Meine persönliche Hölle

von Rooby  /  in Kategorie: Milch + Zucker

Könnt ihr euch eigentlich vorstellen, wie schlimm man sich vor einer Prüfung fühlen kann? Vermutlich ja, denn den meisten Leuten ist das Problem “Prüfungsangst” vertrauter, als ihnen lieb ist. Bis Freitag kannte ich das nicht.

Ich bin nie gut in der Schule gewesen, immer eher Durchschnitt. Bin sogar einmal sitzen geblieben, hab dann aber einen guten Abschluss gemacht, mit der Option auf’s Gymnasium wechseln zu können, um dann irgendwann zu studieren. Ok – ich war jung und doof, ich hab’s nicht getan. Heut bereu ich das. Aber ich war zumindest dann irgendwann direkt nach der Schule so schlau, dass ich mich um mein Vorankommen gekümmert habe.
Jede Prüfung, die ich ab da machen musste, ging im ersten Anlauf durch. Führerschein, erste Ausbildung, Weiterbildung im ersten Job, zweite Ausbildung, Weiterbildung im zweiten Job. Der zweite Job ist immer noch der aktuelle. Ich bin IT-Manager. Und das seit Jahren inzwischen.

Ich hab für meine Weiterbildung ein paar Trainings gemacht, jedesmal mit Prüfung am Ende. Alle sind einwandfrei gelaufen. Egal was kam, ich habs mit einem Fingerschnipp erledigt. Bis letztes Jahr im November. Da hatte ich ein IT-Training, wieder mit Prüfung am Ende. Und diesmal bin ich durchgefallen. Ich hatte dazu ja schon was geschrieben. Das Gefühl dazu war zum kotzen. Ich war sauer auf mich selbst und hab ein bißchen an meinen Fähigkeiten gezweifelt. Die Umstände waren aber auch echt enorm schlecht, denn es kamen lauter blöde Sachen zusammen.

Mein Freund und ich hatten kurz vorher Schluss gemacht. Ich finde zwar, dass das kein Grund ist, um eine Prüfung nicht zu schaffen, aber andere um mich rum sahen das anders. Hmm…ok.
Dann hatte ich trotz rechtzeitiger Anmeldung zum Training, einen Monat vorher, das nötige Lehrbuch nicht erhalten, weil der Dienstleister, über den wir buchen müssen, meine Anmeldung tatsächlich erst 5 Tage vor Beginn durchgeführt hat. Der Trainingsanbieter konnte das zeitlich nicht mehr regeln. Ich kam also da an, alle hatten ein Buch auf dem Tisch liegen und hatten ein schön gedrucktes Namensschild. Mein Tisch war leer und ich hatte ein von Hand bekritzeltes Namensschild. Auf Nachfrage, ob ich denn auch so ein Buch erhalten könnte, sagte man mir dann, dass ich das doch vorher zugeschickt bekommen hätte und dass ich das als Vorbereitung unbedingt hätte lesen müssen. So war das auch, denn der reine Lehrinhalt, der dann im Training vermittelt wurde, setzte auf Vorwissen (über das Buch) auf.
Ende vom Lied war also, dass in dieser Prüfung durchgefallen bin. Mir fehlten zwei Punkte zur Mindestpunktezahl.

Als die Auswertung stattgefunden hat, das war gleich vor Ort, wollte ich nicht glauben, dass ich durchgefallen bin. Ich hab erst noch Scherze mit der Trainerin gemacht, dass sie mich doch bestimmt nur auf den Arm nehmen möchte. Denn im Training selbst und bei den Musterprüfungen, bin ich sauber durchgegangen. Aber es war wirklich wahr. Und für mich war das ein echter Schock.
Ich war kaum Zuhause angekomen, da fing ich an zu heulen. Wie ein kleines Kind. Vor Wut, vor Enttäuschung, vor Frust über alles Schlechte, was mir in der letzten Zeit so passierte. Im Artikel “Beschissener kann mein Leben nicht laufen” hatte ich das schon grob zusammengefasst.

