“Uhr”iginal und Fälschung

von Rooby  /  in Kategorie: Milch + Zucker

Ich shop ja gerne online rum, wie vermutlich so ca. 90% aller Frauen dieser Welt, die einen Internetzugang haben. :-)
Heut bin ich auf was gestoßen, was mich etwas irritiert hat.

Im Frontlineshop bietet man hübsch hässliche Uhren an, die mich verdammt an meine Kindheit erinnern, und sind wir mal ehrlich, die ist ein paar Monate her. :-)
Guckt mal hier: Original und Fälschung.
Kaum zu unterscheiden, was? Ich frag mich nur, wer das heute wirklich tragen will. Aber was weiß ich schon…. :-P Links ist übrigens ein Damenmodell, rechts eins für den Herrn. Hier habt ihr also schon mal eine gute Gelegenheit für Weihnachten. :-)

Fälschung (natürlich - was sonst) | Gefunden beim Frontlineshop

Vaters Original aus den 80ern (Danke Mama, dass ich die haben durfte)

Zitat aus “Genosse Don Camillo”:
“Es sind zwar Fälschungen, aber bessere gibt es nicht!”

Multikulti, Islam, Deutschland – Ansichten

von Rooby  /  in Kategorie: Schwarz

Man neigt ja gerne dazu, sich selbst besser zu bewerten, als man wirklich ist. Ich zum Beispiel halte mich für tolerant, liberal und auf keinen Fall fremdenfeindlich. Meine eigene Mutter kommt aus Polen, mein Vater war Ossi. Also wurde ich logischerweise schon sehr offen erzogen, wenn es um andere Kulturen ging.
Meine Mitschüler waren zwar hauptsächlich Deutsche, aber eine meiner besten Freundinnen war eine Türkin, eine andere Polin. Ich hatte nie Vorurteile, weil ich auch die Möglichkeit hatte, in die Privatsphäre dieser Familien zu gucken. Ich lernte Gebräuche und andere Gedanken kennen und hatte keinerlei Probleme damit. Später arbeitete ich am liebsten mit einer Marokkanerin zusammen, in der Firma in der ich heute bin, sind ca. 30% Nicht-Deutsche. Und es gibt keine Probleme.
Einer meiner Ex-Freunde ist Spanier, ein weiterer halb Italiener, halb Grieche.
Meine Vermieterin ist Türkin, in meinem Wohnhaus wohnt sie und ein weiterer Teil ihrer Familie. Dazu noch Afrikaner.
In meinem Leben gab es immer Ausländer und ich hab nie ein Problem damit gehabt.

Aber ich möchte keine Moschee in meiner Nähe haben, das muss ich leider zugeben.

Quelle: Google-Bildersuche (ich weiß nicht, woher das Original stammt)

Das hat nichts mit dem islamistischen Hintergrund als solches zu tun, aber ich kann es schon nicht ertragen, wenn unser Wohnhaus-Hund abends bellt, die Kirchenglocken morgens laut läuten und es in Summe nervige Geräusche von außen gibt. Wenn dann also zukünftig ein Muezzin fünf mal am Tag vom Minarett brüllt, dann würde mich das wahnsinnig machen.
Und sind wir doch mal ehrlich – der sprachliche Unterschied, und damit die “Musik” des Ausrufs, sind für deutsche Ohren extrem ungewohnt. Es ist einfach nicht unserer Kultur entsprechend, daher wird es von vielen als unangenehm empfunden. Und da muss ich mich leider einreihen. Und ich glaube, dass es vielen so geht, aber wenn man das sagt, dann wird man gleich als “Ausländerfeind“, “intolerant” und wenn es schlimm kommt als “Nazi” beschimpft. Aber das kann doch auch nicht sein.
Ebenso denke ich, dass man als Deutscher nicht zwangsläufig alles mitmachen muss, was andere Völker uns in deren Ländern ebenfalls nicht erlauben. Aufgrund unserer Geschichte laufen wir alle mit dem “Wir sind Schuld“-Schild rum, aber hey – ICH BIN NICHT SCHULD!. Als Nazideutschland existierte, war mein Vater gerade erst geboren. Er konnt schon nicht mehr schuld sein, wie sollte ich also heute noch schuld sein können? Das muss irgendwann mal aufhören.

