Rein, raus, aus die (Kirchen)maus

 

Ich bin ja nicht katholisch. Dafür evangelisch. Aber gläubig bin ich trotzdem nicht. Auch nicht kirchlich interessiert. Oder sonst in irgendeiner Weise an kirchliche Traditionen oder Riten gebunden. Mal abgesehen von den inzwischen in das Alltagsleben übergegangenen Dingen wie Feiertage nutzen, blöde Phrasen dreschen “Oh mein Gott” oder “Um Gottes Willen” und sowas.

Aber ich zahle Kirchensteuer.

Nicht, weil ich das aktiv will, sondern weil ich getauft bin, Konfirmation mitmachen musste (auf Geheiß der Eltern) und vermutlich, weil das als Standard erst mal für jeden Berufstätigen so vorgesehen ist. Hab ich darum gebeten? Nein. Also warum muss ich dann aktiv zurücktreten, statt bewusst aktiv eintreten, wenn ich die Kirche unterstützen will?

Wieso ist das bei uns in Deutschland so ausgelegt, dass die Kirche auf jeden Fall von der gesamten Bevölkerung profitiert, unabhängig davon, ob sie wirklich bewusst in der Kirche sein will? Ich muss aktiv sagen “Nein danke”. Und darf mich dann um den bürokratischen Teil kümmern, wenn ich Pech habe, mich mit dem örtlichen Pfarrer auseinandersetzen, weil der seine “Schäfchen” natürlich halten will (muss) und mich ggfs. längere Zeit mit den Diskussionen im Umfeld beschäftigen, denn als guter Gläubiger tritt man doch nicht aus. Der soziale Druck dürfte je nach Ort enorm sein.

Und das macht der ein oder andere letztlich dann dennoch, weil er seine Gründe hat. Zum Beispiel, dass die Institution Kirche nicht mehr das Bild vermittelt, was man als Christ unterstützen kann. Man mag die Organisation der Kirche, also die Gemeinschaft, aber der Zwang Steuern zu zahlen, für Dinge, die ich nicht vertreten kann? Nein, das lehnen viele aus diversen Gründen inzwischen ab und nehmen den Austritt aus der Gemeinschaft damit in Kauf.

Und dann gibt es die, die austreten wollen, also keine Steuern mehr zahlen wollen, die aber IN der Gemeinschaft bleiben wollen. Aber DAS geht natürlich nicht, wie uns aktuell wieder ein Urteil des Bundesgerichtshofs zeigt.

 

Klick aufs Bild führt zum Artikel der FAZ

Mich kotzt das etwas an. Und zwar deswegen, weil es wieder mal die Geldgeilheit zeigt und die Kirche so, wie sie wirklich ist. Als Unternehmen, als Arbeitgeber, als Wirtschaftsmacht. Aber nicht als christliche Gruppe, der das soziale Wohl der Gemeinschaft am Herzen liegt. Begründet wird das mit dem “Selbstbestimmungsrecht der Kirche”.

Spannenderweise hat der “Eintritt” in die Kirche aber so gar nichts mit Steuern zu tun. Die kommen dann zwar irgendwann dazu, ja, aber das ist nicht der aus kirchlicher Sicht nötige Schritt. Vielmehr ist es die Taufe, die mich zum Christen macht, die mich auch in der katholischen Kirche im Kreise der Gläubigen Willkommen heißt. Wenn ich mich also nicht taufen lassen will, aber bereit wäre der katholischen Kirche Steuern zu zahlen, wäre ich dennoch kein Teil der Gemeinschaft. Aber wenn ich keine Steuern mehr zahlen will, bin ich automatisch auch raus aus dem Club der Bene-Fans. So so…

 

 

Warum muss der Staat denn überhaupt über die Kirche und deren Belange urteilen?

Bin ich doof? Raff ich irgendwas nicht?

Man kann vom Staat nicht verlangen, dass man das Recht der Kirche auf Selbstbestimmung beschränkt.