Da das aber eine Schulung war, die es in sich hatte, die Durchfallquote liegt bei 80%, gab es vom Trainingsanbieter schon automatisch die Möglichkeit, dass man eine zweite, kostenfreie Prüfung machen darf. Also wiederholte ich so schnell es ging, um das sauber abschließen zu können. Und fiel noch mal durch. Und diesmal war es ganz klar mein eigener Fehler, ich konnte es keinem anhängen. (Was ich auch schon im ersten Fall nicht getan habe, aber mein Umfeld wollte es mir leichter machen und fand eine Entschuldigung nach der anderen, nur eben nicht meine Unfähigkeit.)
Ich saß also in der zweiten Runde, packe das Prüfungspaket aus und erhalte die gleiche Prüfung noch mal. Ich dachte ich guck nicht richtig. Eins zu eins die gleiche.  Es gab eine 50:50 Chance, dass ich das andere Prüfungspaket erhalte, aber nein – ich krieg die selben Fragen. Also ging es in meinem Kopf los, dass ich ja jetzt was anders machen muss. Ich wußte ja nicht, was ich in der ersten falsch gemacht hatte, also dachte ich “na gut – guck mal, was dir komisch vorkommt und triff eine andere Wahl bei der Antwort”. Und das Ergebnis war, dass ich noch schlechter durchfiel, als beim ersten mal. Ich hab echt an meiner Denkfähigkeit gezweifelt. Ich war verunsichert und wiederum sauer auf mich selbst.

Mein Chef war der Meinung, dass ich die Prüfung nicht ablegen muss, wenn ich nicht will. Er wüßte auch so, dass ich meinen Job beherrsche. Fand ich ja toll, aber für mich persönlich geht das gar nicht. Die Prüfung muss gemacht werden.

Ich hab also beim Trainingsanbieter angerufen und mich mit der zuständigen Dame unterhalten. Sie meinte u.a., dass sie Leute für diese Prüfung hat, die die zum 5. mal machen. Aber das find ich schlimm, ehrlich gesagt. Und sie meinte, dass es genau die Leute sind, die damit ansich schon arbeiten, die es gerne mal in der Prüfung verhauen. Und ich arbeite tatsächlich seit Jahren in dem Thema “ITIL – Service Operation” . Wie auch immer – ich hab mir ein drittes Paket gebucht, aber diesmal statt in Deutsch, in Englisch. Denn die Originalsprache der Themen ist nun mal Englisch.

Am Freitag war die Prüfung. Ich musste noch arbeiten an dem Tag, zu 15 Uhr sollte ich in der Schulungsstätte sein. Und mitten drin im Tag fing es an. Mir wurde schlecht, ich war nervös. Ich hab nur noch “nicht noch mal durchfallen” im Kopf gehabt. Ich konnte mich auf meinen anderen Kram nicht konzentrieren, war fahrig und hibbelig. Dazu kam dann, dass ich das ja gemerkt habe und mich gewundert habe, was da gerade mit mir abgeht. Da fall ich einmal (bzw. zweimal) im Leben durch eine Prüfung und schon werd ich ängstlich und unsicher? Rückschläge anderer Art kann ich ansich ganz gut verdauen, daher war das schon ungewöhnlich für mich.
Vor Ort in Frankfurt angekommen, musste ich warten. Das Team, mit dem ich gemeinsam schreiben würde, war noch im Unterricht. Ich saß da, der Magen rebellierte und ich wäre am liebsten wieder gegangen. Es war zum kotzen. Und in dem Moment taten mir alle Menschen auf dieser Welt leid, die das IMMER haben. Was muss das für eine Belastung sein, wenn man weiß, dass man vor einer Prüfung so abgeht? Da wird doch der ein oder andere eventuell auf Weiterbildung sogar ganz verzichten, weil er sich dem nicht stellen will. Und das was ich wahrgenommen habe, war mit Sicherheit noch mal weit entfernt von dem, was andere schon Tage vorher durchleben. Ich kann es ja nur ahnen, aber für mich war das schon Hölle.

Das wird mich allerdings nicht davon abhalten, weiter zu machen. Ich will nämlich den ITIL Expert  machen. Und dafür kommen noch mal ein paar von den Dingern auf mich zu, ich bin nämlich erst am Anfang. Aber ich hoffe sehr, dass mir sowas nicht noch mal passiert, zumal ich ab sofort eh jede Prüfung lieber in Englisch machen werde. Ich bin nämlich letztendlich im dritten, englischen Anlauf durchgekommen. :-)

Zitat aus “300″:
“Unsterbliche – sie bestehen die Prüfung unseres Königs nicht. Und ein Mensch, der sich für einen Gott hält, spürt, wie ihm ein allzu menschlicher Schauer über den Rücken läuft.”

