um Urlaub und Leute, die einem vorgeben wollen, wie man den zu verbringen hat. Außerdem um Podcasts, gute wie schlechte, und zum Schluss noch den Harry, den Potter. :-P

Also hier erst mal die Links auf die guten Podcasts.

Name = Twitteraccount oder Blogadresse / Titel = Podcastadresse
Sema wr.ong
Uwe BaltnerNettes Frettchen
Philip WimmerToheselü
Tackleman und Sema Ohrenbluten

Und hier die anderen, von denen ich sprach.
Schlaflos wegen der störenden Nebengeräusche nicht länger gehört, die anderen….na ja….hört selbst rein. :-)
Schlaflos in München
Change Now
SukiiLand

Zitat aus “Hass”:
“Es ist wichtig wieder loszulassen! Es ist schwierig rechtzeitig aufzuhören! Man darf nicht nervös werden! Man muss sich beruhigen können! Das ist das schwierigste!”

Alles koscher

Alles koscher

Endlich mal wieder ein richtig guter Film. Einer zum Lachen, zum Nachdenken und zum Weiterempfehlen.

In “Alles koscher” geht es um einen Moslem, der durch Zufall erfährt, dass er adoptiert wurde. Das allein ist ja schon ein dickes Ding, aber dann erfährt er auch noch, dass er als Jude geboren wurde. So – wer nun ein bisschen in der Welt aufgepasst hat, der weiß, dass Juden und Moslems nicht so richtig dicke Freunde sind. Also für unseren muslimischen Freund Mahmud bedeutet das zunächst mal Verwirrung, ein bischen Panik, aber auch Neugierde und Entdeckungslust.

Nun ist Mahmud aber auch kein wirklich strenger Moslem, denn er hält sich nicht an die Regeln des Ramadan, die des Koran und er geht auch nicht so oft in die Moschee, wie er es tun könnte. Dafür trinkt er lieber mal ein Bier oder guckt sich ein Video seines Lieblingssängers “Gary Page” aus den 80ern an.
Als er nun erfährt, dass sein Geburtsname Solly Shimshillewitz ist, geht seine Reise in eine andere Welt los.

Um seinen vermeintlichen Vater, Izzy Shimshillewitz, treffen zu können, muss er sich zunächst mal jüdisches Wissen und Verhalten aneignen. Izzy liegt nämlich im Sterben und sein Rabbi will den Abgang nicht noch beschleunigen, indem ihm ein Moslem unter die Augen tritt. Unterstützung bei dieser Reise erfährt er von dem jüdischen Taxifahrer Lenny, den er um Hilfe bittet.

Natürlich weiß die Familie nichts davon, Mahmud macht das alles heimlich. Klar fällt auch auf, dass er sich anders verhält und so gerät er ein wenig in Konflikt mit seiner Frau. Viel schlimmer ist aber, dass sein Sohn Rashid heiraten will. Ausgerechnet die Stieftochter des fanatischen Predigers Arshad Al-Masri, der nun auch zu Besuch kommen will, um die Gläubigkeit und Religiösität der neuen Familie seiner Stieftochter Uzma zu beurteilen. Mahmud verspricht seinem Sohn ein guter Moslem zu sein und somit der Hochzeit nicht im Wege zu stehen, aber wie sich jeder denken kann, kommt seine Suche nach jüdischen Bräuchen und Wissen ihm etwas in den Weg.

Der Film ist unendlich gut, weil er mit einer Leichtigkeit die beiden Religionen beleuchtet ohne sie lächerlich zu machen oder zu kritisieren. Hier wurde genau der schmale Grat getroffen, auf dem man wandelt, wenn man Islam und Judentum in einen Topf wirft. Ja, er ist lustig und so manche Situation ist zum Brüllen komisch, aber er ist in keiner Minute lächerlich.

Ein echtes Meisterwerk. Und ich würde mir wünschen, dass wir alle mit so einer Leichtigkeit unsere religiösen Nachbarn betrachten. Die IMDB sagt leider nur was von einer 6,3. Einer der seltenen Fälle bei denen ich stark widersprechen muss. Für mich ist das eine klare 2+, fast schon eine 1. Hier noch der Trailer.

Zitat aus “Voll das Leben – Reality Bites”: “Ich bin nicht praktizierender Jude.”

World Invasion: Battle Los Angeles

Quelle: http://www.filmposter-archiv.de/

Wenn man in einen Film geht, der so einen Titel hat, dann weiß man, dass man kein Sozialdrama erwarten muss, sondern ordentlich Eindrücke, die über die große Leinwand eben besonders gut kommen sollen. Und so war das bei World Invasion: Battle Los Angeles. Gutes Popcornkino.

Story ist eine, die man schon aus anderen Filmen kennt:
Außerirdische greifen die Welt an, Welt verteidigt sich. In diesem Fall geht es darum, dass Los Angeles nicht fallen soll.

Der Film fängt in meinen Augen aber etwas zu dünn an.
Die Story, in der sich die Handlung des Films dann darstellt, muss anfangs eingeleitet werden und da hat der Streifen seine größte Schwäche, find ich. Es passiert einfach so hopplahopp, dass man plötzlich gegen Aliens kämpft. Anfangs heißt es noch, dass es sich um Meteoriten handelt, dann ist man schon plötzlich bei der Ansage, dass das eine Alieninvasion ist. Und die findet überall auf der Welt statt. Hmm..ok…vielleicht fehlte das Geld oder die Zeit, um die Story besser vorzubereiten, aber mir fiel das eben negativ auf.