Gebt doch mal “verfolgung von christen in der türkei” bei Google oder einer anderen Suchmaschine eurer Wahl ein. Ich will mich hier nicht auf eine Quelle festlegen, denn es gibt massig Seiten dazu, wie Christen in der Türkei z.B. verfolgt werden. Natürlich nicht nur dort. Aber fängt man so eine Diskussion an, wird man ebenfalls gleich wieder als Rassist abgestempelt. Warum denn? Warum muss ich mich in meinem eigenen Land erklären? Und ich würde gerne diejenigen sehen, die heute so laut schreien, dass man doch tolerant sein soll, wie die sich fühlen, wenn die Moschee in deren Nachbarschaft stünde, umgeben von einer Gegend, in der die Hauptsprache nicht deutsch ist. Geht doch mal morgens auf den Markt am Hermannplatz in Berlin Neukölln. Kein deutsches Wort zu hören.

Für mich geht es gar nicht so sehr um die Verfolgung von Christen in anderen Ländern. Das wäre ein anderes Thema. Auch Christen in aller Welt sind keine heiligen, ganz im Gegenteil.
Mir geht es darum, dass ich nicht gleich Ausländerfeind bin, nur weil ich mich in meinem deutschen Leben nicht von anderen Ländern und deren Bräuchen überrennen lassen möchte. Ich glaube, dass viele so denken wie ich, aber sich keiner traut was zu sagen.
In anderen Ländern ist das Verhalten von Menschen doch auch nicht anders. Zeigt mir nur eins, in dem alle alles dürfen. Nur zu – ich lass mich gerne belehren. Aber ihr werdet keins finden. Denn es ist menschlich, sich seinen Lebensraum erhalten zu wollen.

Es wundert mich übrigens auch nicht, dass nach solchen Eröffnungen wie von Hr. Sarrazin und Hr. Seehofer plötzlich so viel Zustimmung hoch kommt. Der angebliche Anstieg an Islamfeindlichkeit ist keiner. Es geht nicht gegen den Islam generell, es geht um die Beeinträchtigung des eigenen Lebens. Und diese Abneigung gab es schon immer, nicht nur gegen den Islam, aber es hat sich niemand zu sagen getraut. Deswegen wird es meiner Meinung nach auch keine neue rechte Partei geben, nur weil die CDU (ich bin kein CDU-Wähler) das Thema aufgegriffen hat. Seinen Lebensraum erhalten wollen heißt nicht zwangsläufig, andere Völker auszustoßen oder sogar schlimmeres zu wollen. Das ist einfach nicht richtig betrachtet und extrem unfair.

So – jetzt könnt ihr mich gerne beschimpfen.

Zitat aus “Adams Äpfel”:
“Hier steht du bist ein Neo-Nazi … Bist du wirklich einer? … darauf kommt man gar nicht, wenn man dich so sieht”

Facebook Selbstversuch

von Rooby  /  in Kategorie: Milch + Zucker

Ich hab mir neulich mal gedacht, dass ich doch noch einen Facebook Account brauche und zwar einen zum ausprobieren. Gesagt – getan. Das Ding steht, die ersten Aktionen sind passiert.

Erstes Feedback:
Facebook ist ein Monster. Also zumindest in Sachen Unübersichtlichkeit. Und ich bin Umgang mit Kram im Netz ja voll gewohnt, was machen da erst Leute, die so gar keine Ahnung haben und nur “spielen” wollen?

Ich hab mir erst mal ein paar Leute gesucht, die ich kenne. Die ersten 11 Freunde hab ich also gefunden. Gut, Fussball wird’s nicht geben, hihhi, aber dafür eben Chats, Nachrichten schreiben, irgendwas posten auf deren Pinnwand etc.
Das Chatpanel ist recht easy angesiedelt, immer im Blickfeld, was ganz gut ist. Die Aktualisierung der Mailerei über “Nachrichten” ist aber langsam, find ich. Das kann schon mal zu Irritationen führen, wenn man multitaskingmäßig unterwegs ist und zwischen zig Browserfenstern hin und her springt, sich da immer noch die Anzeige für neue Nachrichten befindet, obwohl man da schon längst mit durch ist.