Und heute auf der Showbühne…

von Rooby  /  in Kategorie: Milch + Zucker

Ich finde ja ganz ehrlich, dass die Geschichte rund um den Gutti echt was von Showeinlage hat.
Nicht nur, dass er sich selbst zum Deppen macht mit seinen Aussagen, siehe Zitat:

“Ich habe mir nicht den Anspruch gesetzt auszusitzen oder arrogant dieser Tätigkeit (Anmerkung von mir: der Ministertätigkeit) nachzugehen, nein, sondern mit der notwendigen Verantwortung die Aufgaben anzunehmen, die im Amtsspektrum des Bundesverteidigungsministers zu sehen sind. Es sind gewaltige Aufgaben, aber solche, die ich auch mit Freude angehe, und die ich umso freudiger annehme, je liebevoller man mit mir hier umgeht.”

Das ist nur eine Aussage, aus seiner Rede. Aber die find ich besonders witzig, denn der “überführte Abschreiber” erwartet jetzt doch tatsächlich den Umgang mit Samthandschuhen. Ob der seine Kinder auch so behandelt?

(Von mir gedachter Vorfall mit seinem Sohn)
Ach Junge, ist doch nicht schlimm, dass du von der Schule geworfen wirst, weil du sie in Brand gesteckt hast. Ich hab dich immer noch lieb. *tätschel tätschel*

Schön find ich übrigens auch, dass er weiterhin mit Dr. angesprochen wird, obwohl er seinen Titel ja schon vor einigen Tagen “freiwillig” abgelegt hat. Ist doch witzig, irgendwie. Aber noch lustiger ist die Fragerei von Hr. Trittin an Hr. Guttenberg, in der er anfangs mehrfach den Titel von Fr. Merkel betont – es ist nämlich Frau Doktor Merkel. :-)

Und jetzt hier noch ein richtiger Brüller.
Ich hab durch Zufall ein Video von ihm angeklickt, ein Kamingespräch auf Phoenix, von vor ca. einem halben Jahr. Hört mal bis zu Minute 1:40 ca. zu und achtet auf seine Wortwahl. Herrlich, wie das passt. :-)

Eigentlich wollte ich ja nur sagen, dass ich das in Summe eher unterhaltend als schlimm finde. Aber damit steh ich vermutlich sehr alleine da.

Zitat aus “Dogma”:
“Wie ist er?” – “Gott? Einsam, aber witzig”

Pille gegen Alkoholsucht?

von Rooby  /  in Kategorie: Milch + Zucker

Durch Zufall bin ich eben auf der ARD.de Seite über einen Beitrag gestolpert, in dem es um die Bekämpfung von Alkoholsucht mit Pillen geht. Das wollte ich euch nicht vorenthalten, weil ich es ganz spannend finde.

Ich frag mich nur, ob das nicht die Steuereinnahmen wieder kräftig dämpft und die Regierung deswegen Gründe finden wird, das Medikament NICHT zuzulassen. Wundern würde es mich nicht.

Zitat aus “Der Geist und die Dunkelheit”:
“Gott hat den Alkohol erfunden, damit die Iren nicht die Welt regieren.”

Ich will ja nicht sagen, ich hätte es gewusst…

von Rooby  /  in Kategorie: Schwarz

… aber ich habs doch gewusst. Der kann nicht so toll sein, wie immer alle meinen…*g*.

Schon im Oktober 2009 hab ich mir einen Artikel über Hr. Guttenberg erlaubt, der ihn als Blender bezeichnet. Als hätte ich es geahnt, denn als solcher zeigt er sich jetzt mal wieder, bzw. wird als dieser erkannt.
Auch schon im Oktober 2009 gab es einen anderen Beitrag zu seinen nicht vorhandenen beruflichen Erfahrungen. Schon da wurde gemauschelt, was das Zeug hält. Von wegen Familienbetrieb und so. Ja ja genau. Sieht man sich an, was die Damen und Herren von Zapp herausgefunden haben, dann stört einen das aktuelle Thema eigentlich nicht weiter. Passt nur noch mal mehr ins Bild.

Es kommt also raus, dass schön abgeschrieben wurde und sein Doktor-Titel nur Schall und Rauch ist. Davon haben wir nun im Prinzip alle genug gehört. Aber ich möchte auf was anderes hinaus.