In der Story selbst entwickelt der Film sich dann aber ganz gut. Man kämpft als Trupp gemeinsam gegen den Feind. Hat aber vermeintlich einen weiteren “Feind” in seinen Reihen, nämlich Sergeant Nantz (Aaron Eckhart – “Thank you for smoking“, “The Dark Knight“).
Der wollte austreten und sich zur Ruhe setzen, weil er bei seinem letzten Einsatz Männer verloren hat. Er kommt damit nicht gut zurecht. Hinzu kommt, dass er merkt, dass er nicht mehr der jüngste ist. Er zweifelt also einfach daran, dass es noch Sinn macht in der Army zu bleiben und entschließt sich zu gehen. Dumm nur, dass er dann den Posten wieder einnehmen muss, als ein anderer Sergeant ausfällt. Seine neue Truppe ist nicht glücklich mit der Entscheidung, denn sie wissen, dass Nantz irgendeinen Orden erhielt, die Kameraden aber dennoch starben. Sie geben ihm also die Schuld am Tod der Soldaten, was sie ihn deutlich und mehrfach spüren lassen.
Der Trupp wird jedoch nicht von Nantz angeführt, sondern von Lt. William Martinez (Ramon Rodriguez – “Transformers, die Rache“). Einem jungen, unerfahrenen Mann, der direkt von der Akademie ins Einsatzgebiet beordert wird. Der Befehl lautet, sich zu einer Polizeistation durchzuarbeiten, in der noch Zivilisten festhängen und diese zurück zum Stützpunkt zu bringen. Der Trupp hat nur wenig Zeit, denn man hat entschieden, dass die einzige Option gegen die Eindringlinge die komplette Auslöschung der Stadt ist. Los Angeles soll ausgebombt werden. Was übrigens der ursprünglichen Aussage widerspricht, dass Los Angeles ja nicht fallen dürfe.

Ohne jetzt die Details wiedergeben zu wollen, hat der Film natürlich alles, was man erwartet.
Kampfszenen, Schwierigkeiten unter den Männern, heldenhaften Einsatz, sterbende Soldaten und Zivilisten, Kinder, Frauen und natürlich die Aliens selbst. Optisch finde ich diese wirklich gut gelungen. Nicht was das Design angeht, da sehen die Viecher aus wie alle anderen sonst auch. Aber man hat es geschafft, die Umsetzung sehr real wirken zu lassen. Überhaupt finde ich die filmoptische Leistung recht gut. Was bei der Story zu dünn ist, ist dabei gut umgesetzt. Es kommt auch ein guter Grad an Spannung auf, was den Streifen ebenfalls noch mal aufwertet.
Wirklich schade finde ich, dass dem Film so viele Ansätze von möglicher Tiefe gegeben werden, die dann aber keinesfalls erreicht werden. Da zeigt man z.B. den jungen Soldaten Peter Kerns, der offensichtlich durch die Einsätze Probleme mit sich hat, der auch durch einen Arzt behandelt wird etc, aber dessen Problematik wird dann nicht noch mal aufgegriffen. Wozu zeigt man uns das also? Vielleicht hab ich das auch nur nicht mitgekriegt, aber das wäre der ideale Ansatz gewesen, um den Konflikt zwischen Nantz und dem Rest der Mannschaft zu verdeutlichen.

Auch die Story um besagten Nantz, der ja Männer verloren hat, kommt nicht raus. Es gibt genau eine Szene, in der das themtisiert wird, aber es gibt keine Erklärung dazu, warum die Männer gestorben sind. Es geht nur um die Tatsache als solches, ohne Erklärung. Absolut schwach an der Stelle.
In Summe kann ich also leider nur eine 3 geben, weil mir einfach zu viele Punkte nicht gefallen haben. Die IMDB sagt 6,1 dazu, was sich mit meiner Einschätzung deckt.

Zitat aus “Helden der Nacht”:
“Ich bin für’s Großreinemachen, Sturmangriff, keine Überlebenden! Wir haben nicht die Zeit, sie zu unterwandern.”

Ich war noch mal “socialn”

Ich hab mir vorhin noch mal “The social network” angeguckt, aber diesmal im Original. Ich muss echt sagen, dass ich froh bin, den Film vorher auf deutsch gesehen zu haben. Der spricht im Original sowas von schnell, dass ich am Anfang echt Schwierigkeiten hatte. Aber wie eben immer, kommt der Film so noch mal besser rüber. Arme Wurst, der Mark.

Zitat aus “Elizabethtown”:
“Unser Erfolg ist die Originalität!”

3faltig

Quelle: www.filmposter-archiv.de

Ich hab gestern einen der geilsten deutschsprachigen Filme überhaupt gesehen. Die Rede ist von 3faltig, wobei hier viel österreichischer Dialekt drin steckt, also nicht ganz deutschsprachig ist…hihhi.