Werbeanzeigen, die standardmäßig mit in die Seiten eingebaut sind, kann ich wegklicken. Das ist super, denn die braucht ja keine Sau.
Dass man Verlinkungen auf alles mögliche posten kann, find ich ganz schön. Der entsprechende Link wird dann nett in einer kleinen Vorschau mit angezeigt. Bilder anzuordnen ist auch ok, aber die Übersicht über die Freunde zu finden, ist etwas blöd. Wenn ich auf meiner Startseite bin und auf Freunde klicke, dann seh ich nicht eben diese, sondern hab nur neue Optionen aufgezeigt, wie ich weitere finden kann. Aber ich will ja meine Liste sehen, also muss ich erst weitere Klicks machen, und das find ich echt blöd.
Ich hab mich noch nicht mit Spielen beschäftigt, werde ich auch sicher nicht tun, aber alles andere guck ich mir mal noch ‘ne Weile an. Bin mal gespannt, ob mich das dann auch soooo in den Bann zieht. :-)

Zitat aus “Zombieland”:
“Keine Facebookstatus Updates mehr. Rob Curtis freut sich schon auf Freitag, wen intressierts?

Ich bin der Popstar in meiner Firma

von Rooby  /  in Kategorie: Milch + Zucker

Gestern hatten wir Betriebsversammlung.
Unsere Chefs sprachen, der eine mehr, der andere weniger diplomatisch.  Es ging um Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität und ähnliches. Natürlich wurde dem Mitarbeiter gesagt, dass er noch mal mehr Arbeit machen muss, für weniger oder keine Leistung im Gegenzug.
Ich hab mich am Ende zu Wort gemeldet und die ungünstigen Zustände bei uns angemeckert und deutlich gemacht, dass nicht der Mitarbeiter unproduktiv ist, sondern dass die gegebenen Werkzeuge es nicht sind. Also z.B. Prozesse, IT, Management etc. Meine Rede war nur ca. 3 Minuten lang schätz ich mal, aber es gab tosenden Beifall und ich kam mir mit dem Micro in der Hand vor wie ein Popstar in meiner Firma. Fast hätt ich angefangen zu tanzen. :-) Nee…natürlich nicht, aber es war schon cool, dass ich wohl den Nerv gut getroffen hatte.
Und heute laufen mir lauter Leute über den Weg, die mich beglückwünschen, mir die Hände schütteln und so. Ich krieg E-Mails, Telefonate und sonst was von allen Seiten. Fehlt echt nur, dass sie mein Autogramm haben wollen…hihihi. :-)

SO muss man sich als Popstar fühlen.

Zitat aus “Death Proof”:
“Hey! Bist du berühmt oder sowas?”- “Oder sowas”

Aus mir kann noch was werden

von Rooby  /  in Kategorie: Milch + Zucker

Stijlroyal hat heute einen Link auf eine witzige Seite getwittert.
“Ich schreibe wie…” heißt diese und man kann dort seinen Schreibstil analysieren lassen. Gesagt getan – hier das Ergebnis.

Aus mir kann also vielleicht noch was werden. :-)

Zitat aus “The day after tomorrow”:
“Wir können doch nicht Friedrich Nieztsche verbrennen, er war der bedeutenste Philosoph des 19. Jahrhunderts.” – “Ahhh, Bitte. Nietzsche war ein Chauvinistenschwein das in seine Schwester verknallt war.”

Demokratie ist kein freies Gut

von Rooby  /  in Kategorie: Schwarz

Was in Stuttgart passiert, hat inzwischen ein Qualität erreicht, die einen bestürzt, traurig, wütend und vor allem ohnmächtig fühlen lässt.

Da setzen sich normale Bürger dafür ein, dass etwas gestoppt wird, was sie nicht tragen können und wollen, und dafür werden sie dann vom Staat angegriffen.

Nicht nur, dass hier der friedliche Demonstrant angegriffen wird und mit z.T. schwereren Verletzungen ins Krankenhaus muss, nein – man gibt ihm auch noch die Schuld daran, denn man hätte ihn ja mehrfach gewarnt. Nun – schön und gut, aber wozu bitte widersetze ich mich einer Sache und nutze mein Demorecht, wenn ich dann nach freundlicher Ansage einfach davonspaziere? Macht ja wohl keinen Sinn, meine lieben Herren und Damen von der Politik und Polizei.

