FF1113 – Warum habt ihr Gardinen?

 

Durch den folgenden Tweet wurde der heutige Podcast im Grunde angestoßen.
Danke an den @largewhiteguy, der ihn gelesen und mir erzählt hat, und @haekelschwein, der ihn geschrieben hat.

 

Tweet "Warum habt ihr Gardinen"


 

Damit ihr mir im Podcast folgen könnt, gebe ich euch die folgenden Links mit an die Hand.

Zunächst noch mal etwas über Prism und Tempora.
Falls ihr noch Infobedarf habt und nicht wisst, worum es geht und was wie passiert ist.

Dann auch die Ablehnung zum Asylantrag von Edward Snowden.

Weiterhin etwas zum Thema “Wahrnehmung“. Fand ich gut, den Artikel.

Hier auch die Artikel vom Spiegel zur Casio-Uhr und der zur Telefonnummer, die plötzlich mit der NSU in Verbindung steht.

Unbedingt lesenswert ist auch dieser Artikel, der schön zeigt, wie so ein Algorithmus funktioniert.

Der Fall Gustl Mollath ist etwas mehr, da das ein Video von ca. 45 Minuten Länge ist. Ich würde es euch dennoch empfehlen zu gucken, wenn ihr das Thema nicht kennt. Erschreckend!

Der Herr Häkelschwein hat in seinem Blog übrigens über das Thema Mammografie und falsch positive Ergebnisse geschrieben, was eine wunderbare Analogie für dieses Thema ist.
Daraus entnommen sind die bereits erwähnten Artikel zur Uhr und zur Telefonnummer.

 

Ich hoffe, ihr könnt mit dem so spontan dahin gesprochenen Podcast was anfangen. Als ich den jetzt noch mal nachgehört habe, habe ich sehr deutlich gemerkt, dass ich erst beim Reden die Gedanken sortiert habe. Das mach ich üblicherweise VOR der Aufnahme, nicht währenddessen. :)

 

Zitat aus “Network”: ”Die wollen, dass Howard ganz spontan seinen Zorn artikuliert – ein Prophet des Jüngsten Tages gegen die Verlogenheit unserer Zeit.”

 

 

So schade Herr Olm, so schade

 

Mein allerbester Lieblingsadmin und -freund (@largewhiteguy auf Twitter) hat mir zum Geburtstag eine Freude gemacht und mir Karten für Hans Werner Olms Vorstellung in Frankfurt, in der Käs,  geschenkt. Der Titel der Vorstellung lautet “Mir nach, ich folge!“. Vorab sei schon mal gesagt, wir sind nicht gefolgt – wir (also ich) wären eigentlich sogar fast lieber gegangen. Aber bezahlt ist bezahlt und so haben wir uns das doch komplett angetan.

 

Ticket Olm

Ich sollte vorab erklären dass ich bisher noch nie bei ihm in einer Show war. Daher war mir nur ein Teil seines Programms, seiner Palette bekannt. Unter anderem aber z.B. das Stück mit dem BMW, was mich mal vor Lachen heulen ließ, weil es leider in der Tat den Klischee-Pott-Typen auf die Schippe nimmt. Und glaubt mir, ich weiß wovon er da spricht. Ich bin ein Dortmunder Kind. Guckt mal kurz rein, damit ihr wisst, was ich meine. Bis dahin fand ich das also soweit witzig.

Auch die Figur der “Luise Koschinsky” ist einigermaßen bekannt, die quasi das weibliche Pendant zu dem Prollo-Typen ist. Das war zwar noch nie so richtig mein Fall, aber nun ja…Geschmäcker sind ja bekanntlich (und zum Glück) verschieden. Damit ihr auch hier wisst, wer das sein soll – klickt hier oder hier.

 

Beide Rollen spielen natürlich mit dem übertriebenen Klischee vom Menschen im Ruhrgebiet (Ruhrpott -> Pott).
Die Sprache ist derb und laut, mitunter fäkal. Auf jeden Fall unterste Schiene. Die Posen sind raumeinnehmend und strotzen vor Testosteron oder Östrogen. Aber damit parodieren sie immer noch das Klischee. Und deswegen konnte ich das so “nehmen”.