Der Heilige Geist hängt seit 2000 Jahren auf der Erde rum und lebt so vor sich hin. Eines Tages steht Jesus vor der Tür und verkündet, dass Papa (also Gott) die Apokalypse an Sylvester starten will. Das passt HaGe (H”a”iliger Geist) so gar nicht, weil der nämlich gerade ein Musical auf die Beine stellt, welches genau an dem Tag Premiere hat und danach geht natürlich die Tour los. Aber leider haben Gott und Jesus die 2/3 Mehrheit, von daher hat HaGe nichts zu melden. Aber wie in jedem Film gibts natürlich “Komplikationen”…hiihi….in diesem Fall sind die alle etwas – sagen wir mal – anders. :-D

Ich hab selten im Kino so vor mich hingebrüllt vor lachen, wie in dem Film. Ich hab Tränen gelacht und mich fast weggeworfen. Das Ding ist einfach zu gut. GUCKT DEN! Das ist ein Befehl!!!

Ich mach hier heute keinen Verweis auf die IMDB, da dort bisher nur 65 Leute abgestimmt haben und die wohl die religiöse Verarsche nicht mochten. Aber jeder von euch, der auf schrägen Humor steht, also im Prinzip alle hier irgendwie, werden den Film lieben. Ich versprechs euch. :-) Bei mir kriegt der auf jeden Fall ‘ne 1! Das ist eine echte Rarität bei mir. Ach und noch was: ich finde, dass der Trailer nichts von dem Humor einfängt. Wer sich einen Gefallen tun will, lässt sich die Laune auf den Streifen nicht vom Trailer kaputt machen.

Zitat aus “Forrest Gump”:
“Hast du Jesus schon gefunden, Gump?” – “Ich hab überhaupt nicht gewußt, daß ich ihn suchen soll.”

True Grit

Als Kind war ich der absolute Western-Fan. Ich liebte diese Filme in denen nur ein Saloon zu sehen war, eine breite Straße, ein Sheriff Büro und ein Knast. Ok, es gab noch so zwei, drei Häuser, weil der böse Kerl ja aus dem Hinterhalt schießen können musste, aber ansonsten war da meist außer Wüste nicht viel zu sehen. Pferde natürlich noch, der böse Kerl, der gute Kerl und die Puppe, die die einzig hübsche Frau im Ort ist. Meist irgendwas in Richtung Lehrerin oder so. Also ihr wisst was ich meine, denk ich.

True Grit ist anders, wie man sich wohl denken kann. Es geht im Prinzip auch um einen bösen Kerl, einen (oder mehrere gute) und die Jagd nach Gerechtigkeit, aber diesmal findet es anders statt.
Die Frau, um die es geht, ist ein 14-jähriges Mädchen (Hailee Steinfeld), die den Tod des Vaters rächen will. Der eine Gute ist ein versoffener und etwas runtergekommener U.S. Marshall (Jeff Bridges), der andere Gute ein Texas Ranger (Matt Damon), der aussieht und redet wie aus dem Ei gepellt. Und natürlich fehlt noch der Böse (Josh Brolin).
Über die Story muss man nicht viel sagen, die liegt ja irgendwie auf der Hand. Also anheuern, hinter dem Unhold hinterher jagen, Gerechtigkeit kriegen, etc. Aber der Weg ist hier das Ziel.

Der Film ist ein toller Streifen geworden. Markige Personen, noch markigere Sprüche. Drei Generationen von Menschen mit dem gleichen Ziel, aber aus unterschiedlichen Gründen, müssen sich zusammen raufen, um eben ans Ziel zu kommen. Und wie man sich vorstellen kann, ist das nicht immer ganz einfach.
Die 14-jährige Mattie bewährt sich wie eine Große, weil sie für die Familie die Zügel in die Hand nehmen muss, nachdem der Vater nun tot ist. Der U.S. Marshall ist da eher das Gegenteil. Säuft, raucht und kümmert sich in erste Linie nur um sich selbst. Aber er ist ehrlich und hat einen guten Moralkompass. Der Texas Ranger ist eher das Western-Model. Sieht gut aus, ist gut gekleidet, benimmt sich meist wie ein Gentleman und spricht auch eher so. Unterschiedlicher können drei Menschen nicht sein.

Ansich ist der Streifen recht ruhig, aber langweilig wurde er in keiner Minute. Er hat seine Lacher und seine traurigen Momente. In Summe ein gelungenes Stück Film, dem ich eine 2 geben kann. Die IMDB sagt ihrerseits auch was von 8,0.

Ich finde Matt Damon übrigens sehr gut besetzt, hab aber jetzt schon öfters gehört, dass er da nicht hin passen würde. Finde ich gar nicht. Man kennt ihn halt aus immer gleichen Rollen – hier muss er mal jemand anderen darstellen und das macht er in meinen Augen sehr gut.

Zitat aus “Gesetz der Rache”:
“Nach meiner Erfahrung, sind Lektionen, die nicht schmerzlich gelernt werden, schnell vergessen.” – “Und Vergeltung hält sie wohl bei Laune.”

Black Swan

Eigentlich wollte ich über Black Swan eine normale Kritik schreiben, aber so leid es mir tut – es fällt mir echt schwer. Der Film ist krass, wirr, vielschichtig und krass. Und wirr….aber das hatten wir ja jetzt schon.

Ach, neben Natalie Portman, die eh schon total gut ist, spielt auch Mila Kunis wieder mal mit. Ihr erinnert euch? Die Jackie aus “Die wilden 70er”.

Guckt euch den Film erst mal an, ich versuch inzwischen hier was zustande zu kriegen, aber ihr müsst den unbedingt gucken.

So – weitermachen.

Zitat aus “Alien vs Predator”:
“Irgend “ne Idee was das sein könnte?” – “…Nein.” – “Sie?” – “Nein.” – “Gut dass wir Experten dabei haben.