Seine bisherige Reaktion, dass er den Titel erst mal nicht weiter nutzt, ist meines Erachtens ja direkt ein Schuldeingeständnis, oder seh ich da was falsch? Wozu sagt er in seiner Rede, dass er “mit allem Nachdruck den Vorwurf des Plagiats von sich weist“, wenn er dann aber den Titel zurückhält? Auch wenn er den nur vorübergehend nicht nutzen will, aber dennoch sagt er doch indirekt damit, dass es einen Grund gibt, warum er den vermeiden sollte. Zumindest seh ich das so.

Die Diskussion, ob er nun zurücktreten soll oder nicht, finde ich übrigens echt übertrieben.
Ja, der Typ ist ein Blender und gewissermaßen ein Lügner, aber hey – sind das nicht alle Politiker? Wollten wir ehrliche Politiker haben, wären wir ohne Regierung. Sorry, aber wer wirklich glaubt, dass die anderen besser sind, der hat nicht ganz aufgepasst was so passiert mit Menschen in Machtstellung. Da wurden sie vielleicht nur noch nicht gefunden, aber auch die anderen haben so ihre Leichen im Keller.

Der kriegt jetzt mal ordentlich auf den Sack, dann macht Mutti Merkel wieder Stimmung in eine andere Richtung, und ruck zuck ist das Thema vergessen. So wird das laufen. :-)

Zitat aus “Abenteuer in Panama”:
“Sollte noch jemand Schüsse auf Sie abfeuern, Doktor, ducken Sie sich!”

Black Swan

von Rooby  /  in Kategorie: Milch + Zucker

Eigentlich wollte ich über Black Swan eine normale Kritik schreiben, aber so leid es mir tut – es fällt mir echt schwer. Der Film ist krass, wirr, vielschichtig und krass. Und wirr….aber das hatten wir ja jetzt schon.

Ach, neben Natalie Portman, die eh schon total gut ist, spielt auch Mila Kunis wieder mal mit. Ihr erinnert euch? Die Jackie aus “Die wilden 70er”.

Guckt euch den Film erst mal an, ich versuch inzwischen hier was zustande zu kriegen, aber ihr müsst den unbedingt gucken.

So – weitermachen.

Zitat aus “Alien vs Predator”:
“Irgend “ne Idee was das sein könnte?” – “…Nein.” – “Sie?” – “Nein.” – “Gut dass wir Experten dabei haben.

Konnas Stöckchen: 10 Fakten über mich

von Rooby  /  in Kategorie: Milch + Zucker

Der gute Konna hat ein Stöckchen in die Luft geworfen und ich hab es nach ein paar Tagen endlich auch geschafft aufzuheben. Es geht um 10 Fakten über mich, die ihr nicht kennt. Da viele von meinen Lesern mich tatsächlich nicht kennen, dürften die meisten Punkte also noch unbekannt sein.

1. Ich wäre unheimlich gern was besonderes, bin es aber nicht.
Ich würde gerne irgendwie positiv in die Geschichte eingehen, wüsste aber gar nicht womit. :-P

2. Ich LEBE Auto fahren.
Ich fahre nicht nur, ich liebe es und könnte im Auto wohnen. Gut, jetzt nicht unbedingt in meinem aktuellen, aber das ist ein anderes Thema.  Für mich ist Auto fahren mehr als von A nach B zu kommen. Es ist eine Leidenschaft.

3. Ich war schon mal verlobt.
Allerdings frag ich mich immer noch, wie das passieren konnte. :-p

4. Ich kann Sex und Liebe trennen.
Ja ja…jetzt brüllen wieder ganze viele auf, aber es geht nun mal. Und jeder der behauptet, dass das nicht geht, lügt sich was vor. Meiner Meinung nach.

5. In Krisensituationen kann ich unglaublich sachlich und ruhig bleiben.
Wo andere vor Aufregung durchknallen, springt mein Hirn in Funktionsmodus. Gefühle sind plötzlich ausgeschaltet und reine Fakten zählen.

6. Ich komme aus einer Bier- und Fußballstadt und kann mit beidem nichts (mehr) anfangen.
Dortmund.

7. Ich würde mir niemals eine Putzfrau nehmen, auch wenn ich sie mir leisten könnte, weil ich denken würde, dass sie schnüffelt, obwohl es bei mir nichts wildes zu finden gibt.

8. Ich bin noch nie in einer Partnerschaft betrogen worden (zumindest weiß ich nichts davon), hab aber riesige Angst, dass mir das passieren könnte.