H.W. Olm, Frankfurt

 

Gestern war anders. Oder auch nicht, kommt drauf an, wie man es sieht.

Die Sprache war immer noch fäkal, aber es gab keine Parodie, die dazu passte. Seine Art lag irgendwo zwischen niveaulos und darunter. Es gab im ganzen Programm, immerhin über zwei Stunden, nur 3 oder 4 wirkliche Gags, die intelligent waren und den ganzen Raum mit Lachen füllten. Das meiste lag irgendwo zwischen “ficken, bumsen und blasen” und “fressen, scheißen und pissen”. Entschuldigt die Wortwahl, aber ich kann es sonst nicht anders deutlich machen. Es war einfach so extrem niveaulos.

Jetzt kann man ja sagen “ok, das ist halt Teil des Pakets”, akzeptiere das als Stilmittel. Aber dann müsste wenigstens der Rest gut sein. Also eine roter Faden durchs Programm gehen oder einigermaßen intelligente Pointen oder ähnliches. Aber nein, auch hier versagt der einst mit Preisen ausgezeichnete “Comedian”.

 

 

Nicht nur, dass Teile des Programms pointenlos verpufften, es wurde wenigstens ein Drittel der Vorstellung Text abgelesen. Und nein, ich hab nichts gegen lesen, wenn es ein Teil für einen Gag ist.
Anfangs las er zum Beispiel vor, weil es da um sein Buch ging. Das war ok, weil er sich darüber ausließ, dass ja jeder ein Buch schreiben kann, die sowieso alle jünger werden und überhaupt, da müsste er das auch mal machen.

Aber das war gefühlt auch die einzige Stelle, wo es passte. Die Texte, die sonst noch gelesen wurden, hätten wesentlich besser gewirkt, wenn er sie einfach vorgemacht hätte, so wie andere Künstler das auch machen können. Ich hab keine Ahnung, ob das Absicht war oder ggfs. seinem Alter geschuldet ist, aber es wirkte wie gewollt und nicht gekonnt.

 

Meine eigentliche Ablehnung zu gestern ergab sich aber aus seinem wilden Gebashe gegen Frauen. Nein, ich hab nichts dagegen,wenn man auch hier mit Klischees spielt und witzige Pointen rausarbeitet, aber Hr. Olm hat für mich noch nicht mal das minimalste Gefühl von Versuch dazu durchscheinen lassen. Es ging einfach nur flach gegen jede Art von Frau. Also Ehefrau, vorzugsweise hässliche Ehefrau, fette Frauen, Muttis, “Grüne” Muttis, Lesben und muslimische Frauen.

Er zog doch auch über Männer her” werden jetzt vielleicht einige sagen, die das Programm gesehen haben. Aber ist irgendjemandem aufgefallen, dass er Männer trotz ihrer von ihm benannten Makel als die “Alphas” bezeichnete? Männer, die sich pflegen, die sich kümmern und sich gleichberechtigt gegenüber Frauen verhalten als Memmen darstellte? Aus seiner Sicht der Mann sozusagen domestiziert wurde, obwohl er doch eigentlich der sein sollte, der der Frau sagt, wo es lang geht und ihr ggfs. sogar mal Angst einjagen dürfte? [Das mit dem Angst einjagen kam wirklich vor, ich weiß nur leider den Wortlaut nicht mehr. Es hat mich aber kurz innerlich zucken lassen.]

Den Mann stellte er bei aller vermeintlicher Kritik immer in all seiner unvollendeten Herrlichkeit dar, klar. Er ist ja einer. Und er will einer bleiben. Hat er ganz deutlich gemacht. Er macht das ja nicht mit. Ja was eigentlich? Den sozialen Wandel?