Devil – ja zum Teufel aber auch!

Quelle: http://www.filmposter-archiv.de

In den meisten Fällen verlasse ich mich nur und ausschließlich auf einen Trailer. Wenn der gut gemacht ist, dann bin ich meist willens den Film zu sehen. So war das auch bei “Devil“. Leider war der Eindruck des Trailers in diesem Fall extrem falsch. Zumindest aus meiner Sicht.

Worum geht’s?
Eine Gruppe von Leuten findet sich scheinbar zufällig in einem Fahrstuhl wieder, der leider irgendwo in Höhe des 22. Stockwerks eines Hochhauses stecken bleibt. Von selbigem Hochhaus sprang am Morgen ein Mann, der sich das Leben genommen hat. Um diesen Selbstmord zu untersuchen ist bereits die Polizei vor Ort.
Die Wachmannschaft des Hochhauses hat den defekten Fahrstuhl bemerkt und schickt den Techniker los, um das Ding wieder fit zu machen. Der bemüht sich vergebens, denn der Lift hängt nicht wegen eines technischen Defekts, sondern – wir ahnen es – weil der Teufel seine Drecksfinger im Spiel hat. :-p

Das Grüpppchen besteht aus einer illustren Runde. Eine Betrügerin, eine Diebin, ein wegen Körperverletzung verurteilter Wachmann, noch ein Typ (dessen Vergehen ich vergessen habe) und ein Unfallverursacher, der Faherflucht begangen hat, während eine Frau und ihr Kind noch am Unfallort starben.
Diese Runde von “netten” Menschen hängt nun also auf engstem Raum fest und die Stimmung steigt. Also nicht. Ist klar. :-)
Alle werden reizbar und zickig. Als dann auch noch das Licht ausfällt, vermutlich wegen der Arbeiten des Technikers, ist die Laune noch mal etwas aufgeheizter. Denn im Dunkeln geschehen Dinge, die sich keiner der Anwesenden erklären kann. Jedesmal, wenn das Licht aus ist, wird eine Person verletzt oder sogar getötet.

Der Teufel hat also diese Brut in dem Schacht stecken lassen, damit er sich einen nach dem anderen holen kann. Dazu hätte er gerne Zuschauer, die er in Form der Wachmänner findet, von denen einer sehr religiös ist und den Übeltäter auch als solchen erkennt. Er sieht die Fratze auf dem Bildschirm und weiß, dass keiner eine Chance hat. Die Versuche dies seinem Kollegen mitzuteilen scheitern natürlich, aber der inzwischen hinzugerufene Polizist glaubt ihm. Hilft aber zunächst alles nichts, denn einer nach dem anderen wird dahingerafft. Mehr oder weniger spektakulär. Und natürlich immer im Dunkeln.

Quelle: http://indiegeniusprod.com

Um das Ende nicht preiszugeben, lass ich das hier jetzt auch weg, aber ich möchte zumindest gerne noch sagen, dass der Film echt nicht vorhersehbar war. Also es war nicht vorherzusehen, dass der so schlecht wird. Die Handlung war natürlich allen irgendwie klar. Ist in dem Streifen aber jetzt auch nicht so schwer, ehrlich gesagt.
Die Idee, die Mr. M. Night Schamalaladingdong (danke Sema) da hatte, ist echt gut. Storytechnisch echt mal wieder was spannendes. Aber die Umsetzung war so grottig, dass man das fast mit seinen Kindern bei Milch und Kuchen gucken könnte. Ich hab den Film mit meinem besten Freund geguckt. Der Mann erschreckt sich schon bei der Sendung mit der Maus im Normalfall, aber hier? Keine Regung. Und ich wär fast eingepennt. Gut, das kann auch daran gelegen haben, dass ich einfach schon müde ins Kino ging, aber wacher hat mich der Mist leider nun nicht gemacht.

Aus meiner Sicht hat der echt nur eine 3- verdient, und das mit dem Minus auch nur wegen der wirklich guten Idee als solches und weil der Film nicht nur als Horror gemeldet war, sondern auch als Mystery Thriller. Sonst wäre der eher bei 4 oder schlechter gelandet. Die IMDB gibt dem Ding allerdings eine 6,5, was also etwas besser ist, als meine Beurteilung. Ich war einfach enttäuscht.

Zitat aus “Constantine”:
“An den Teufel glaub’ ich nicht.” – “Was Sie allerdings sollten. Er glaubt ja auch an Sie.

The social network

Nein, das ist nicht der zweite Teil meines Facebook Selbstversuchs, sondern natürlich der Titel des Films um das Phänomen “Facebook“.

Es ist schon erstaunlich wie ein Mensch, der so unsozial funktioniert wie ein Mark Zuckerberg, ein “soziales Netzwerk” entwickeln kann. Sollte er nur annähernd der Filmfigur ähneln, dann ist der echt ne arme Wurst, irgendwie, so. Nun aber mal zum Film.

So sah ein Mark Zuckerberg an den Füßen aus. :-) - Quelle: www.aceshowbiz.com

Es geht also um Mark Zuckerberg, der Typ, der uns Facebook beschert hat. Vom Rohentwurf bis zum ersten echten und somit großen Erfolg. Es geht um Freundschaft, Ideenklau, Einsamkeit, Erfolg und dass man für diesen mitunter Freundschaft aufgibt und verkauft.

