FF18 – Extreme

 

Im aktuellen Podcast geht es um Extreme. Berufliche (Neuigkeiten!!!), private, politische und was mir sonst noch so einfällt. Hört rein.

 

Hier der Bluemoon (Direktlink) und blue_moon_20120621 (zum Download, .mp3 ~ 82 MB) von Donnerstag mit dem Thema “Sexismus” und den Blogpost von Markus Richter (auf Twitter @monoxyd) dazu inkl. Shownotes etc.

Außerderm hier noch der Screenshot zum Tweet von @afelia.

 

 

Deutschland – Griechenland ging übrigens 4.2 aus, sorry für den Patzer. Bin kein großer Fußballfan. :-P

 

Zitat aus “Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith”: “Nur ein Sith kennt nichts als Extreme!”

 

11 Kommentare zu “FF18 – Extreme”

  1. geheimratd sagt:

    So, ich muss mal was zu dem Thema am Ende deines Podcasts schreiben. Also zum Deutsch-Sein Problem sozusagen und den Fahnen zur EM. Man sollte erst mal wissen, dass ich zwei Nationalitäten in mir trage. Ich bejubel also sowohl die Bundeself als auch die Jungs der Italienmannschaft. Natürlich mag ich das auch bei den Spielen mit dem jeweiligen Landestrikot bekunden.
    Du glaubst es ja nicht, wieviel Leute mich JEDESMAL fragen, warum ich ein Italientrikot anziehe. Das wäre ansich ja nicht schlimm, wenn ich dann nich jedesmal gefragt werde, warum ich denn ein Deutschlandtrikot trage.
    Was ich damit sagen will ist, die Mensche verstehen das einfach nicht. Flagge zeigen ist verpöhnt. Aber nichts machen ist es auch. Genauso wie eine andere Flagge zeigen, die ja nich mal was mit der eigenen Herkunft zu tun hat.Dadurch das ich beide Nationalitäten habe, war ich schon alles. Vom Nazi, Deutschhasser, Italienhasser usw. und sofort. Schlimmer wirds noch, wenn das Fußvolk da draußen mich dann noch fragt, ob ich zu Hause nicht ärger bekomme, wenn Deutschland gegen Italien spielt. “Was dann mein Vater wohl dazu sagt” ohoohoohooo…
    Das sind aber auch die Leute, die sich über die Flaggen draußen aufregen. Die Flaggen abreißen oder gar andere Menschen verurteilen. Das sind aber auch die, die sich beim Türken umme Ecke den Döner reinballern oder zum Griechen in den Supermarkt gehen, weil der “Ausländer” ja soviel günstiger ist, als der böse Deutsch-Kapitalist.
    Alles schon mitbekommen, weil ich die Leute dann einfach mal explizit frage. Deswegen glaube mir, es lohnt sich nicht darüber aufzuregen. Ich weiß, dass du das gerne machst und deine Meinung kund tun willst. Aber das ist der hohe Blutdruck nicht wert. Und weißte warum? Weils der Großteil der Leute sowieso nie verstehen wird. Sein Land anfeuern darf man halt nicht.
    Mir hats schon gereicht, dass ich auf dem leidigen Facebook immer wieder lesen musste, dass einigen auf die Nerven geht, dass Flaggen draußen hängen. Sind halt dann die, die mir auch politische Meinungen, meist ihre eigenen, aufs Auge drücken wollen.
    Ich hab daraus gelernt und sag nix mehr. Trage meine Flaggen und ignoriere Nazirufe. Ist eh alles Kindergarten in dieser verschrobenen Welt. Leider…

  2. Weidekaiser sagt:

    Ich persönlich find das mit den Fahnen nicht verwerflich. Ich seh da persönlich auch keine böse Absicht. Das ist ein ganz normales Fußballturnier und das Team Deutschland hat die Vereinsfarben schwarz-rot-gold. Sicherlich gibts Leute die das dann wieder übertreiben (wie geheimratd schrieb), aber das ist beim Vereinsfußball eben auch ist.

    Der Facebook Spruch ist mir auch schon häufiger durch die Timeline geflogen. Ich find diese extreme Empörtheit beim Thema Deutschland auch immer extrem verwerflich und das auch immer gleich das schlimmste mit einer Äußerung assoziert wird. Ich habe da auch noch ein Beispiel:

    In der BILD am Freitag stand im Sportteil die Headline: “schwarz-rot-geil. 1. Heimspiel in Danzig” – auch hier war die Empörung ob der deutschen Vergangenheit enorm und das Foto wurde mit jedem erdenklichen Kommentar durch meine Timeline gerotzt. Vor dem Hintergrund der Geschichte mag diese Schlagzeile unglücklich formuliert sein (von der BILD aber auch nicht anders zu erwarten), doch das war die schlimmste anzunehmende Assoziation, die da verbreitet wurde und das wurde sie vehement.
    Da die deutsche Elf die komplette Vorrunde in der Ukraine bestritten hat und sich ihr Quartier in Danzig befindet/befand, kann man die Formulierung Heimspiel bei einem internationalen Fußballturnier durchaus verwendet werden.