 

Man hat gemerkt, dass er es nicht geschafft hat im Heute anzukommen.
Die eine Hälfte, vornehmlich älteres Kaliber, lachte und johlte bei Witzen über Schwule und Lesben, Muslime und deren verschleierte Frauen. Mir wurde ja innerlich echt übel bei so mancher Tirade. Und mit mir  auch meinem Freund und ca. der Hälfte des Saals. Der Applaus war dünn, die Lacher schwach. Nur die ewig Gestrigen hatten “Spässken” und konnten sich auf die Oberschenkel schlagen. Ich bekam sogar sowas wie Mitleid, als er seine, für mich sehr verbittert klingende, Ode an den Mann zum Besten gab. Ich hatte spontan das Gefühl, dass er schlechte Dinge erlebt hat, die ihn so reden ließen.

Tatsache war auf jeden Fall, dass mir das zu sehr offen gegen Frauen war, zu sehr für den ach-so-tollen Mann und zu wenig Intelligenz bei all dem. Dabei kann er parodieren, er kann singen, er kann reden. Wo ist gestern das ganze Talent geblieben? Schwache Vorstellung.

 

Schade Herr Olm, so schade.
(Zitat aus seinem Programm: “Das find ich ja schade, so schade”)

 

 

 

FF0713 – Minimalrant

 

Ich musste mich kurz mal über unfaires Verhalten auskotzen. Danke für’s Zuhören.

 

Zitat aus “Der letzte Countdown”: “Hier stimmt doch was nicht! Was seid Ihr für Burschen?”

 

FF0413 – Meinungswandel

 

Dieser Podcast hat mal wieder etwas mehr Text dazu verdient. Und danken für diesen könnt ihr auf Twitter der @felis_blue, denn durch sie bin ich noch mal animiert worden, ihn etwas vorzuziehen.
Das Thema sollte eigentlich zu einem anderen Podcast dazu, der sich um das Buch “Deutschland Schwarz/Weiß” von Noah Sow drehen wird. Aber ich fand es jetzt doch wichtiger, das vorzuziehen. Das möchte ich demnächst noch mal detailliert besprechen, aber ich möchte euch das Buch jetzt schon ans Herz legen, weil es bei mir so ein enormer Augenöffner war.

 

Dann gibt es hier noch mal die Verlinkung auf den vorherigen Podacst, wegen der Jobgeschichte. Vollständigkeit und so. :)

Und unter dem #pbtwup4 in Twitter könnt ihr noch einiges an dummen/lustigen/flachen Tweets finden, hiihihi. :D

 

Und nun zum eigentlichen Thema.
Als erstes die Verlinkung zum Podcast zum Thema “Aufschrei” noch mal. Dazu auch noch mal den Text von Antje Schrupp, für den ich dann Feedback bekam, was mir geholfen hat, das besser zu verstehen. Denn ich verstand erst mal falsch.
Hierbei sei auch der @endolex noch mal genannt, der auch schönes Feedback gegeben hat. Danke sehr an dieser Stelle.

Außerdem noch der Artikel zu der Werbung “Black & White”, die mich so irritiert hat.

 

So, das war es erst mal. Viel Spaß beim Zuhören.

 

Zitat aus “Cars”: ”Ich hab meine Meinung geändert bekommen”

 

 

 

FF0313 – Aufwärts

 

Es geht diesmal hauptsächlich um mein Vorstellungsgespräch in der letzten Woche und darum, dass es mir wieder besser geht. Alles in Allem geht’s halt aufwärts. :)

Ein Update braucht ihr aber. Den Podcast habe ich am Montag aufgenommen, aber heute (Dienstag) kam noch ein Anruf der Firma rein. Die möchten gerne noch einen Nachfolgetermin mit mir haben, um weitere Details zu klären. Der wird am Donnerstag sein, daher wird das in den nächsten Podcast mit einfließen. Scheint also zumindest nicht sofort eine Absage zu geben.

 

Zitat aus “Absolute Power”: ”Sind Sie fertig mit Ihrem Einstellungsgespräch?”

 

FF0213 – Aufschreien oder niederschreien?