Ich fand die Machart echt gut. Angefangen in der Zeit als alles los ging, dann die Zeitsprünge zu den jeweilingen Verhandlungsrunden mit den Anwälten. Es war ein guter Mix aus “damals” und “heute“. Ich hab zwar so meine Zweifel an manchen Bildern, aber das lass ich mal in die Kategorie “künstlerische Freiheit” fallen. Da wären z.B. die ganzen Frauen, die natürlich wieder aussehen wie aus dem Ei gepellt. Hallo???? Ihr habt einen Film über einen Nerd gemacht, wo sind da solche Babes zu finden gewesen?

Heute hat so ein Nerd ja einen anderen Status, aber zu seiner Zeit war er halt noch ein Sonderling. Was man auch super sehen konnte an dem Klamottenstil, den er hatte: im Winter mit kurzen Cargohosen und Adiletten (die man oben im Bild sehen kann). :-)

Quelle: www.mannythemovieguy.com

Die Auswahl der Schauspieler geht in diesem Film von “extrem gut” bis “leicht daneben“.

Mark Zuckerberg selbst ist durch Jesse Eisenberg (Zombieland) recht gut dargestellt. Kann man anhand des Bildes links ja gut sehen.
Aber Sean Parker, der Typ der Napster mit gegründet hat und Mark ins “echte” Geschäft bringt, ist mit Justin Timberlake ein bißchen fehlbesetzt. Das passt optisch einfach nicht. Find ich zumindest. Fast hätte Jesse Eisenberg hier eine Doppelrolle annehmen können, guckt euch das doch mal an. Oder aber, und das fänd ich fast noch besser, die hätten die Rollen einfach nur getauscht. Timberlake passt doch viel mehr zu Zuckerberg, wenn man sich das mal genau anguckt und Jesse eben zu Sean. Oder nicht???
Wiederum ist Andrew Garfield toll ausgewählt worden. Das passt wieder wie Faust auf’s Auge.

Der Film war aus meiner Sicht echt gut gemacht, war witzig und auch irgendwie spannend. Er bekommt eine 2. Die IMDB sagt dazu 8,4.

Zitat aus “The social network”:
Mark Zuckerberg: “If you guys were the inventors of Facebook, you’d have invented Facebook.”

Stellen Sie sicher…

Ich bin echt ‘ne faule Sau. Kann man leider nicht anders sagen. Ich hab seit zig Tagen/Wochen nix mehr geschrieben. Das liegt natürlich nicht nur an Faulheit, sondern auch an genug sonstiger Ablenkung, aber Faulheit macht schon einen großen Teil meiner Persönlichkeit aus. Zumindest im privaten Bereich. Auf der Arbeit funktioniere ich komischerweise anders. Hmm…

Ich hab mir glaub ich in der kürzesten Zeit, die man haben kann, die komplette Serie “Star Trek Voyager” reingezogen. Nebenher noch ein bißchen “Lie to me“, “House” und “FlashForward” und ein paar andere Sachen. Ganz klar – das ist eine klasse Idee, wenn man sich entspannen will. Man, bin ich froh, dass ich auf keinen Rücksicht nehmen muss. Mein Freund ist nämlich irgendwie auch so drauf. :-)

Außerdem war ich noch ein paar Tage im Schneeurlaub, hab Geburstag gefeiert und, noch nicht so lange her, Ostern.
Schnee war schön, aber zu kurz. Ich war mit Freunden im Zillertal, wo man noch ganz gut fahren konnte.
Geburtstag war total witzig. Ich hab lustig gefeiert mit Hasenohren und passendem Bommel am Hintern. :-) Und es gab Pantomime und dummes Geschwätz. Gut, das gibt es häufiger, eigentlich irgendwie immer. Zumindest das dumme Geschwätz. Aber wie auch immer – der Abend war lustig.

So – jetzt versuch ich mal wieder zum Kern zu kommen.

Es gab neulich Shutter Island im Kino, der zwar schon eine Weile läuft, aber ich kam nicht früher dazu den zu gucken. Daher gibt es also bald die Kritik dazu.

Vorher möchte ich euch aber noch mit einem kleinen Windows 7 – Screenshot beglücken.
Wichtig ist dabei: Stellen Sie sicher!!!!

Ganz klare Aussage vom neuesten Windows-Spross, wenn es z.b. um die Verbindung von Netbook und Blackberry über Bluetooth geht. Im Falle eines Fehlschlags, stellen Sie sicher.
Jo – klar. Mach ich doch glatt. Was auch immer, aber ich tu’s einfach mal. :-)

Zitat aus “Cube 2″: “Da gibts kein System.

Eine “Legion” aus “Männern, die auf Ziegen starren” und “Sherlock Holmes”

Heute gibt es mal eine Kinokritik der besonders kurzen Art.

Ich hab ja in der letzten Zeit kaum schreiben können, aber dennoch war ich natürlich mal wieder im Kino. Es gab der Reihenfolge nach “Sherlock Holmes“, “Männer, die auf Ziegen starren” und “Legion“.