 Ja ok, aber wie kann ich dann überhaupt als Staat zulassen, dass sowas vor einem Gericht verhandelt werden darf? Dann ist der Ausgang doch bei jedem Fall von vornherein klar, denn das liegt in der Erklärung als solches. Der Staat kann nicht in das Recht der Kirche eingreifen. Alles klar. Oder doch nicht?

 

Zitat aus “81/2″: ”Als Katholik gerät er in gewisse Konflikte, die er nicht zu lösen vermag. Ein Kirchenfürst ist für ihn so was wie ein Sachverwalter einer Wahrheit, die er nicht mehr anerkennen kann, die ihn aber fasziniert.”

 

 

FF23 – Warum ich (noch) nicht Pirat werde

 

Der Titel sagt ja, worum es geht.

Im Prinzip wäre ich gerne zu den Piraten eingetreten, aber bei den ganzen Querelen, die es im vergangenen Jahr gab, denke ich, dass es besser ist, ihnen noch mehr Zeit zu geben. Um erwachsen zu werden. Oder ausgereift. Wie auch immer ihr das nennen wollt. Ich bin auf jeden Fall noch nicht überzeugt, daher hab ich für mich entschieden, dass ich noch länger warten muss, bevor ich dem Verein beitrete.

 

Zitat aus “Das geheime Fenster”: ”Was machen Sie denn da?! Pirat spielen??” 

 

FF20 – Ich bin keine Quotenfrau

 

Heute war wieder mal ein kleines Negativ-Highlight eingetreten, von dem ich zu Anfang erzähle. Aber dann geht’s gleich weiter zur Quote. Die ich aus Gründen ablehne.

Viel Spaß beim Zuhören.

 

Zitat aus “Free Rainer – Dein Fernseher lügt”: “Diese Scheiß-Quote ist die Achilles-Ferse, und die knöpf ich mir jetzt vor.”

 

FF18 – Extreme

 

Im aktuellen Podcast geht es um Extreme. Berufliche (Neuigkeiten!!!), private, politische und was mir sonst noch so einfällt. Hört rein.

 

Hier der Bluemoon (Direktlink) und blue_moon_20120621 (zum Download, .mp3 ~ 82 MB) von Donnerstag mit dem Thema “Sexismus” und den Blogpost von Markus Richter (auf Twitter @monoxyd) dazu inkl. Shownotes etc.

Außerderm hier noch der Screenshot zum Tweet von @afelia.

 

 

Deutschland – Griechenland ging übrigens 4.2 aus, sorry für den Patzer. Bin kein großer Fußballfan. :-P

 

Zitat aus “Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith”: “Nur ein Sith kennt nichts als Extreme!”

 

FF08 – Gauck und die aktuelle Welle der Empörung

 

Gauck

Quelle: http://www.sueddeutsche.de

 

 

Ich finde, dass der Gauck uns noch alle auf Trab halten wird. Wenn er Präsident wird, dann haben wir zumindest viel zu lachen, weinen, meckern, schmunzeln etc.
Lest doch mal sein Interview von 2010, neu nochmals herausgegeben von der SZ. Darin kommt das “Sarrazin ist mutig” auch vor. Aber mit mehr Erklärung zu dem Satz. Also Lesebefehl! :-)

Wie im Podcast angekündigt, hier auch noch die Anne Will Sendung vom 22. Februar. Außerdem einen Blogpost zum Thema “Fefe” und mein damaliger Blogpost zum iPad.

 

Zitat aus “Heat”:
“Die Medaille hat noch ‘ne Kehrseite.”

 

 

 

 

Demo gegen ACTA am 11.02. in Mainz

 

Ich mach euch von meinem heutigen Demogang in Mainz einen Podcast, inkl. ein paar Videoschnipseln hier im Blog. Das wird aber erst morgen fertig sein. Geduldet euch also bitte noch. :-)

Bis dahin gibt es ein paar Bilder für euch.