 

Das Thema Feminismus im Netz ist wirklich ein sehr polarisierendes Thema. Ich will hier gar nicht so viel schreiben, aber euch die Links an die Hand geben, um die es im Podcast geht.

Auf Twitter sucht ihr einfach nach #aufschrei und dann findet ihr extrem viele Beschreibungen von Dingen, die z.T. mehr als abstoßend sind. Und darüber muss gesprochen werden. Aber irgendwie anders als bisher. Finde ich zumindest.

Und hier findet ihr nun zuerst den Artikel über Brüderle, der hier nur ein Artikel über den Artikel ist. :-P Das Original hab ich jetzt nicht direkt gefunden (hab aber auch nicht übermäßig lang gesucht).

Außerdem der Artikel von Antje Schrupp, “Ich bin kein Sexist” – so what? In dem kommt das mit den Keksen für Männer vor, was ich ehrlich gesagt ziemlich arrogant finde, aber das ist ja nur meine Meinung.

Und dann noch Der Artikel von Mutti. Gefiel mir außerordentlich gut, weil einfach mal jemand sagt, dass Frauen sich auch wehren müssen. Das gehört einfach mit dazu.

 

Zitat aus “10 Dinge, die ich an dir hasse”:
“Wenn ich meine Meinung äußere ist das kein terroristischer Akt.”

 

 

FF26 – The road to hell is paved with good intentions

 

Viele gute Absichten mutieren leider hin und wieder zu ganz schlimmen Dingen. Darum geht’s im Prinzip diesmal im Podcast.

 

Es geht um den Umgang von Leuten moderater Gruppen mit Leuten radikaler Gruppen. Egal, ob es sich um Tierversuchsgegner handelt, Feministen, Veganer etc.
Ich hab absichtlich das Thema, was mich zum Podcast diesmal inspiriert hat, raus gelassen, weil mich das jedes Mal rasend macht und es eigentlich auch gar nicht relevant ist. Wichtig ist, dass manche Leute so verblendet sind, dass sie nicht mehr merken, wenn sie radikal werden. Dabei wollen sie nur Gutes bewirken, erreichen aber eigentlich das Gegenteil.

Hier habt ihr noch den im Podcast erwähnten Artikel zu Tierversuchen (sind die wirklich nötig oder nicht?) und den Link auf Kreuz.net.

 

Und nach Fertigstellung des Podcasts gestern Abend, hab ich heute Morgen noch mal gesurft, weil ich einen Begriff finden wollte, für diese automatische Annahme sämtlicher Meinungen einiger Menschen, weil die vermeintlich immer richtiges Zeugs von sich geben. Dabei stieß ich erst mal auf diese Seite hier, die ziemlich genau beschreibt, was ich meine. Der Bumerang-Effekt.

 

Zum Thema “Worte ändern, dann ändert sich auch die Haltung”, guckt bitte mal auf die Wiki. Das beschreibt hier sehr gut, dass Worte, wenn sie geändert werden, weiterhin negativ belegt werden können, auch wenn die eigentliche Absicht ist, etwas Negatives auszumerzen. Veränderung findet im Kopf statt, nicht unbedingt durch den Wechsel einzelner Worte. Das ist EIN Mittel, aber es reicht allein nicht aus. Das wird auch sehr gut noch hier von Anatol Stefanowitsch erklärt, der auf der OM12 einen Vortrag gehalten hat. Ich verlinke den Bereich, den ich meine hier (Start des Videos bei 15:35), aber es lohnt sich, das ganze Video zu gucken.

 

 

Zitat aus “Pulp Fiction”:
“Oh! Tut mir leid. Hab ich dich aus dem Konzept gebracht? Das wollte ich nicht. Bitte, sprich weiter. Du hast irgendwas von “besten Absichten” gesagt.”