Sherlock Holmes

Habt ihr schon mal so einen sexy Sherlock gesehen? Also ich nicht. :-)
Ich kann mich gut daran erinnern, wie er auf mich wirkte, als ich noch ein kleines Kind war:
Stocksteif, älterer Herr, stets ordentlich gekleidet und mit sehr gutem Benehmen.
Aber dieser heutige Sherlock?
Schmuddlige Klamotten, leicht durchgeknallt, teilweise ziemlich “durch“, aber sowas von sexy und verwegen. Man man man. Aber das liegt natürlich nur daran, dass der heutige Mr. Holmes von einem der sexiesten Männer der Welt gespielt wird – von Robert Downey Jr.

Story dürfte klar sein – es geht darum einen Schurken zu jagen und dabei das Zusammenspiel von Holmes und Watson zu genießen. In der heutigen Version ist natürlich alles viel lauter, schneller und wilder, aber das macht den Film zu einem schönen Stück Unterhaltung.

Die Kulissen sind super, Kostüme auch. Besetzung ist klasse und musikalisch wird auch gut untermalt. Alles in allem ein wirklich schöner Film, der bei mir eine 2 bekommt. Ach so, unbedingt erwähnenswert sind aber die Szenen in Zeitlupe – sehr geil gemacht, weil die Bilder dazu klasse sind und die Abläufe von Sherlock so schön erklärt werden. Eine schöne Idee.

Die IMDB sagt 7,6 und wer mehr zum Film wissen möchte guckt bitte hier.
Heute gibt es wie gesagt nur die Kurzversion. :-)
Dafür geht es jetzt aber gleich weiter zu

Männer, die auf Ziegen starren

Quelle: www.filmposter-archiv.de

George Clooney ist jetzt nicht DER Schauspieler, für den ich sonst viel übrig hätte. Er ist einer derjenigen, die ich eher unauffällig finde, um ehrlich zu sein. Ich steh weder auf sein Äußeres, noch bin ich davon überzeugt, dass er ein außergewöhnlicher Schauspieler wäre. Ich hab allerdings auch nichts gegen ihn, aber irgendwie war er bisher für mich immer eher Durchschnitt. In diesem Film find ich ihn jetzt aber mal richtig gut.

Er spielt den etwas durchgeknallten Ex-Psychoarmy Soldaten, Lyn Cassady, der behauptet zu einer geheimen Militärorganisation zu gehören, die mittels psychischer Kräfte arbeitet. So können diese Soldaten also z.B. durch Wände gehen, Wolken explodieren lassen oder auch Ziegen durch Anstarren töten. :-)

Bob Wilton (Ewan McGregor), ein armes Würstchen, dass soeben von seiner Frau verlassen wurde, sucht den Sinn in seinem Reporterleben und will unbedingt was besonders erleben. Bob und Lyn stoßen aufeinander und machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem ehemaligen Anführer dieser Militärgruppe, Bill Django (Jeff Bridges). Der ist ebenfalls nicht der typische Soldat, eher ein Freund von Flower Power und Frieden für alle. Und so sah die Truppe sich – als Friedenstrupp, nicht als Kampfeinheit.

Quelle: www.virginmedia.com

Im Prinzip geht es also um die Sinnsuche von Bob, die Suche nach dem ehemaligen Anführer von Lyn, die Suche nach psychologischer Kriegsführung durch die Armee und die Suche von Django nach Frieden. Es geht also um Suchen und vielleicht auch um Finden.

babbleon5.files.wordpress.com

Die Story im Detail, bzw. mit etwas mehr Infos als hier, kann man auf der Seite zum Film nachlesen. Ich persönlich fand den Film gut, er bekommt bei mir eine 3+, die IMDB sagt 6,5, was ich schade finde, aber wohl doch der allgemeineren Meinung entspricht. Denn meine Kinomitgucker waren auch nicht ganz so angetan wie ich. Deren Meinung war, dass eine durchgehende Story fehlt, bzw. es eine lieblose Aneinanderreihung von Szenen gewesen sei. Ich empfand das nicht so, aber vielleicht macht ihr euch einfach selbst ein Bild, falls nicht schon geschehen.

Kommen wir dann zum nächsten Film.

Legion

Das ist einer dieser Filme, die man entweder gleich gucken will oder einfach total schrottig findet. Ich sags gleich vornweg – die IMDB hat dem Film nur eine 5,1 verpasst.
Geschichten rund um Gott und Engel, verbunden mit Kampf und ein paar “harmlosen” Menschen, die quasi den Gewalten ausgeliefert sind. Das ist ein Genre, dass man entweder liebt oder hasst – ich liebe es. :-)

Gott ist mal wieder böse auf die Menschheit. Weil wir alle so schecht sind, schickt er diesmal statt einer Sintflut eine Schar von Engeln, die die Menschheit niederstrecken sollen. Das ansich widerspricht zwar der Idee von Engeln und die Art und Weise wie das passiert auch, aber na ja, künstlerische Freiheit nennt man sowas wohl.