    Aber wie schon im ersten Kommentar geschrieben hilft da nur eins: Einfach nicht beachten und die Nerven schonen. Das ist die ganze Aufregung nicht wert.

  3. Rooby sagt:

    @geheimratd: Ich weiß, dass ich mich komplett für den Arsch aufrege. Aber ich will irgendwie nicht vestehen, dass Leute so sind, wie du es hier auch beschreibst. Das ist doch bekloppt hoch zehn. Und wenn keiner mehr was dazu sagen würde, wird es sich nie ändern können. Deswegen werde ich mich weiterhin aufregen, vermute ich mal. Ich hab die Hoffnung, dass der ein oder andere es noch mal überdenkt. :-)

  4. Rooby sagt:

    @Weidekaiser: Die BILD-Aktion hatte ich über meine TL auch wahrgenommen und auch selbst kommentiert. Hier hat die BILD natürlich absichtlich diesen “Faux-Pas” genutzt, um Aufmerksamkeit zu kriegen und wieder polarisieren zu können. Das find ich noch schlimmer, als wenn “normale” Menschen das tun. Denn die Medien sollten erst recht vorsichtig sein, was viele auch beherzigen. Natürlich muss und darf man von der BILD sowas nicht erwarten.
    Ich rege mich weiterhin auf, aus dem Grund, den ich in den Kommentar vom Geheimratd erklärt habe. Den Mund halten, halte ich für völlig falsch. :-)

  5. El Spotto sagt:

    Also, erst mal recke ich meine Daumen in die Höhe für diese wieder mal tolle Ausgabe der FF.

    Bei der genzen Job-Geschichte muss ich zugeben, dass ich nicht so ganz durchblicke, aber sonst hast Du mal wieder viel Wahres gesprochen. Nicht ganz zustimmen kann ich dir bei der Sache mit Emotionen in Diskussionen. Ich diskutiere gerne, besonders, wenn ich emotional involviert bin, denn andernfalls könnte es mir ja eigentlich egal sein. Man muss halt trennen können und Gefühle nicht mit Argumenten verwechseln. Aber wahrscheinlich ist es auch das, was du gesagt hast… :)

    Was die deutsche Vergangenheit angeht, das ist wirklich eine schwierige Geschichte. Ich, der ich meine gesamte Kindheit im Ausland verbracht habe, durfte oft genug feststellen, dass das dritte Reich nicht selten das allererste ist, was anderen Nationen zum Thema Deutschland einfällt. Gerade Briten schienen sich darauf sehr zu fixieren und immer wieder wurde ich von meinen englischen Mitschülern mit dem Hitlergruß gegrüßt. Das ist dann natürlich schon scheiße, andererseits ist es eben auch gut,dass nicht vergessen wird, von wegen “Nie wieder” und so…

    Es wird halt oft übersehen, dass Deutschland 1. aus seiner Vergangenheit gelernt hat und 2. seither vieles vollbracht hat, auf das man durchaus stolz sein könnte. Mir selbst ist Nationalstolz fremd, ganz einfach weil ich finde, ich kann nur auf Sachen stolz sein, die ich auch wirklich selbst erreicht habe, die Tatsache, zufällig als Deutscher geboren worden zu sein ist keine solche Leistung, aber ich rümpfe auch über niemanden die Nase, der Stolz ist, deutsch zu sein. Wirtschaft, Wissenschaft, Umweltschutz, Sozialsystem… alles gar nicht so schlecht hier bei uns.

