Wer bei mir mitgelesen hat, der weiß, dass ich mit dem Backflip von Motorola nicht ganz glücklich war. Nicht nur, dass es immer wieder ausging (neben vielen weiteren Problemen), es...
Wer bei mir mitgelesen hat, der weiß, dass ich mit dem Backflip von Motorola nicht ganz glücklich war. Nicht nur, dass es immer wieder ausging (neben vielen weiteren Problemen), es hatte auch nur ein 1.5 Android drauf, was mir also nicht erlaubt hat, bestimmte Applikationen und Funktionen zu nutzen. Da ich unbedingt ein Gerät mit echter Tastatur haben wollte, hab ich nun das Flipout gekauft, ebenfalls von Motorola.
Erster Eindruck
Nachdem ich die Packung gelüftet habe, kam mir ein süßes, kleines Ding entgegen, welches mich erst etwas irritiert hat, weil ich dachte, dass es doch zuuuu klein sein könnte. Ist es aber nicht. Ausgeklappt hat es nämlich die gleiche Größe wie der Blackberry Bold 9000, den ich im Job nutze.

Blackberry Bold und Flipout
Die Werbung für das Gerät hat den Eindruck vermittelt, dass man das Display in verschiedene Richtungen drehen könnte, quasi ein Multitalent in Displayrotation, aber dem ist nicht so. Man kann es einfach nur aufklappen und dann ist es so, wie im Bild zu sehen.
Noch während ich es zusammensetzte, kam schon der erste negative Punkt auf. Das Einsetzen der Micro SD Karte hat sich für mich als unmöglich erwiesen. SIM Karte einfügen ging problemlos, aber ich wusste beim besten Willen nicht, wie ich da die SD einsetzen soll. Zumindest nicht, ohne die Karte zu zerbrechen oder die Halterung im Gerät zu zerstören. Die Anleitung dazu passt einfach nicht. Die Lösung ist letztlich ganz einfach, wenn man es mal rausgefunden hat, aber bis ich da angekommen bin, dauerte es doch leider etwas.
 Irreführende Anleitung |
Denn die Karte wird NICHT, wie in der Anleitung gezeigt, oben eingelegt, sondern am Rand des Gerätes eingeschoben. Schaut mal hier auf die Abbildung der Anleitung. Der Pfeil zeigt auf das Innere des Telefons, nicht auf den Rand. Das war zumindest für mich irreführend. Ich hab sogar im Netz gesucht was das Zeug hält, ob ich irgendwo einen Hinweis dazu finde, aber auch das war vergebens. Daher beschreibe ich das hier, falls noch jemand so doof ist wie ich. |
 Links am Rand kommt die Micro SD rein |
 Der Einschub ist nicht gleich zu erkennen |
Tastatur
Was mir positiv aufgefallen ist, ist die Anordnung der Tasten. Die Zahlen stehen im Vordergrund, was ich extrem gut finde, denn bei anderen Tastaturen musste man erst per FN umschalten. Außerdem kann man endlich auch Umlaute tippen (ä, ö, ü), was auf anderen Geräten nur über Touch ging. Und das nervt mich enorm, gerade wenn man wie ich auch twittert und es manchmal echt auf ein oder zwei Zeichen ankommt, die man sich durch Umlaute hätte sparen können (nicht, dass meine Tweets irgendwie übermäßig interessant oder spannend wären, aber hey – ich hab auch meine Daseinsberechtigung). Die Tastatur ist aber etwas engstehender, daher muss man sich erst an das Tippen gewöhnen, was mehr Feingefühl braucht. Aber nach den ersten paar Sätzen hat man es schon drauf.
Blöd finde ich, dass die Tastatur nicht durchgehend beleuchtet wird, wenn man schreibt. Ich hab noch nicht ganz verstanden, wann die Beleuchtung angeht und wann nicht. Aber wenn man im dunkleren Umfeld was schreiben möchte, braucht man nun mal Licht. Das ist ein eindeutiger Nachteil bis jetzt.
Display
Das Flipout hat natürlich durch seine kleine Größe ein begrenztes Display, was sich jetzt leider schon als kleiner Nachteil darstellt. Nicht nur, dass Browsing damit etwas unübersichtlicher ist, auch im Marketplace, der ja erst umgebaut worden ist, sieht man nicht so gut, wo man klicken kann. Ich hab auch festgestellt, dass nicht immer der ganze Text gezeigt werden kann, was dann ansich durch Scrollen möglich sein sollte, aber leider nicht ist.
Durch Doppelklick auf das Display wird der Inhalt des Browsers auf Displaygröße angepasst. Das ist zum lesen dann ganz gut, aber letztlich ist es natürlich schwierig den Überblick über eine Seite zu behalten. Aber damit kämpfen auch andere Geräte, daher ist das für mich nur ein kleiner Minuspunkt.
Das schöne am Flipout ist, dass man in Summe sieben Screens füllen kann. Das bietet sich an, wenn man viele Applikationen nutzt und die im direkten Zugriff haben möchte.
Rein optisch ist das Display etwas unglücklich gelungen, würde ich mal so sagen. Tagsüber ist alles ok, aber sobald es dunkler wird, wird es anstrengend auf das Display zu gucken. Die Qualität kann nicht mit dem Backflip mithalten. Man gewöhnt sich zwar daran, aber es fällt stark auf, wenn das Gerät gerade neu ist.
Allgemeines Verhalten
Ich finde super, dass das Gerät endlich mal flotter reagiert, als mein altes 1.5er Backflip. Es bietet u.a. auch die Option einzelne Mails, die man über “Konten” abgerufen hat, auszuwählen und zu löschen. Das war vorher nicht möglich und war extrem nervig, weil zeitaufwändig.
Im Market ist mir aber aufgefallen, dass bestimmte Produkte gar nicht angezeigt werden, obwohl sie vorhanden sind. Die neue Tagesschau Anwendung z.B.. Ich kann sie nicht laden, weil sie mir nicht gezeigt wird. Andere Androids haben die aber schon laufen. Auch Produkte, die ich vorher mit dem 1.5er einwandfrei nutzen konnte, wie z.B. Barcoo, lassen sich jetzt nicht mehr installieren. Laden geht noch, aber nicht installieren.
Android 2.1 scheint doch massive Probleme mit sich zu bringen. Da aber auch die Kamera kein Renner ist, hat sich Barcoo vermutlich eh erledigt. Denn die Kamera hat keinen Blitz und “nur” 3MB, statt 5 wie eigentlich inzwischen alle haben. Ich habe diverse Scannerprogramme ausprobiert, keins konnte mit der schlechten Kameraleistung einen Scan machen. Das ist für mich ein echter Nachteil, denn mit Barcoo hab ich schon recht viel gemacht. Aber es ist wie so oft im Leben – man kann nicht alles haben. :-)
Ich werde weitere Texte schreiben, wenn ich das Gerät länger im Einsatz hatte. Das soll für den ersten Eindruck erst mal reichen.
Zitat aus “Sahara (2005)”:
“Man, Sandecker wird ausflippen, wenn er erfährt, dass das Satellitentelefon weg ist.