Quelle: www.filmposter-archiv.de

Wie auch immer – das ganze passiert in einem Restaurant am Arsch der Welt. Passenderweise hat es den Namen “Paradise Falls“, aber nun gut, solche offensichtlichen Namensgebungen gehören ja immer irgendwie dazu.
Nun darf im Film neben “böse” natürlich auch “gut” nicht fehlen. Es gibt also in diesem Fall den bösen Gott und seine Legion aus Engeln und als guten Gegenspieler den Erzengel Michael, der sich freiwillig die Flügel stutzt, um die nutz- aber wohl doch nicht hoffnungslose Menschheit zu retten. Irgendwie geht es noch um die Geburt eines Babys, aber falls ich es nicht irgendwie verpasst habe, wird gar nicht erklärt, warum das Baby so besonders ist. Aber es muss unbedingt getötet werden laut Gottes Auftrag, und da Michael den Job abgelehnt hat, muss Gabriel her, um das zu bewerkstelligen. Letzlich geht es also darum, dass die Menschheit einen neuen Anfang machen kann.
Etwas widersprüchlich finde ich die Aussage, die der Film mitsichbringt.
Gott irrt nämlich mal, was ja bisher immer sehr verpönt war. Denn Michael ist der Engel, der “ihm” gibt, was er braucht, wohingegen Gabriel der ist, der für “ihn” tut, was er verlangt. Wie auch immer – ich mochte den Film. Es war ganz gute Unterhaltung, natürlich mit Fehlern und vielen kleinen Dingen, die man hätte besser machen können, aber ich war dennoch zufrieden. Es gibt eine 3, die IMDB sagt wie oben schon erwähnt, dass er nur eine 5,1 verdient.

So, das muss an Kinokritik reichen.

Zitat aus “Uhrwerk Orange”:
“Was sind das für Experimente, die Sie da mit mir anstellen? – Oh, das ist wirklich ganz einfach: Wir zeigen Ihnen nur ein paar Filme! – Sie meinen Filme, wie man sie im Kino sieht? – Ungefähr so, ja… – Das ist gut! Ich sehe mir gerne spannende Filme an…”

Wolfman

Könnt ihr euch noch an “American Werewolf” erinnern? Oder “Wolf” mit Jack Nicholson? Das waren gute Filme, zumindest meiner Meinung nach.
Wolfman” ist leider nur eine langweilige Aneinanderreihung von Szenen, die nichts Neues anbieten.

Die Story eines Mannes, der durch den Biss eines Werwolfs selbst in einen verwandelt wird. Das ist die Basis jeder dieser Filme, daher soweit ok. Aber in “Wolfman” wird leider keine schlüssige Story erzählt, bzw. wirken die einzelnen Stränge, sofern erkennbar, lieblos zusammengeklatscht.
Es gibt, oh Wunder, eine Zigeunerstory. Die soll dafür herhalten, dass zum einen nicht gleich klar ist, woher der Wolf kommt. Zum anderen aber auch die “Magie” aufzeigen, durch die der Werwolf erlöst werden kann.
Und es gibt natürlich eine Frau, wir wundern uns noch mal ganz heftig, die, was auch sonst, den Mann im Wolf liebt.
Nun ja….etwas schwach, denn sie war die Frau seines Bruders und zu Beginn des Films todtraurig, weil der getötet wurde, aber egal. Wollen wir mal glauben, dass sie den Kerl wirklich liebt.
Dennoch – die Zigeunerin erzählt irgendwann, dass “nur die Liebe einer Frau” den Werwolf erlösen kann. Jo – ist ja schön, aber leider erklärt sich das dann im restlichen Film nicht mehr. Besagte Frau (Emily Blunt) rennt nämlich zu der Zigeunerin, um das Geheimnis zu erfahren, wie sie Lawrence (Benicio del Toro) erlösen kann. Man kriegt als Zuschauer nicht mit, was gesagt wird. Später im Film sieht man dann, dass sie zwecks Errettung des Geliebten in das Haus stürmt, in dem er gerade am kämpfen ist. Dann dreht sie sich aber um und läuft querfeldein davon, nur um ihn dann zum Schluss zu erschießen. Sorry, aber da war null Magie oder Liebe oder was im Spiel und die Zigeunerstory war völlig unnütz. :-(

Soweit zur Bewertung der Story. Kommen wir zum “Kostüm“, denn so wirkt der heutige Werwolf. Wie frisch aus dem Kostümverleih entlaufen.
Ich finde besonders schlimm, dass die Nase aussieht wie von irgendeinem Teddybären. Schwarzes Plastik, sieht aus wie einfach draufgeklebt oder so. Und auch die Behaarung wirkt sowas von schlecht, dass man gewillt ist mit dem schmusen zu wollen, so kuschlig kommt der rüber. ;-) In Summe einfach irgendwie schlecht und billig gemacht.Dafür sind die Effekte bei der Verwandlung ansich ganz gut. Und auch Benicio del Toro ist natürlich als Schauspieler gut besetzt, aber das war es schon mit dem Lob.
Der Film bekommt bei mir gerade noch so eine vier, aber mehr ist echt nicht drin. Die IMDB gibt eine 6,4, was eher einer drei entsprechen würde, aber ok – ist ja Geschmackssache.

Zitat aus “Van Helsing”:
“Warum riecht es denn hier so nach nassem Hund?”-”Werwolf.”

“A Serious Man”

Quelle: www.kino-zeit.de

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A Serious Man” ist einer der Filme, bei denen sich wieder mal die Geister scheiden. Richtig geil bis richtig scheiße – ich hab jetzt schon alles gelesen/gehört.

Nun muss man natürlich sagen, dass die Coens üblicherweise nicht den Mainstream treffen, sondern sehr eigene Filme machen. Was auch gut ist, denn sonst hätten wir solche Goldstücke wie “The Big Lebowski” oder “Burn after reading” nicht. Aber das ist nun mal eine besondere Art von Humor und Blickwinkel. Das mag nicht jeder. Hier sei es gleich gesagt- ich fand ihn gut, aber mit Einschränkungen.