    Aber das ist auch alles völlig Latte, weil es, was die Fähnchenabreißer nicht verstehen, gar nicht um Nationen, Nationalismus oder gar Mationalsozialismus geht. Symbole haben den Zweck, einen bestimmten Sachverhalt möglichst simpel zu veranschaulichen, und das kann durchaus kontextsensitiv geschehen. Flattert eine schwarz-rot-goldene vorne an einer gepanzerten, verdunkelten Limousine,kann man davon ausgehen, dass sie für den Staat Deutschland steht, in den allermeisten anderen Fällen aber eben nicht, sondern für die Begeisterung für die DFB-Auswahl. Es ist eben einfacher, sich so ein Plastikding ans Fenster zu klemmen, als einen Banner mit dem Wortlaut “Ich bin zufrieden mit der Leistung, die unsere Nationalmannschaft auf dem Platz zeigt, was aber nicht bedeutet, dass alle anderen Nationen minderwertig sind und unterjocht werden sollten” am Auto anzubringen. Und dafür, dass sich Fans lieber drei einfache Striche ins Gesicht malen, als mühsam das DFB-Logo versuchen zu kopieren, dafür sollte man auch Verständnis zeigen.

    Die Heimspiel-Geschichte ist da schon etwas anderes. Wie Du, Rooby, schon sagtest, sollte man bei öffentlichen Medien schon einen strengeren Maßstab anlegen, als bei Privatpersonen. Außerdem ist in diesem Kontext ganz klar, dass eben doch die rein sportliche Ebene verlassen wird. Bei der besagten BILD-Schlagzeile war ich noch relativ milde entsetzt, weil es eben die BILD war, und die Sache mit dem Heimspiel, wie von Weidekaiser erklärt, ja auch irgendwie nachvollziehbar war. Als mir dann aber ein Artikel von DR Wissen, einer durchaus seriösen, öffentlich-rechtlichen Einrichtung also, unterkam, der neben dem Heimspiel in der Überschrift auch noch die Formulierung “Ab 20:45 wird zurückgeschossen” in der Unter-Überschrift, oder wie man das nennt, daherkam, das war mir dann doch eindeutig zuviel. Über sowas darf und sollte man sich aufregen!

    So, das war mein Senf, der eigentlich gar nicht so viel mit deinem Podcast zu tun hatte. Deswegen noch mal explizit: Dein Podcast war knorke! ;)

  6. Thembilein sagt:

    Zum Thema Afelia: Den Tweet von Afelia habe ich gelesen und hatte auch drauf geantwortet + gefavet. Ich habe den Tweet ganz anders wahrgenommen und zwar eher im Bezug auf den “Favoriten” Stern von Twitter. Also ich weiß nicht ob du da nicht zuviel hineininterpretierst. Als ich die “Sternfunktion” bei FB gesehen habe, habe ich gleich an Twitter denken müssen und fand’s einfach nur einfallslos von FB. Auf den Davidstern bin ich gar nicht gekommen und war ein bissel geschockt, als du davon anfingst zu sprechen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Marina es so gemeint hat und wenn doch find Ichs klar auch unangenehm. Ich habe schon oft erlebt, dass Tweets missverstanden werden… und ich glaube das ist hier auch passiert.
    Zum Thema Engländer: Ich habe selber eine lange Zeit für und mit Engländern gearbeitet und kann deine Meinung dazu gar nicht Teilen. Ich muss immer schmunzeln wenn du mit dem Thema anfängst, weil es sich so gar nicht mit meinen Erfahrungen deckt. Ich wünsche mir oft die unkomplizierte, einfache und entspannte Arbeitsweise der Engländer zurück. Vielleicht liegt es auch nur an der Branche… wer weiß.
    Zum Thema Flagge zeigen: Ich finde Flagge zeigen im Bezug auf die EM oder WM unproblematisch. Wenn Nazis die Deutsche Fahre schwingen, schwinge ich sie um so deutlicher, denn DAS ist nicht Deutschland, die braune Minderheit! Die nehmen es nur als Mittel zum Zweck und Missbrauchen unsere Vergangenheit. Ich bin Deutsche mit süd afrikanischen Wurzeln und stolz drauf! Bei uns hängen beide!

  7. Rooby sagt:

    @El Spotto: ich bin sowas von voll und ganz bei dir. Und diese englischen Erfahrungen habe ich auch gemacht, nicht als dort lebender Mensch, aber als dort lernender während meiner zweiten Ausbildung. Wir wurden als Nazi-Huren beschimpft, weil wir nicht mit den englsichen Jungs rummachen wollten. Sowas nehm ich aber nicht ernst, das ist nur nervig und sie haben halt nicht viel anderes “gegen” uns.
    Aber ich würde gerne, sofern du den noch findest, den Link zu dem Artikel haben wollen -> DR Wissen. Das würde ich mir doch zu gerne noch mal ansehen. :-)
    Und zum Thema “emotional diskutieren” – ja genau, so meinte ich das, wie du das beschrieben hast. Man darf emotional im Thema sein, aber nicht in der Diskussion als solches. Das ist einfach kontraproduktiv. :-)