 


15 Uhr, Bahnhofsplatz, Mainz

Treffpunkt, 15 Uhr, Bahnhofsplatz

15 Uhr, Bahnhofsplatz, Mainz

Rundumblick, 15 Uhr, Bahnhofsplatz

15 Uhr, Bahnhofsplatz, Mainz

Protestschild, 15 Uhr, Bahnhofsplatz

Auch das ist Demo, Mainz

Auch das ist Demo. Ob Mama das sieht?

Unterwegs zum Bier?

Unterwegs zum Bier

Man muss nicht unbedingt Guy Fawkes Masken tragen.

Man muss nicht Guy Fawkes Masken tragen.

No me gusta

No me gusta

Für Frodo, Schillerplatz

Für Frodo, Schillerplatz

Abschluss, Schillerplatz

Abschluss, Schillerplatz

Alles allen

Alles allen

Der Podcast braucht etwas Arbeit, weil ich viele Schnipsel habe, ein paar Interviews, bzw. Kommentare von Teilnehmern. Irgendwann war mir leider auch was kaputt gegangen, also es hat nicht aufgenommen. Na ja, Künstlerpech. Ich hoffe, dass ich morgen fertig bin.

 

Zitat aus “Is’ was, Doc?”:
“Ich wünsche keine Störung, keinen Lärm, keine Zwischenrufe oder sonstige Demonstrationen.”

FF03 – Reisen, Fragen, Antworten, mehr Fragen

 

Manchmal ist Fragen stellen zwar eine gute Sache, wenn man Antworten sucht, aber so hin und wieder kommt statt ‘ner vernünftigen Antwort nur ein Haufen von weiteren Fragen zurück. So zum Beispiel bei meinem Job, aber auch bei meiner Ausführung zum Thema NPD im letzten Podcast. Das dann kombiniert mit andauernden Dienstreisehindernissen ergibt für euch hoffentlich einen unterhaltsamen Podcast, der diesmal aber etwas länger ist.

 

Zitat aus “Mondscheintarif”:
“Mein Leben ist eine Aneinanderreihung von unglückseligen Begegnungen zwischen mir und anderen Menschen.”


Number Thirty-One

Macht mehr Bildungsangebot einen Staat besser und demokratischer?

Ich glaube nicht, aber der FreXxX glaubt schon…

 

Zitat aus “Déjà Vu”:
„Bevor ich etwas fragen kann, muss ich selbst etwas wissen.“

Number Twenty-Nine

UPDATE: Hier ist der Link zum Video, dank an den Largewitheguy! Ich hab wohl zu blöd gesucht. :-)

 

Heute geht’s mal wieder um die Piraten, bzw. um C. Lauer im Besonderen.

Thema ist die Wirkung, die er im TV hatte, in diesem Fall im ARD Morgenmagazin. Leider liegt mir aktuell kein Link zu dem von mir angesprochenen Beitrag vor, der aber auch schon ein paar Tage her ist. Aber falls mir ein Hörer den noch zusenden kann, dann binde ich den nachträglich mit ein.

 

Zitat aus “House”:
“Das ist so im Universum: Jede Wirkung muss eine Ursache haben. Ich habe mich schon darüber beschwert, aber…”

Number Twenty-Six

Ich bin diese Woche wieder über viel gestolpert. Unter anderem über das Thema “47% der Piraten sind FÜR Onlinedurchsuchungen”. Ja…ganz bestimmt…

 

Politbarometer zur Onlinedurchsuchung

Politbarometer zur Onlinedurchsuchung

Netzpolitik.org hat das Poltibarometer zum Thema “Onlinedurchsuchung” veröffentlicht. (Bild oben, mit Link auf Netzpolitik.org)

Daraus ergab sich, dass die Piraten wohl zu 47% FÜR eine Onlinedurchsuchung wären. Aha…das kann bestimmt richtig sein, oder vielleicht doch nicht? Um das herauszufinden, könnte man sich jetzt angucken, oder zumindest anhören, wie das Politbarometer zu seinen Meinungen kommt. Wer es selbst ansehen möchte, geht auf der echten Seite wie gleich beschrieben vor.

