Wenn der Computer die Show gewinnt…

von Rooby  /  in Kategorie: Milch + Zucker

flattr this!

Ich bin über einen echt fantastischen Computer gestolpert. Watson von IBM.

Der ein oder andere von euch kennt den sicherlich schon, aber ich hab vorhin erst durch einen Newsletter von Watson erfahren und mich mal per Doku schlau gemacht, was es mit dem Ding auf sich hat. Und ich bin einerseits begeistert, andererseits aber auch irgendwie nicht so. Aber dazu komm ich noch mal.

Watson wurde so entwickelt, dass er lernen kann. Sagt IBM. Und um das unter Beweis zu stellen, hat man sich mit der anscheinend in USA immer noch sehr beliebten Sendung “Jeopardy” zusammen getan. Die Geschichte darum wurde per Doku festgehalten und ist auch im Netz verfügbar. Die ist nicht ganz kurz, ich glaub in Summe waren es jetzt ca. 1,5 Stunden, aufgeteilt auf vier Teile. Aber ich hab das nicht so lang empfunden, weil die Story wirklich spannend ist. Wer mag klickt hier.
Wem das zu viel ist, der kann sich einen kurzen Clip hier ansehen.

Quelle: tv.com

Was mich an der Sache etwas irritiert ist, wie die an diesem Projekt teilnehmenden Menschen auf Watson reagieren. Im ersten Anlauf, als er noch Fehler hatte, gab es schon mal einen Testlauf mit Jeopardy. Bei diesem hat Watson zu viele Fehler gemacht. Auch, weil er bestimmte Dinge nicht erkennen konnte. Der Moderator hat natürlich Witze darüber gemacht, aber keine bösen, soweit man sehen kann. Und dennoch reagiert das Team, einer im besonderen, so emotional, als ob man sie selbst angegriffen hätte. Das halte ich für ungesund. Da ist der Mensch zu nah am Geschehen. Es ist immer noch eine Maschine, um die es hier geht. Und auch wenn sie außergewöhnlich ist, ist und bleibt sie eine Maschine. Die in meinen Augen übrigens auch nicht intelligent ist, so wie in der Doku immer wieder gesagt wird.

Intelligenz würde für mich ausmachen, dass man selbstständig denkt, eigene Schlüsse zieht und auf neue Situationen reagieren kann. Das kann Watson aber nicht wirklich. (Ich weiß aber auch gar nicht, ob ich das wirklich wollen würde) Er wurde so programmiert, dass er eine riesige Wissensdatenbank zur Verfügung hat. Eine Zusammenstellung aus Bibel, Wikipedia, Lexika, etc…alles mögliche an Doku, die der Mensch irgendwann mal hergestellt hat, hat Watson in seinem Speicher.

So sieht Watson aus - Quelle: http://tinyurl.com/5uzjjzk


Er greift also per gut gemachter Programmierung auf diese Daten zu, gleicht ab und spuckt eine Antwort aus. Bei Jeopardy “lernt” (?) er von den Antworten der anderen, wie man sehen kann, als es um Monate ging. Watson hat zunächst die Fragestellung nicht verstanden und daher konnten seine menschlichen Konkurrenten dabei erst mal wieder Land gewinnen. Diese Antworten wurden seiner Datenbank aber hinzugefügt, also wiederum per Programmierung zugänglich gemacht. Bei Menschen würde man das lernen nennen, aber bei einem Computer erweitere ich doch nur die Datenbank, auf die er wieder und wieder zugreifen kann. Diese ist stabil und immer da. Für den Comuter ist das eine Berechnung. Das menschliche Gehirn reagiert aber weitaus komplexer und hat mehr Abhängigkeiten zum restlichen Körper, die das intelligente Denken beeinflussen können. Diese gibt es bei Watson aber gar nicht. Das kann nun ein Vorteil sein, aber das macht noch lange keine Intelligenz aus. Sondern nur eine sehr gut gemachte, und ja – hier auch wirklich intelligente – Programmierung. Die Macher von Watson, das Team um ihn herum, diese Leute sind intelligent. Und zwar enorm. Geschaffen haben sie einen fantastischen Computer, der beeindruckt und auch mitreißt. Aber der nicht denken kann. Er kann nur Skripte ausführen.

Zitat aus “2001 – Odyssee im Weltraum”:
“Hast Du eine Erklärung für die Unstimmigkeit zwischen Dir und dem Zwillings-9000er?” -
HAL: “Ich glaube, darüber kann doch kein Zweifel bestehen: Das kann nur auf menschliches Versagen zurückzuführen sein.

HAL, der Computer aus diesem Film könnte übrigens auch IBM heißen, wenn man die Buchstaben nur eins nach hinten versetzt. Absicht oder Zufall?
Spekulationen dazu gibt es viele, IBM hat sich dazu nie zu 100% geäußert, soweit ich weiß. Wenn Watson das irgendwie beantworten kann, wie auch immer diese Antworte aussehen mag, kann er denken und wäre intelligent. :-)

Star Trek als Zukunft?

von Rooby  /  in Kategorie: Milch + Zucker

flattr this!

Ich bin gerade wieder auf einem Star Trek Trip. Ja ja…ich weiß….bekloppt und so, aber ich mag die Serie nun mal und auch deren Ableger. Und daher hab ich mir jetzt mal wieder Deep Space 9 reingezogen. Anfänglich ist die Serie etwas lahm, aber dank des Dominion kommt es dann doch noch mal in Schwung. :-)

Quelle: http://www.classyartwork.com

Quelle: http://www.classyartwork.com

Wie auch immer. Ich hab mich aber heute mal wieder gefragt, wie es wohl in drei- oder vierhundert Jahren sein wird.
Werden wir wirklich das Weltall erobert haben? Werden wir andere Spezies kennengelernt haben? Wird es sowas wie “Überlichtgeschwindigkeit” geben und damit auch Reisen durch die Zeit? Und hat der Mensch gelernt sich und ander zu respektieren? Wird die Erde überhaupt noch unsere Heimat sein oder mussten wir “ausfliegen” auf Mars, Titan (Saturn-Mond) oder ganz woanders hin?
Haben wir Krankheiten in den Griff bekommen, die heute unheilbar sind? Mit Sicherheit werden neue dazu kommen, davon bin ich überzeugt. Wird es sowas wie Replikatoren geben, die einem alles herstellen, was in der Datenbank verfügbar ist? Essen auf Befehl – vielleicht fehlt da die Kultur, aber ich fänds geil. :-)

Ich würde gerne sehen, was nach meinem Tod noch alles kommt. Nicht, dass ich ewig leben möchte, aber ich könnt es mir gut vorstellen als “Seele“, “Geist” oder wie auch immer man das nennen möchte, weiterhin beobachten zu können, was mit der Menschheit passiert. Quasi von oben zugucken, ohne eingreifen zu können. Ich bin wirklich kein neugieriger Mensch, so im Allgemeinen zumindest nicht, aber in diesem Fall würde ich sonst was drum geben, wenn ich zugucken dürfte.:-)

Vielleicht hat uns Star Trek wirklich versucht auf die Zukunft vorzubereiten. Wer weiß, was da noch alles kommt. :-P

Zitat aus “Star Trek 4 – Zurück in die Gegenwart”:
McCoy: “Chemotherapie, das sind doch Methoden aus der Steinzeit! Dialyse? Mein Gott, dass ist ja finsterstes Mittelalter!”