Da das also geklärt ist, ist auch anzunehmen, dass die Polizei sich bewusst mit Wasserwerfern und Pfefferspray vorbereitet hat (wie eigentlich ja immer). Aber dass diese so schnell zum Einsatz gekommen sind, muss von jemandem angeordnet worden sein. Da üblicherweise sowas nicht so schnell zum Einsatz kommt, wie ich aus dem TV lernen konnte, frag ich mich, wer da am Drücker war? War es Hr. Mappus, BW Ministerpräsident, CDU, der Recht und Ordnung wiederherstellen wollte? Oder sein Landesinnenminister, Hr. Rech, ebenfalls CDU, der ja sowieso der Meinung ist, dass Menschen, die mit ihren Kindern demonstrieren instrumentalisieren gehen, es nicht besser verdient haben? Siehe dazu hier seine Aussage im Gespräch mit Fr. Slomka, ZDF (Heute Journal vom 30.09., Dauer: 4,26 Min)

Wer auch immer dafür gesorgt hat, dass das passiert ist, hat in meinen Augen nichts mit demokratischer Politik, bzw. Anwendung des Gesetzes, zu tun und gehört selbst von seinem Posten entfernt.
Hierzu hab ich heute morgen noch über irgendeinen Tweet den Link zum folgenden Kommentar im Deutschlandfunk (Dauer ca. 3 Min., nur Ton) gefunden. Leider war das ein Tweet, der über einen Blog angezeigt worden ist und aufgrund der schnellen Aktualisierung schon wieder weg war, bevor ich mir angucken konnte, wer das geschrieben hat. Daher kann ich hier leider keinen Verweis darauf machen.

Wie im Kommentar auch angesprochen, beschweren sich so viele Politiker, dass man sich in Deutschland nicht mehr für Politik interessieren würde. Was soll ich sagen? Wenn man eh ständig auf die Fresse kriegt, sei es verbal oder bei den Demos, und dafür nichts, aber auch wirklich gar nichs im Gegenzug erhält (Fünf Euro für Hartz IV sind auch “nichts”, sorry), der gibt doch irgendwann auf. Und wacht erst dann wieder auf, wenn es persönlich weh tut. Und genau das passiert doch hier. Aus anfänglich nur ein paar Hundert bis vielleicht Tausend Demonstranten ist nun eine Bewegung geworden, die nicht mehr nur noch mit dem Projekt zu tun hat, sondern die sich nun gegen die Staats”gewalt” stellt. Guckt euch den Beitrag vom 30. 09. hier noch mal an bitte:

Man achte bitte auf die ersten paar Sekunden, den Polizisten, der wahllos auf Schüler einschlägt und sich dann noch mit “Fass mich nicht an” drucharbeitet. Die Kinder machen NICHTS, die stehen da nur, noch nicht mal eng gedrängt. Der Arsch gehört auf jeden Fall angezeigt, aber ich wette, der wird intern noch gefeiert. Ist ja auch sehr mutig, mit Schlagstock gegen Kinder vorzugehen. Super Auswahl, die unsere Polizei da wieder mal losgeschickt hat.

Und erneut stellt sich die Frage: Wann endlich wird mal die Kennzeichnungspflicht für Polizisten eingeführt? Warum dürfen die uns ungestraft schlagen und treten und verletzen, obwohl wir nur ein in Deutschland gültiges Recht vertreten (siehe Bild oben)? Wer tritt denen denn in den Arsch, wenn uns Schmerz zugefügt wurde? Wer klagt die denn an, wenn Kinder mit Pfefferspray besprüht wurden und ins Krankenhaus müssen? Wer verurteilt die, wenn nicht WIR?
Woher kommt denn die Aggression in den sonstigen Demos? Gewalt erzeugt Gegengewalt – schon mal was von gehört? Wenn ich von einem ins Gesicht geschlagen werde, dann würde ich auch mit allem zurückschlagen, was mir in die Hände kommt. Ob es nun Kastanien oder Pflastersteine wären. Niemand hat das Recht mich zu verletzen, außer vielleicht ich mich selbst.

Frühere Freunde von mir waren auch bei der Polizei. Und die haben erzählt, wie diese Truppen scharf gemacht werden, vor den angekündigten Demos. Fast können einem die Polizisten leid tun, denn auch die werden nur instrumentalisiert, um das Wort noch mal aufzugreifen. Die werden psychologisch so angeheizt, dass sie selbst kaum eine Chance haben mitten im Getümmel noch mal ihren normalen Menschenverstand wieder einzusetzen. Der greift da einfach nicht mehr. Versteht mich jetzt bitte nicht falsch – ich entschuldige hiermit gar nichts, aber ich kann mir halt vorstellen, dass es schwierig ist, aus dieser Situation aus eigener Kraft rauszukommen. Aber genau da müssten eben unsere werten Herren und Damen von der Regierung eingreifen. Und tun es nicht, sondern gucken lächelnd von Zuhause aus zu. Vielen Dank für die Demokratie in unserem Land.

Zitat aus “Brothers Grimm”:
“Das hier ist kein Volksmärchen, das geschieht wirklich”