Vorher noch der Link dazu, dass wir zur letzten Bundestagswahl gute 60 Mil. Wahlberechtigte waren. Und bei maximal 3000 Befragten ergibt sich dann ein Prozentsatz von 0,005%, die hier die Meinung von 100% spiegeln sollen? Selbst wenn bei den 100% Wahlberechtigten ja eh nicht alle wählen gehen, dann ist der Wert immer noch für den Arsch, ehrlich gesagt. Und ich weiß noch nicht, wie die erklärten Fehlertoleranzen von ca. 2,7% zustande kommen sollen. Da bin ich noch dran. Aber repräsentativ ist für mich was anderes.

 

So, wer jetzt zum Politbarometer will, der geht auf der Seite  auf “Politbarometer zum Anklicken“. Auf der Hauptseite findet man natürlich ebenfalls den Videolink zur aktuellen Ausgabe, aber da wird die Frage der Onlinedurchsuchung nicht angesprochen.

Um jetzt herauszufinden, wie sich die Meinungen bilden, der geht wie folgt vor. Politbarometer zum Anklicken öffnen und auf “Häufige Fragen” klicken.

Politbarometer vom 14.10.2011

Auf "Häufige Fragen" klicken...

 

Hier auf die einzelnen Fenster links oben klicken...

Daraufhin hat sich dann das obige Fenster geöffnet. Ihr erfahrt ein bisschen was, wenn ihr die einzelnen kleinen Fenster anklickt. Einfach mal ausprobieren.

Und zum Schluss noch mal das Interview mit Sebastian Nerz und Christopher Lauer in der FAZ.

 

Zitat aus “Cars”: ”Ich hab meine Meinung geändert bekommen”

Number Twenty-Two – Sonderpodcast

Glückwunsch an die Piraten

Nach dem riesigen Erfolg der Berliner Piraten, gab es natürlich gleich Material im TV. Wozu ich dann diesen Podcast machen musste.

Guckt euch bitte mal hier die Sendung “Anne Will” vom 21.09. an und hier “Markus Lanz” vom Tag davor. Falls ihr Zeit und Lust habt. Und dann sagt mir, ob euch nicht auch die Krawatte schwillt.

Zitat aus “Die Nacht der lebenden Loser”:
“Respektlose! Dies hier ist ein historischer Moment!”

Tünnes und Schäl in der FDP

Da entscheidet der Mann zum ersten mal was richtig Gutes und schon kommt der nächste Witz daher. Tünnes will gehen, Schäl soll kommen. Also so ähnlich.

Unser allseits für seine lustigen Späßchen (Guido-Mobil, “…es ist Deutschland hier…”)  geliebte Hr. Westerwelle hat wohl mal im Flugzeug nachgedacht. Also zumindest so’n bißchen, denn kaum aus dem Trip nach Asien zurück, schwingt er seinen ordentlich gekleideten Hintern vor die Kameras und verkündet mehr oder weniger traurig, dass er bei der nächsten Wahl zum Vorsitzenden der FDP nicht mehr antreten möchte. Gut gemacht, Hr. Westerwelle, das ist mal ein richtiger Schritt.
Ja gut – man hätte noch weiter gehen können und das Amt des Außenministers frei geben können, bzw. gleich auch den Vize-Kanzler offiziell abgeben, aber ganz so rumluschen will er dann doch nicht, der Tünnes. Bisschen Stolz hat er ja noch, daher kann er nicht gleich alles hinwerfen. Aber mal ganz ehrlich – jemand, der schon seine eigene Partei nicht mehr vertreten kann oder will – wie soll der Deutschland vertreten? Hmm….ist ja schon ‘ne wichtige Frage, find ich jetzt mal so. Aber mich fragt ja keiner. Was vielleicht auch gut ist, man weiß es nicht.

Freundchen, wenn du nicht bald abhaust, dann passiert aber was..