 

FF25 – You spin me round

 

Es gibt Neuigkeiten in Sachen Jobsuche, bzw. in Sachen Feedback zum Assessment. Diesmal etwas ehrlicheres. Und ich ärger mich. Enorm. Daher wird es leider mittig einmal etwas lauter, ich entschuldige mich dafür NICHT! :-P

 

Und der von mir im Cast genannte Podcast ist der “Poddingens“, hört mal rein, könnte euch ggfs. gefallen.
Drei Leute, diverse Themen, viele Meinungen. :-)
Der von mir genannte Kommentar war glaube ich von der @felis_blue und kam im zweiten Podcast.

 

Zitat aus “Und täglich grüßt das Murmeltier”: ”Schwachsinnige, euer Bus fährt gleich!”

 

FF24 – Assessment my ass

 

Ich war am 07. September zum Assessment für den Job eines Service Managers.

War eine spannende Erfahrung, auch deswegen, weil mir u. a. bestätigt wurde, dass ich mich sehr gut selbst einschätzen kann. Was ich ja weiß, aber gerne mal von anderen angezweifelt wird, bzw. mir als arrogante Art unterstellt wird. Aber was kann ich denn dafür, wenn ich weiß, worin ich gut oder schlecht bin? Nun ja. Die Recruiter waren begeistert, aber nicht begeistert genug. Hört selbst.

 

Zitat aus “Der Teufel trägt Prada”: ”Die Personalabteilung hat ja einen schrägen Humor.”

 

Was so manche Diskussionen bei mir verursachen

 

Ich hab noch nie rassistisch gedacht. Mein ganzes Leben lang nicht. Ich hatte nämlich das Glück, dass meine Eltern mich “richtig” erzogen haben. Und dass ich kein ängstlicher Mensch bin. Wir wissen ja, dass Angst sowas wie Rassismus schürt. Oder auch Dummheit. Die kann das auch gut. Aber ich bin zum Glück auch nicht ganz doof, daher kann ich die graue Masse in meinem Oberstübchen recht gut nutzen. Meistens zumindest. Aber heute ist was in meinem Kopf passiert, was mich nachdenklich macht.

 

Ich hab nach Klamotten geguckt, für den Job. Ich bin über eine Werbung auf eine “Black & White” Kampagne gekommen, die dann wie folgt aussieht:

 

 

Im Vergleich dazu sieht die Kampagne “Herbst-Special” so aus.

 

 

Wie man unschwer erkennt, kommt die dunkelhäutige Frau zwar auch im Herbst vor, allerdings sind das nur die Bilder aus der “Black & White” Übersicht. Und jetzt kommt das, was mich so nervt. Ich muss darüber nachdenken, ob das eventuell einen diskriminierenden (ich will keinesfalls rassistischen sagen) Aspekt hat. Ich behaupte mal “nein”, aber irgendwie kann ich mir sehr viele Aufschreie im Netz vorstellen.

Früher wäre ich niemals auf die Idee gekommen, sowas zu vermuten. Ich hätte allerdings auch keinen Gedanken daran verschwendet, ob man das dunkelhäutige Model jetzt nur aufgrund ihrer dunklen (black) Hautfarbe zu dieser Kampagne “Black & White” ausgewählt hat, bzw. ob das dann damit automatisch diskriminierend ist. Ich seh das nämlich nicht so. Ich sehe hier eine hübsche Frau, die gut in die Kleidung passt. Aber weil einem ständig und überall, nicht nur in Sachen Rassismus, irgendwas vor den Latz geknallt wird, seh ich plötzlich solche Dinge und verliere dabei die Leichtigkeit des Seins, wenn man so will. Denn plötzlich wird etwas völlig Normales (aus meiner Sicht) zu etwas Negativem. Und das will ich nicht.

 

So geht es mir auch in Sachen Feminismus, Geschlechterdiskussion generell oder sonst einer Thematik, die sich auf irgendeine Gruppe von Menschen bezieht. Ich hab schon immer nach dem Motto “Leben und leben lassen” agiert, gedacht und gelebt. Mir ist egal, wer homo, hetero oder transsexuell ist. Mir ist egal, ob du ein Mann oder eine Frau bist, wenn ich mit dir rede, mit ist egal, ob du Katholik oder Moslem bist, mir ist egal, ob du weiß oder grün bist. Es ist mir nicht wichtig. Wichtig war bisher immer der Mensch.