9. Ich würde gerne das gesamte Wissen der Welt abrufen können, so wie ich es gerade brauche.
Ich weiß einfach viel zu wenig, bin aber nicht mehr so motiviert mir alles und jedes anzueignen.

10. Ich würde eher arbeitslos werden, als für einen Job langfristig in ein anders Land zu ziehen, damit ich meinen Neffen weiterhin sehen kann.
Mein Neffe ist auch irgendwie “mein” Kind, ich würde ihn nie verlassen.

So – ich hoffe, es hat Spaß gemacht, was neues gebracht, was auch immer. :-)
Ich geb das Stöckchen jetzt auch gerne weiter. Wie wär es mit Fabs? Oder Kathrin? Gerne dürfen auch Kamil oder alle anderen, die Spaß dran haben.

Zitat aus “Love and other disasters”:
Talullah:”Da wär ich doch gern Stöckchen.”

Devil – ja zum Teufel aber auch!

von Rooby  /  in Kategorie: Coffee to Go

Quelle: http://www.filmposter-archiv.de

In den meisten Fällen verlasse ich mich nur und ausschließlich auf einen Trailer. Wenn der gut gemacht ist, dann bin ich meist willens den Film zu sehen. So war das auch bei “Devil“. Leider war der Eindruck des Trailers in diesem Fall extrem falsch. Zumindest aus meiner Sicht.

Worum geht’s?
Eine Gruppe von Leuten findet sich scheinbar zufällig in einem Fahrstuhl wieder, der leider irgendwo in Höhe des 22. Stockwerks eines Hochhauses stecken bleibt. Von selbigem Hochhaus sprang am Morgen ein Mann, der sich das Leben genommen hat. Um diesen Selbstmord zu untersuchen ist bereits die Polizei vor Ort.
Die Wachmannschaft des Hochhauses hat den defekten Fahrstuhl bemerkt und schickt den Techniker los, um das Ding wieder fit zu machen. Der bemüht sich vergebens, denn der Lift hängt nicht wegen eines technischen Defekts, sondern – wir ahnen es – weil der Teufel seine Drecksfinger im Spiel hat. :-p

Das Grüpppchen besteht aus einer illustren Runde. Eine Betrügerin, eine Diebin, ein wegen Körperverletzung verurteilter Wachmann, noch ein Typ (dessen Vergehen ich vergessen habe) und ein Unfallverursacher, der Faherflucht begangen hat, während eine Frau und ihr Kind noch am Unfallort starben.
Diese Runde von “netten” Menschen hängt nun also auf engstem Raum fest und die Stimmung steigt. Also nicht. Ist klar. :-)
Alle werden reizbar und zickig. Als dann auch noch das Licht ausfällt, vermutlich wegen der Arbeiten des Technikers, ist die Laune noch mal etwas aufgeheizter. Denn im Dunkeln geschehen Dinge, die sich keiner der Anwesenden erklären kann. Jedesmal, wenn das Licht aus ist, wird eine Person verletzt oder sogar getötet.

Der Teufel hat also diese Brut in dem Schacht stecken lassen, damit er sich einen nach dem anderen holen kann. Dazu hätte er gerne Zuschauer, die er in Form der Wachmänner findet, von denen einer sehr religiös ist und den Übeltäter auch als solchen erkennt. Er sieht die Fratze auf dem Bildschirm und weiß, dass keiner eine Chance hat. Die Versuche dies seinem Kollegen mitzuteilen scheitern natürlich, aber der inzwischen hinzugerufene Polizist glaubt ihm. Hilft aber zunächst alles nichts, denn einer nach dem anderen wird dahingerafft. Mehr oder weniger spektakulär. Und natürlich immer im Dunkeln.

Quelle: http://indiegeniusprod.com

Um das Ende nicht preiszugeben, lass ich das hier jetzt auch weg, aber ich möchte zumindest gerne noch sagen, dass der Film echt nicht vorhersehbar war. Also es war nicht vorherzusehen, dass der so schlecht wird. Die Handlung war natürlich allen irgendwie klar. Ist in dem Streifen aber jetzt auch nicht so schwer, ehrlich gesagt.
Die Idee, die Mr. M. Night Schamalaladingdong (danke Sema) da hatte, ist echt gut. Storytechnisch echt mal wieder was spannendes. Aber die Umsetzung war so grottig, dass man das fast mit seinen Kindern bei Milch und Kuchen gucken könnte. Ich hab den Film mit meinem besten Freund geguckt. Der Mann erschreckt sich schon bei der Sendung mit der Maus im Normalfall, aber hier? Keine Regung. Und ich wär fast eingepennt. Gut, das kann auch daran gelegen haben, dass ich einfach schon müde ins Kino ging, aber wacher hat mich der Mist leider nun nicht gemacht.