Aber Schäl steht ja schon in den Startlöchern. Nein, nicht der schielende Löwe Clarence (schäl kommt von schielend), sondern der eher kurzsichtige (und damit mein ich nicht den Augenschaden) Hr. Philip Rösler. Aber Kurzsichtigkeit kann man ja durch Eloquenz wieder wett machen, wie er uns ja deutlich bei seiner Rede in Abensberg gezeigt hat. Aber reden und schwätzen sind ja auch noch mal zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Wie man anhand der Gesundheitsreform sehen konnte. Geschwätzt hat er von Kostensenkung für den Patienten, geredet hat er dann aber über Kostenerhöhung für den Patienten. Nun ja, so ist das nun mal als Kabarettist Politiker.
“Quer” hat sich auch mal über den guten Mann kurz Gedanken gemacht, aber wirklich nur kurz. Guckt mal ab Minute 4:40 rein.

Wenigstens bleiben sie sich treu und machen ‘ne Witzfigur zum neuen Chef. :-P

Zitat aus “Loriot – Ödipussi”:
“Stehen Sie einer Partei besonders nahe?” – “Nein, nein, aber ich bewundere an Politikern ganz allgemein diese geistige und menschliche Überlegenheit!”

Und heute auf der Showbühne…

Ich finde ja ganz ehrlich, dass die Geschichte rund um den Gutti echt was von Showeinlage hat.
Nicht nur, dass er sich selbst zum Deppen macht mit seinen Aussagen, siehe Zitat:

“Ich habe mir nicht den Anspruch gesetzt auszusitzen oder arrogant dieser Tätigkeit (Anmerkung von mir: der Ministertätigkeit) nachzugehen, nein, sondern mit der notwendigen Verantwortung die Aufgaben anzunehmen, die im Amtsspektrum des Bundesverteidigungsministers zu sehen sind. Es sind gewaltige Aufgaben, aber solche, die ich auch mit Freude angehe, und die ich umso freudiger annehme, je liebevoller man mit mir hier umgeht.”

Das ist nur eine Aussage, aus seiner Rede. Aber die find ich besonders witzig, denn der “überführte Abschreiber” erwartet jetzt doch tatsächlich den Umgang mit Samthandschuhen. Ob der seine Kinder auch so behandelt?

(Von mir gedachter Vorfall mit seinem Sohn)
Ach Junge, ist doch nicht schlimm, dass du von der Schule geworfen wirst, weil du sie in Brand gesteckt hast. Ich hab dich immer noch lieb. *tätschel tätschel*

Schön find ich übrigens auch, dass er weiterhin mit Dr. angesprochen wird, obwohl er seinen Titel ja schon vor einigen Tagen “freiwillig” abgelegt hat. Ist doch witzig, irgendwie. Aber noch lustiger ist die Fragerei von Hr. Trittin an Hr. Guttenberg, in der er anfangs mehrfach den Titel von Fr. Merkel betont – es ist nämlich Frau Doktor Merkel. :-)

Und jetzt hier noch ein richtiger Brüller.
Ich hab durch Zufall ein Video von ihm angeklickt, ein Kamingespräch auf Phoenix, von vor ca. einem halben Jahr. Hört mal bis zu Minute 1:40 ca. zu und achtet auf seine Wortwahl. Herrlich, wie das passt. :-)

Eigentlich wollte ich ja nur sagen, dass ich das in Summe eher unterhaltend als schlimm finde. Aber damit steh ich vermutlich sehr alleine da.

Zitat aus “Dogma”:
“Wie ist er?” – “Gott? Einsam, aber witzig”

Ich will ja nicht sagen, ich hätte es gewusst…

… aber ich habs doch gewusst. Der kann nicht so toll sein, wie immer alle meinen…*g*.

Schon im Oktober 2009 hab ich mir einen Artikel über Hr. Guttenberg erlaubt, der ihn als Blender bezeichnet. Als hätte ich es geahnt, denn als solcher zeigt er sich jetzt mal wieder, bzw. wird als dieser erkannt.
Auch schon im Oktober 2009 gab es einen anderen Beitrag zu seinen nicht vorhandenen beruflichen Erfahrungen. Schon da wurde gemauschelt, was das Zeug hält. Von wegen Familienbetrieb und so. Ja ja genau. Sieht man sich an, was die Damen und Herren von Zapp herausgefunden haben, dann stört einen das aktuelle Thema eigentlich nicht weiter. Passt nur noch mal mehr ins Bild.