Die Story ist schnell erzählt, denn eigentlich geht es nur um das Leben und seine Abgründe, die sich täglich auftun können (und es hier auch mit Freude der Reihe nach tun).
Larry Gopnik, ein jüdischer Professor für Physik, lebt mit Frau und zwei Kindern ein recht normales Leben in einem amerikanischen Vorort. Bis seine Frau ihm mitteilt, dass sie sich scheiden lassen will, weil sie und Sy Ableman sich näher gekommen sind. Nun ja, das ansich passiert ja recht häufig und gibt vielleicht noch nicht so viel her, aber die Würze dieses Films liegt in der jüdischen Betrachtungsweise. Also die Art und Weise, wie sich Larry versucht Hilfe zu holen.

Quelle: www.bigmediadaily.com

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Neben dem Ehedrama bahnt sich aber auch weiteres Ungewitter an. Er selbst hofft auf eine Festanstellung, die eher schwierig zu kriegen sein könnte, sein Sohn steht kurz vor der Bar Mitzwa, raucht aber lieber Haschisch und hört Rockmusik, seine Tochter nervt sowieso alles und sein lebensunfähiger Bruder muss ebenfalls noch versorgt und vor der Polizei (oder sich selbst) beschützt werden. Davon ab ist sein Leben aber ganz ok. :-P

Der Witz liegt in diesem Film nicht an der Oberfläche. Klar, es gibt Szenen, in denen man lachen muss, weil sie offensichtlich lustig sind, aber im Grunde steckt viel mehr fieser Humor zwischen den Zeilen.
Schön finde ich persönlich auch, dass so viel religiöse Anspielungen drin sind, die ich allerdings auch nicht immer sofort erkannt habe. Was schade ist, denn ich mag ja auch genau sowas, aber leider kenn ich mich zu wenig mit jüdischem Glauben aus. Egal, es tut dem Film keinen Abbruch, wenn man das nicht weiß, hellt aber vieles auf, wenn man es begriffen hat. :-)
ACHTUNG: jetzt kommt ein kleiner Spoiler: Read the rest of this entry »

Soul Kitchen – so müsste mein Restaurant auch heißen

Quelle: www.spielfilm.de

Quelle: www.spielfilm.de

Deutsche Filme sind in den letzten Jahren besser und besser geworden. Aber Soul kitchen ist für mich die bisherige Krönung des deutschen Films (im Genre “Komödie”).

Die Story in kurzen Worten.
Restaurantbesitzer liebt Frau, Frau geht ins Ausland, Restaurantbesitzer will hinterher, will Restaurant nicht verkaufen, aber irgendwie verpachten. Erst läuft alles kacke, dann plötzlich super gut, dann wieder kacke.
Es kommt noch ein Gefängnis vor, ein Arschloch, ‘ne blöde Bandscheibe, viel Geld und ein bißchen Glück. So spielt das Leben eben. :-)

Den genauen Inhalt des Films könnt ihr hier nachlesen, ich muss das ja nicht nacherzählen.
Aber was ich hier loslassen möchte ist, dass dieser Film witzig ist. Und zwar ohne auf Standard-Effekte zu setzen, sondern einfach aus den Situationen heraus, die so ähnlich auch uns passiert sein könnten. Gut, natürlich nicht alle, aber doch so einige. Und er ist liebevoll umgesetzt, mit typischen Eindrücken, die man in der hamburger Szene kriegen könnte.
Moritz Bleibtreu und seine verstorbene Frau Mama sind auch mit von der Partie, und wie sie das sind….he he. Muttern ist nur mal kurz zu sehen, aber dafür einprägend….hihihi. Er sehr viel häufiger und wieder in erstklassiger Art und Weise. Der sympathische Volldepp irgendwie.

Toll fand ich auch Anna Bederke, die die Lucia spielt. Hübsche Frau, in meinen Augen sehr charismatisch und süß. Da würde ich doch gerne mehr von sehen, weil uns sowas irgendwie fehlt.
Und richtig geil war Birol Ünel, der den Koch Shayn spielt. Der Typ unten mit den beiden Messern. So eine rotzige Fresse. Frech, aber genial. Ein Koch mit Leidenschaft im Arsch. :-)

Quelle: www.soul-kitchen.de

Quelle: www.soul-kitchen-film.de

Die Musik zu dem Film war allerdings auch enorm gut. Wie der Name schon vermuten lässt – es gab haufenweise soulige Stücke. Altes wie neues. Von Quincy Jones über Kool and the Gang bis zu Jan Delay. Tolle Mischung. Wer mal reinhören möchte – auf der Webseite vom Film gibt es oben rechts einen Player, den man anklicken kann. Allerdings werden da nur zwei Stücke gespielt, aber wer Soul mag, dem wird’s gefallen.

Ich bin einfach begeistert. Endlich mal wieder ein kurzweiliger, witziger, deutscher Film, der alle anderen hinter sich lässt. Er bekommt von mir eine 1 und die vergebe ich superselten. Die IMDB gibt zwar nur 7,7 ab, aber es haben auch nur knapp 800 Leute bisher gewertet, was das Ergebnis etwas schwächer werden lässt.
Geht da rein – es lohnt sich wirklich. :-)

Und zum angeilen hier noch mal ein Video von Jan Delay für euch:

Zitat aus “50 erste Dates”:
“Im Leben gibt es immer ein kleines Hintertürchen!”