Und jetzt fühl ich solche Auswirkungen, weil ich zugetextet werde mit Themen, die mich persönlich gar nicht betreffen. Die aber mein Denken plötzlich negativ beeinflussen. Ich bin nicht mehr unbefangen. Und das gefällt mir nicht.
Allerdings weiß ich gerade auch nicht, wie ich das generell nehmen soll. Denn die Diskussionen zu den eben genannten, und mit Sicherheit noch viel mehr, Themen sind wichtig. Es gibt ja leider genug Trottel, die nicht so offen sind, die eben sehr wohl rassistisch oder sonst wie diskriminierend denken. Und klar muss man denen Kontra geben und gleichzeitig Aufklärung betreiben.

Aber es fühlt sich für mich persönlich zumindest so an, als würde ich ein Stück Freiheit in meinem Kopf verlieren, weil zu viele anderen Schranken im Kopf haben. Und das mag ich nicht.

 

Zitat aus “I, Robot”: ”Vorurteile sind immer ein Mangel an Vernunft!”

 

 

 

FF23 – Warum ich (noch) nicht Pirat werde

 

Der Titel sagt ja, worum es geht.

Im Prinzip wäre ich gerne zu den Piraten eingetreten, aber bei den ganzen Querelen, die es im vergangenen Jahr gab, denke ich, dass es besser ist, ihnen noch mehr Zeit zu geben. Um erwachsen zu werden. Oder ausgereift. Wie auch immer ihr das nennen wollt. Ich bin auf jeden Fall noch nicht überzeugt, daher hab ich für mich entschieden, dass ich noch länger warten muss, bevor ich dem Verein beitrete.

 

Zitat aus “Das geheime Fenster”: ”Was machen Sie denn da?! Pirat spielen??” 

 

FF22 – Gegenseitiges Anscheißen ist schön. Nicht.

 

Obwohl ich diesmal wieder über zwei verschiedene Dinge rede, einmal Job, einmal Diskussionskultur, passt der Titel schön dazu. Es geht um gegenseitiges Anscheißen. Man erkennt auch prima daran, wie blöd und kontraproduktiv das ist.
Hört selbst. :-)

Ich entschuldige mich schon mal, falls sich jemand genervt davon fühlt, dass ich mehrfach die gleichen Dinge anspreche. Aber es gibt Sachen, die müssen wieder und wieder gesagt werden.

 

Zitat aus “8 1/2″: ”Akzeptiere mich, wie ich bin. Nur dann können wir uns gegenseitig entdecken.”

 

FF21 – Einsatzbereitschaft

 

Durch ein Gespräch mit dem @musslautsein auf Twitter, bin ich heute zu meinem  Thema gekommen. Den Einsatz für mich und meine Rechte, bzw. auch für die von anderen Leuten.

Immer wieder passiert es, dass Leute aufstehen und was verändern wollen, für sich oder manchmal auch für andere, aber damit nicht voran kommen. Und dann gibt es die, die sagen, dass es sich eh nicht lohnt. Ich hab da meine ganze eigene Sicht der Dinge, denn nicht kämpfen käme für mich niemals in Frage. Aber das “Wie” ist dabei entscheidend.

 

Falls sich jemand das Hermes-Video ansehen möchte, nur zu. :-)

 

Zitat aus “Die Outsider”: ”He wartet, kein Kampf ohne mich!”

 

FF20 – Ich bin keine Quotenfrau

 

Heute war wieder mal ein kleines Negativ-Highlight eingetreten, von dem ich zu Anfang erzähle. Aber dann geht’s gleich weiter zur Quote. Die ich aus Gründen ablehne.

Viel Spaß beim Zuhören.

 

Zitat aus “Free Rainer – Dein Fernseher lügt”: “Diese Scheiß-Quote ist die Achilles-Ferse, und die knöpf ich mir jetzt vor.”