Es kommt also raus, dass schön abgeschrieben wurde und sein Doktor-Titel nur Schall und Rauch ist. Davon haben wir nun im Prinzip alle genug gehört. Aber ich möchte auf was anderes hinaus.

Seine bisherige Reaktion, dass er den Titel erst mal nicht weiter nutzt, ist meines Erachtens ja direkt ein Schuldeingeständnis, oder seh ich da was falsch? Wozu sagt er in seiner Rede, dass er “mit allem Nachdruck den Vorwurf des Plagiats von sich weist“, wenn er dann aber den Titel zurückhält? Auch wenn er den nur vorübergehend nicht nutzen will, aber dennoch sagt er doch indirekt damit, dass es einen Grund gibt, warum er den vermeiden sollte. Zumindest seh ich das so.

Die Diskussion, ob er nun zurücktreten soll oder nicht, finde ich übrigens echt übertrieben.
Ja, der Typ ist ein Blender und gewissermaßen ein Lügner, aber hey – sind das nicht alle Politiker? Wollten wir ehrliche Politiker haben, wären wir ohne Regierung. Sorry, aber wer wirklich glaubt, dass die anderen besser sind, der hat nicht ganz aufgepasst was so passiert mit Menschen in Machtstellung. Da wurden sie vielleicht nur noch nicht gefunden, aber auch die anderen haben so ihre Leichen im Keller.

Der kriegt jetzt mal ordentlich auf den Sack, dann macht Mutti Merkel wieder Stimmung in eine andere Richtung, und ruck zuck ist das Thema vergessen. So wird das laufen. :-)

Zitat aus “Abenteuer in Panama”:
“Sollte noch jemand Schüsse auf Sie abfeuern, Doktor, ducken Sie sich!”

Multikulti, Islam, Deutschland – Ansichten

Man neigt ja gerne dazu, sich selbst besser zu bewerten, als man wirklich ist. Ich zum Beispiel halte mich für tolerant, liberal und auf keinen Fall fremdenfeindlich. Meine eigene Mutter kommt aus Polen, mein Vater war Ossi. Also wurde ich logischerweise schon sehr offen erzogen, wenn es um andere Kulturen ging.
Meine Mitschüler waren zwar hauptsächlich Deutsche, aber eine meiner besten Freundinnen war eine Türkin, eine andere Polin. Ich hatte nie Vorurteile, weil ich auch die Möglichkeit hatte, in die Privatsphäre dieser Familien zu gucken. Ich lernte Gebräuche und andere Gedanken kennen und hatte keinerlei Probleme damit. Später arbeitete ich am liebsten mit einer Marokkanerin zusammen, in der Firma in der ich heute bin, sind ca. 30% Nicht-Deutsche. Und es gibt keine Probleme.
Einer meiner Ex-Freunde ist Spanier, ein weiterer halb Italiener, halb Grieche.
Meine Vermieterin ist Türkin, in meinem Wohnhaus wohnt sie und ein weiterer Teil ihrer Familie. Dazu noch Afrikaner.
In meinem Leben gab es immer Ausländer und ich hab nie ein Problem damit gehabt.

Aber ich möchte keine Moschee in meiner Nähe haben, das muss ich leider zugeben.