Aus meiner Sicht hat der echt nur eine 3- verdient, und das mit dem Minus auch nur wegen der wirklich guten Idee als solches und weil der Film nicht nur als Horror gemeldet war, sondern auch als Mystery Thriller. Sonst wäre der eher bei 4 oder schlechter gelandet. Die IMDB gibt dem Ding allerdings eine 6,5, was also etwas besser ist, als meine Beurteilung. Ich war einfach enttäuscht.

Zitat aus “Constantine”:
“An den Teufel glaub’ ich nicht.” – “Was Sie allerdings sollten. Er glaubt ja auch an Sie.

Der Mann aus Berlin

von Rooby  /  in Kategorie: Milch + Zucker

Wir kennen ihn (fast) alle – Marco F., den Mann aus Berlin. Aber liebe Leserschaft, ICH hab ihn nun live getroffen. Pur und unverfälscht. :-p

Marco ist einer der ersten, der mich in mein Blogleben begleitet hat.
Als ich vor zwei Jahren anfing, war er recht früh irgendwie bei mir gelandet. Es war vermutlich einfach ein Bloghopping-Zufall, aber er hat mir immer mal was kommentiert und mich dann sogar in seine Blogroll aufgenommen. Der “alte” Mann hat quasi das “junge” Blog-Huhn damit etwas motiviert und bei der Stange gehalten. Damals war das noch so ein Gefühl von “OMG – ich werde beachtet“. :-)
Dafür übrigens ein dickes “Danke” an Marco, denn ob ihr es glaubt oder nicht, für mich hat das tatsächlich ein Gefühl von “du musst weitermachen” verursacht. Ich war ja noch total unbescholten.

Heute ist mein Blog auch nicht groß, muss er aber auch nicht sein. Aber ich hab eine gute Stammleserschaft und inzwischen fühl ich mich in der Hinsicht auch etwas “gesetzter“. :-)
Dann ging ich irgendwann zu Twitter und Facebook über. Und im Twitter war Marco wieder einer der ersten, allerdings hab ich ihn glaub ich direkt gesucht. Ich weiß es icht mehr so genau. Wie auch immer – Twitter ist ja nun mehr “miteinander quatschen“, daher kam natürlich auch mehr und mehr “Bindung” auf. Wie übrigens zu so einigen von euch. Lieben Gruß an dieser Stelle an die Fabs, Katrin, Noah, Kamil, Sema, Großmeister Cynx, Konna, Nuphar_Lutea und Localwurst. Ihr seid alles Leute, die ich gerne mal im echten Leben kennenlernen würde. Eben genauso wie den Mann aus Berlin.

Berlin, Mehringdamm, Ecke Bergmannstraße

Und am Donnerstag war es nun soweit.
Da steht also in Berlin Kreuzberg so ziemlich der sympathischste Mensch vor mir, den man sich vorstellen kann. Ein einziges Grinsen und gute Laune.  Eher ruhig, aber nicht zurückhaltend. Witzig, gesprächig, aber ganz anders als er für mich bisher im Netz gewirkt hat.
Erwartet hatte ich irgendwas zwischen “obercooler Sau” und “punkartigem Wildem“. Aber wie gesagt, er war einfach eine Riesenportion Nettigkeit und ich mochte ihn auf Anhieb. :-)
(Und mit nett meine ichübrigens nicht “iiihh…der ist ja langweilig oder hässlich oder doof”. Bei mir ist nett in der Tat eine positive Sache.)
Leider war die Zeit viel zu kurz, da ich am gleichen Abend noch meinen Chef, der aus England angreist war, und seine Cheffin mit meiner Anwesenheit beglücken sollte. Somit blieben gerade mal knapp 90 Minuten, von denen ich gefühlte 89 gerdet habe. Aber was soll ich machen? Wenn ich mich über etwas freue, dann quatsch ich ohne Punkt und Komma. :-P

Ich fänds schön, wenn wir das noch mal wiederholen, Mann aus Berlin. :-)

Zitat aus “Didi – Der Schnüffler”:
“Der Berliner ist ein Mensch mit Herz und…”
Herbert: “Schnauze!”
Ferdl: “Genau!”