 

Wenn ich mal wieder Arschloch bin

 

Es gibt Tage, an denen möchte ich mir gerne stundenlang selbst in die Fresse kloppen.

 

Das sind die Tage, an denen ich andere durch meine Art nerve, ihnen zumute (und das auch durchaus verlange) mit mir umzugehen. Ich erwarte den gleichen Respekt und die Wertschätzung, die ich ihnen entgegen bringe. Aber gleichermaßen merke ich, wie schwierig ich manchmal einfach für andere bin.

Für mich selbst ist natürlich immer alles ganz klar und “richtig”.
Ich rede sehr direkt und argumentiere “na da weiß doch jeder, woran er bei mir ist“. Oder ich lebe meine Emotionen aus und nutze das gleiche Argument. Zusätzlich dazu noch ein “na wenn ich es jetzt raus lasse, dann ist es in ein paar Minuten vorbei. Wenn ich es fressen müsste, würde es gären und länger dauern etc bla bla“.

Nur zwei Bespiele, mit denen ich es meiner Umwelt schwer mache, denn die meisten Menschen sind nicht “geradeaus”. Sie sind auf irgendwie verschlungenen Wegen unterwegs, sowohl kommunikativ als auch emotional. Wobei das eine das andere natürlich beeinflusst. Und ich nehme keine Rücksicht darauf. Denn ich finde ja, dass meine Art “klarer” ist. (Sprach ich eben noch von Respekt und Wertschätzung anderen gegenüber?)

Ich nehm natürlich schon Rücksicht, wenn ich weiß, dass jemand sehr sensibel ist und ich ihm was Unangenehmes sagen will. Dann hau ich nicht einfach raus, aber so im Alltagsleben eben doch. Und auch da kann man wieder und wieder den anderen weh tun oder ihnen zumindest super vor den Kopf stoßen. Und es ist mir oft egal. Weil ich ja bin wie ich bin. Ich bin dann irgendwie ein Arschloch. Und ich find es trotzdem gut. Bis dann diese Tage kommen wie heute.

Dann stell ich mich in Frage, wieder und wieder. Warum ich nicht so kommuniziere wie andere z.B., nämlich indirekt und unsachlich und auch nur teilweise aussprechend, was der andere dann zwangsweise reininterpretieren muss. Und auch kann. Nur ich kann sowas nicht. Wenn man mir nicht sagt, was man von mir will, versteh ich es nicht. Und ich halte die anderen dann für unfähig zu kommunizieren. Denn ich bin ja gerade und direkt und spreche alles relevante aus. Die anderen können dann eben nicht denken oder richtig aussprechen worum es geht oder was auch immer. Und dann ärgere ich mich. Über die anderen zuerst, zunehmend dann aber über mich selbst. Weil ich in den Momenten arrogant bin und von oben herab. Aus der eigenen Meinung heraus, dass ich doch gut bin, wie ich bin.

Warum kann ich dann aber nicht einfach auch so reden und fehlende Informationen reininterpretieren?
Weil ich dummerweise nicht so bin. Oder ist das vielleicht sogar gut so? Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass es mir und meiner Umwelt manchmal sehr schwer fällt, damit umzugehen. Und mich dann zu ertragen. Denn ich werde dann zickig und sauer. Um nicht zu sagen aggressiv in verbaler Art. Und das ist scheiße.

 

Ich sage hiermit jedem, der mich kennt, immer noch lieb hat und hoffentlich auch noch lange lieb haben wird, dass es mir leid tut, dass ich es euch oft schwer mache. Ich machs mir selbst nicht leicht. Aber verdammt noch mal, ich find mich trotzdem gut so, wie ich bin. Deal with it. :-)

 

Zitat aus “Flucht aus Absolom”: ”Ihre DNS Analyse zeigt eine krankhafte Abneigung gegen jegliche Authorität und einen Charakter, der zu Gewaltausbrüchen neigt.”