Quelle: Google-Bildersuche (ich weiß nicht, woher das Original stammt)

Das hat nichts mit dem islamistischen Hintergrund als solches zu tun, aber ich kann es schon nicht ertragen, wenn unser Wohnhaus-Hund abends bellt, die Kirchenglocken morgens laut läuten und es in Summe nervige Geräusche von außen gibt. Wenn dann also zukünftig ein Muezzin fünf mal am Tag vom Minarett brüllt, dann würde mich das wahnsinnig machen.
Und sind wir doch mal ehrlich – der sprachliche Unterschied, und damit die “Musik” des Ausrufs, sind für deutsche Ohren extrem ungewohnt. Es ist einfach nicht unserer Kultur entsprechend, daher wird es von vielen als unangenehm empfunden. Und da muss ich mich leider einreihen. Und ich glaube, dass es vielen so geht, aber wenn man das sagt, dann wird man gleich als “Ausländerfeind“, “intolerant” und wenn es schlimm kommt als “Nazi” beschimpft. Aber das kann doch auch nicht sein.
Ebenso denke ich, dass man als Deutscher nicht zwangsläufig alles mitmachen muss, was andere Völker uns in deren Ländern ebenfalls nicht erlauben. Aufgrund unserer Geschichte laufen wir alle mit dem “Wir sind Schuld“-Schild rum, aber hey – ICH BIN NICHT SCHULD!. Als Nazideutschland existierte, war mein Vater gerade erst geboren. Er konnt schon nicht mehr schuld sein, wie sollte ich also heute noch schuld sein können? Das muss irgendwann mal aufhören.

Gebt doch mal “verfolgung von christen in der türkei” bei Google oder einer anderen Suchmaschine eurer Wahl ein. Ich will mich hier nicht auf eine Quelle festlegen, denn es gibt massig Seiten dazu, wie Christen in der Türkei z.B. verfolgt werden. Natürlich nicht nur dort. Aber fängt man so eine Diskussion an, wird man ebenfalls gleich wieder als Rassist abgestempelt. Warum denn? Warum muss ich mich in meinem eigenen Land erklären? Und ich würde gerne diejenigen sehen, die heute so laut schreien, dass man doch tolerant sein soll, wie die sich fühlen, wenn die Moschee in deren Nachbarschaft stünde, umgeben von einer Gegend, in der die Hauptsprache nicht deutsch ist. Geht doch mal morgens auf den Markt am Hermannplatz in Berlin Neukölln. Kein deutsches Wort zu hören.

Für mich geht es gar nicht so sehr um die Verfolgung von Christen in anderen Ländern. Das wäre ein anderes Thema. Auch Christen in aller Welt sind keine heiligen, ganz im Gegenteil.
Mir geht es darum, dass ich nicht gleich Ausländerfeind bin, nur weil ich mich in meinem deutschen Leben nicht von anderen Ländern und deren Bräuchen überrennen lassen möchte. Ich glaube, dass viele so denken wie ich, aber sich keiner traut was zu sagen.
In anderen Ländern ist das Verhalten von Menschen doch auch nicht anders. Zeigt mir nur eins, in dem alle alles dürfen. Nur zu – ich lass mich gerne belehren. Aber ihr werdet keins finden. Denn es ist menschlich, sich seinen Lebensraum erhalten zu wollen.

Es wundert mich übrigens auch nicht, dass nach solchen Eröffnungen wie von Hr. Sarrazin und Hr. Seehofer plötzlich so viel Zustimmung hoch kommt. Der angebliche Anstieg an Islamfeindlichkeit ist keiner. Es geht nicht gegen den Islam generell, es geht um die Beeinträchtigung des eigenen Lebens. Und diese Abneigung gab es schon immer, nicht nur gegen den Islam, aber es hat sich niemand zu sagen getraut. Deswegen wird es meiner Meinung nach auch keine neue rechte Partei geben, nur weil die CDU (ich bin kein CDU-Wähler) das Thema aufgegriffen hat. Seinen Lebensraum erhalten wollen heißt nicht zwangsläufig, andere Völker auszustoßen oder sogar schlimmeres zu wollen. Das ist einfach nicht richtig betrachtet und extrem unfair.

So – jetzt könnt ihr mich gerne beschimpfen.

Zitat aus “Adams Äpfel”:
“Hier steht du bist ein Neo-Nazi … Bist du wirklich einer? … darauf kommt man gar nicht, wenn man dich so sieht”