  8. Rooby sagt:

    @Thembilein: leider war der Tweet von Afelia schon so gemeint, was man auch sehen kann, wenn man sich ihre darauf folgenden Kommunikationen mit anderen Twitterern ansieht. Und natürlich ist sie als Jüdin noch sensibler, ich versteh das durchaus. Aber ich finde es halt nicht richtig, dass man sofort immer sowas im Kopf hat, denn das ist in den meisten Fällen nicht die Intention. Und es fördert auch nicht den Umgang damit. Vergessen darf man nicht – niemals. Aber man muss es auch heute nicht mehr als vermeintlichen Grund heranziehen, warum dies oder jenes so oder so gemacht wird.
    Ich bin übrigens auch “halb und halb”, daher kenn ich diese Thematik auch, auch was die Flaggen etc angeht, und das dazuhgehörige Gebrüll für die eine oder andere Mannschaft. :-)

  9. Weidekaiser sagt:

    @ElSpotto

    Was bei dem DRadio Teil aber auch steht, ist der Satz: Achtung Satire! Ab 20.45 Uhr wird zurückgeschossen. Ich hab es mir noch nicht angeschaut/angehört, aber ich denke gerade bei DRadio wird sowas wie bei der Bild nicht kommen. Bin aber noch nicht dazu gekommen, den Podcast zu hören.

    @Rooby der Link zu DRadio: http://wissen.dradio.de/uefa-euro-2012-heimspiel-in-danzig.33.de.html?dram:article_id=209912

    Nachtrag zum ersten Beitrag:
    Ich wollte mich ja noch bezüglich deiner Jobsituation äußern, was ich hiermit machen werde. Du hast ja gesagt, dass dieser Job, den man dir angeboten hat für deine weitere berufliche Laufbahn sehr wichtig sein kann, da du ja nicht den klassischen Ausbildungsweg gegangen bist. Das scheint ein Grund zu sein, diesen Job anzunehmen, auch wenn du sicherlich eine Menge Stress und Arbeit haben wirst, da der Dienstleisterwechsel ja recht kurzfristig angelegt zu sein scheint und die im Allgemeinen ja recht unzufrieden bist, mit der Arbeitsweise, die in deiner Firma an den Tag gelegt wird. Also wird dieser wichtige Karriereschritt mit sehr viel harter Arbeit und Belastung einhergehen. Da musst du dir sicher sein, dass du ihn gehen willst.
    Langfristig sehe ich da aber keine Zukunft in dieser Firma, weil du ja selbst gesagt hast, dass dich die Situation sehr angekotzt hast und du ja eigentlich innerlich schon mit dieser Firma abgeschlossen hast. Ich denke du willst dich auch nicht in dieser Firma aufreiben.

    Ich persönlich würde den Job annehmen, wenn es klappt, aber sollte mich die Situation dann doch zu sehr belasten würde ich die Reißleine ziehen und meiner eigenen Verfassung zu Liebe eine andere Stelle suchen.

    Egal was du machst. Ich wünsche dir viel Erfolg, egal wie du dich entscheidest und mach dich dabei nicht kaputt.

  10. El Spotto sagt:

    @Weidekaiser: Ja, da steht “Achtung Satire”, was alleine aber diese Formulierung nicht rechtfertigt. Inzwischen habe ich den Beitrag auch gehört und muss meine erste Empörung zurücknehmen, denn darin geht es eben genau um solch unglückliche Formulierungen. Im Zusammenhang mit dem Audiofile ist der Satz und auch die Bildunterschrift “Jogi Löw zeigt seinen Spielern den rechten Weg” (sinngemäß) durchaus als Satire (die ja bekanntlich alles darf) akzeptabel, eben weil durch den Radiobeitrag entsprechende Substanz hinter die Provokation kommt. Dennoch finde ich es problematisch, diese Formulierungen so relativ kontextfrei im sinnleeren Text auf der Seite zu bringen und darauf zu vertrauen, dass alle den erklärenden Beitrag anhören (habe ich in der Eile ja auch nicht gleich gemacht).

    Kurz: ich habe meine mir selbst auferlegte Maxime, mich erst einmal ausreichend zu informieren, ehe ich mich echauffiere und öffentlich anprangere, gebrochen, in diesem speziellen Fall lud der Sachverhalt aber auch geradezu dazu ein. Trotzdem und/oder deswegen: Hiermit rudere ich offiziell zurück.

  11. Hamburg sagt:

    Beim Fußball geht mir dieses “wir” auf den Senkel. Wer sind denn “wir”?
    Wollen die sich die Erfolge der DFB-Auswahl selbst anrechnen?

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